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Hubertus Holschbach | ru-digitalBistum Rottenburg Stuttgart

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Bistum Rottenburg Stuttgart

Der Christuskönig als Retter: Eine andere Sicht auf Macht und Hilfe

Veröffentlichung:1.8.2023

Die Unterrichtsstunde "Der Christuskönig als Retter: Eine andere Sicht auf Macht und Hilfe" mit vier Seiten thematisiert über eine Videoanalyse die Notwendigkeit eines Retters oder die Ablehnung eines solchen. Über einen Text wird dieser Zusammenhang untersucht. Dann werden in Gruppen existentielle Beispiele gefunden, in denen ein Hilfe sehr wünschenswert wäre. Im Unterrichtsentwurf sind mehrere Beispiele zu Krankheit, Familienkonflikt, Isolation und Zukunftsängsten enthalten oder sie werden von den Gruppen selbst entwickelt. Lösungsansätze sind ebenfalls im Material enthalten. Dabei sind die Begriffe Wort, Tuch und Hand von besonderer Bedeutung. 

Diese Unterrichtsstunde ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Der Text, auf das sie sich bezieht, ist unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.


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Unterrichtsstunde: Der Christuskönig als Retter: Eine andere Sicht auf Macht und Hilfe

(90 Minuten)


I. Einführung (ca. 10 Minuten):

Starten Sie die Unterrichtsstunde mit einer kurzen Einführung und begrüßen Sie die Schüler.

Zeigen Sie das einführende Video über Jesus als einen anderen König, der sich nicht selbst rettet, sondern andere rettet.

Stellen Sie die zentrale Frage: Was bedeutet es, dass Jesus der "Retter" ist, und welche Bedeutung hat diese Rettung für uns?


II. Diskussion (ca. 20 Minuten):

Leiten Sie eine Diskussion über die Bedeutung von "Rettung" und "Retter" in verschiedenen Kontexten (z. B. Gesundheit, Sicherheit, persönliche Probleme).

Ermutigen Sie die Schüler, ihre Meinungen und Erfahrungen zu teilen, ob sie den Christuskönig als Retter brauchen oder nicht und warum.

Diskutieren Sie die drei Bilder für Rettung: Wort, Tuch und Hand, und lassen Sie die Schüler ihre Interpretationen dazu äußern.



Warum Schüler den Christuskönig als Retter brauchen:

Sinn und Orientierung: In einer oft wirren und komplexen Welt kann der Glaube an den Christuskönig den Schülern einen tiefen Sinn und eine klare Orientierung geben. Sie erfahren, dass es eine höhere Macht gibt, die sie führt und ihnen Halt gibt.

Trost und Hoffnung: In Zeiten persönlicher Krisen, Gesundheitsproblemen oder familiären Herausforderungen kann der Glaube an den Christuskönig den Schülern Trost und Hoffnung schenken. Sie wissen, dass sie nicht allein sind und dass es jemanden gibt, der sie in ihren Schwierigkeiten begleitet und unterstützt.

Vergebung und Versöhnung: Der Christuskönig als Retter bietet Schülern die Möglichkeit der Vergebung und Versöhnung. Dies kann für Jugendliche, die mit Schuldgefühlen und inneren Konflikten zu kämpfen haben, eine befreiende Erfahrung sein.

Sicherheit in der Zerbrechlichkeit: Der Glaube an den Christuskönig vermittelt den Schülern das Gefühl von Sicherheit, selbst wenn sie mit der eigenen Zerbrechlichkeit und den Unsicherheiten des Lebens konfrontiert sind. Sie wissen, dass sie in den Händen des Christuskönigs sicher sind.

Sinnfindung in der Zukunft: Für Schüler, die sich mit Zukunftsängsten und Fragen zur Berufswahl und Lebensplanung konfrontiert sehen, kann der Christuskönig als Retter eine Quelle der Unterstützung sein. Sie vertrauen darauf, dass er sie auf ihrem Lebensweg begleitet und ihnen hilft, ihren Platz in der Welt zu finden.


Warum Schüler den Christuskönig als Retter nicht brauchen:

Atheistische oder agnostische Überzeugung: Schüler, die nicht an einen göttlichen Retter glauben oder keine religiöse Überzeugung haben, könnten den Christuskönig als Retter nicht brauchen.

Andere Quellen der Unterstützung: Manche Schüler finden Trost, Hoffnung und Orientierung in anderen Quellen wie Familie, Freunden, Selbsthilfegruppen oder philosophischen Überzeugungen.

Selbstbewältigung und Selbstverantwortung: Einige Schüler bevorzugen es, ihre eigenen Herausforderungen selbst zu bewältigen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, ohne auf einen übernatürlichen Retter zu vertrauen.

Unterschiedliche religiöse Überzeugungen: Schüler mit anderen religiösen Überzeugungen könnten ihre Rettung oder Hilfe von anderen Göttern oder spirituellen Quellen erwarten, die nicht mit dem Christuskönig in Verbindung stehen.

Negative Erfahrungen mit Religion: Schüler, die negative Erfahrungen mit Religion gemacht haben oder sich von traditionellen Glaubensformen abgewandt haben, könnten den Christuskönig als Retter nicht in Anspruch nehmen wollen.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Glaube an den Christuskönig als Retter eine persönliche Entscheidung ist, die von individuellen Überzeugungen, Erfahrungen und Lebenserfahrungen geprägt wird. Jeder Schüler hat das Recht, seine eigene spirituelle Reise zu gestalten und seinen eigenen Weg zur Bedeutung von Rettung und Hilfe zu finden.


III. Praktische Anwendung (ca. 25 Minuten):

Teilen Sie die Schüler in kleine Gruppen auf und geben Sie ihnen die Aufgabe, Situationen zu besprechen, in denen sie persönlich eine Rettung oder Hilfe benötigen.

Jede Gruppe soll überlegen, wie die drei Bilder (Wort, Tuch und Hand) auf diese Situationen angewendet werden könnten.

Lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren und diskutieren Sie gemeinsam mögliche Lösungen.



Situationen, in denen Schüler persönlich eine Rettung oder Hilfe benötigen:


Gesundheitliche Krise:

Ein Schüler hat eine schwere Krankheit oder Verletzung, die seine Teilnahme am Schulleben und Alltag einschränkt.

Konflikte in der Familie: Ein Schüler erlebt schwierige familiäre Situationen, wie Elterntrennung, Streitigkeiten oder Probleme mit Geschwistern.

Schulische Herausforderungen: Ein Schüler hat Schwierigkeiten mit dem Lernen, dem Stress in der Schule oder mit einem fachlichen Problem.

Einsamkeit und soziale Isolation: Ein Schüler fühlt sich allein, hat Probleme Freunde zu finden oder wird von anderen gemobbt.

Zukunftsängste: Ein Schüler hat Ängste bezüglich seiner Zukunft, zum Beispiel in Bezug auf die Berufswahl oder den Umgang mit Veränderungen.

Beispielhafte Anwendung der drei Bilder (Wort, Tuch, Hand) auf diese Situationen:


Gesundheitliche Krise:

Wort: Die beruhigende Zusicherung, dass der Christuskönig bei ihm ist und ihm Kraft und Heilung schenkt, egal wie schwer die Situation sein mag.

Tuch: Jesus spannt sein "Tuch" der Geborgenheit und Heilung unter den Schüler und gibt ihm das Vertrauen, dass er selbst in schwierigen Zeiten nicht allein ist.

Hand: In seiner Schwäche kann der Schüler die Hand des Christuskönigs ergreifen, der ihn durch die schwierige Zeit führt und ihm Hoffnung schenkt.


Konflikte in der Familie:

Wort: Das "Wort" des Christuskönigs, das dem Schüler zeigt, dass er trotz familiärer Schwierigkeiten geliebt und angenommen wird.

Tuch: Jesus breitet sein "Tuch" der Vergebung und Versöhnung über den Schüler und seine Familie aus, um ihnen zu helfen, ihre Konflikte zu lösen.

Hand: Der Schüler kann die Hand des Christuskönigs halten, während er sich durch die schwierigen Gespräche und Konflikte in der Familie bewegt.

Schulische Herausforderungen:

Wort: Das "Wort" des Christuskönigs, das dem Schüler Mut macht und ihm zeigt, dass er trotz der Herausforderungen fähig und wertvoll ist.

Tuch: Jesus legt sein "Tuch" der Stärke und Ausdauer unter den Schüler, damit er die Schwierigkeiten überwinden kann.

Hand: Der Schüler kann die Hand des Christuskönigs ergreifen, um ihm bei der Bewältigung seiner schulischen Probleme zu helfen.


Einsamkeit und soziale Isolation:

Wort: Das "Wort" des Christuskönigs, das dem Schüler zeigt, dass er geliebt und wertgeschätzt wird, unabhängig von seiner sozialen Situation.

Tuch: Jesus breitet sein "Tuch" der Gemeinschaft und Freundschaft über den Schüler aus und zeigt ihm, dass er nie allein ist.

Hand: Der Schüler kann die Hand des Christuskönigs halten, um ihm in seiner Einsamkeit Trost und Unterstützung zu schenken.


Zukunftsängste:

Wort: Das "Wort" des Christuskönigs, das dem Schüler zeigt, dass er eine hoffnungsvolle Zukunft hat und dass der Christuskönig bei ihm ist, egal was passiert.

Tuch: Jesus spannt sein "Tuch" der Sicherheit und Geborgenheit über den Schüler, um ihm zu helfen, seine Ängste zu überwinden.

Hand: Der Schüler kann die Hand des Christuskönigs halten, um ihm in seinen Zukunftsängsten beizustehen und ihm Zuversicht zu schenken.



IV. Präsentation der praktischen Anwendung (ca. 15 Minuten):

Bitten Sie jede Gruppe, ihre praktische Anwendung und Interpretation der drei Bilder vor der Klasse zu präsentieren.

Ermutigen Sie die anderen Schüler, Fragen zu stellen und Feedback zu geben.


V. Reflexion und Zusammenfassung (ca. 10 Minuten):

Leiten Sie eine Reflexionsrunde ein, in der die Schüler darüber nachdenken, wie sie die Bedeutung von "Rettung" und "Retter" im religiösen Kontext verstanden haben.

Fassen Sie die wichtigsten Punkte der Diskussion und Präsentationen zusammen.

Erläutern Sie, dass der Christuskönig uns aus verschiedenen Formen von Verlorenheit, Zerbrechlichkeit und Sinnlosigkeit retten kann.


Multiple-Choice-Aufgaben zum Thema "Der Christuskönig als Retter":


Was bedeutet es, wenn wir sagen, dass Jesus der "Retter" ist?

a) Er ist ein mächtiger Herrscher über die Welt.

b) Er rettet sich selbst in schwierigen Situationen.

c) Er ist unser Heiland, der uns aus Verlorenheit und Sünde befreit.

d) Er ist ein König, der menschliche Vorstellungen von Macht erfüllt.


Welche Bedeutung haben die drei Bilder (Wort, Tuch, Hand) für die Rettung durch den Christuskönig?

a) Wort: Jesus spricht Zauberworte, um uns zu retten. Tuch: Er wickelt uns in ein magisches Tuch ein. Hand: Er zieht uns aus Gefahrensituationen heraus.

b) Wort: Jesus gibt uns Orientierung und Sinn im Leben. Tuch: Er spannt sein schützendes Tuch über uns. Hand: Er führt uns in eine glückliche Zukunft.

c) Wort: Jesus sendet uns liebevolle Worte. Tuch: Er gibt uns ein Stück seines Gewands als Erinnerung. Hand: Er segnet uns mit seiner Hand.

d) Wort: Jesus gibt uns heilende Worte. Tuch: Er heilt uns mit seinem heiligen Gewand. Hand: Er führt uns sanft an der Hand.


Warum könnten Schüler den Christuskönig als Retter brauchen?

a) Um ihnen übernatürliche Kräfte zu verleihen und ihre Wünsche zu erfüllen.

b) Um ihnen Trost, Hoffnung und Orientierung in schwierigen Zeiten zu schenken.

c) Um sie vor alltäglichen Herausforderungen wie Prüfungen und Schularbeiten zu bewahren.

d) Um sie vor Konflikten mit ihren Freunden und der Familie zu bewahren.


Welche Schüler könnten den Christuskönig als Retter nicht brauchen?

a) Schüler, die eine positive Erfahrung mit Religion gemacht haben.

b) Schüler, die an einen anderen Gott oder spirituelle Quellen glauben.

c) Schüler, die gerne andere um Hilfe bitten und Verantwortung für ihre Probleme übernehmen.

d) Schüler, die sich in der Schule gut behaupten können und keine Unterstützung brauchen.


Was kann der Glaube an den Christuskönig als Retter den Schülern geben?

a) Ein Gefühl der Sicherheit, dass sie niemals Schwierigkeiten haben werden.

b) Eine Quelle der Vergebung und Versöhnung für vergangene Fehler.

c) Die Gewissheit, dass sie immer reich und glücklich sein werden.

d) Die Orientierung, Sinn und Hoffnung in einer oft wirren Welt.


Antworten:


c) Er ist unser Heiland, der uns aus Verlorenheit und Sünde befreit.

b) Wort: Jesus gibt uns Orientierung und Sinn im Leben. Tuch: Er spannt sein schützendes Tuch über uns. Hand: Er führt uns in eine glückliche Zukunft.

b) Um ihnen Trost, Hoffnung und Orientierung in schwierigen Zeiten zu schenken.

b) Schüler, die an einen anderen Gott oder spirituelle Quellen glauben.

d) Die Orientierung, Sinn und Hoffnung in einer oft wirren Welt.



VI. Hausaufgabe (ca. 5 Minuten):

Geben Sie den Schülern eine Hausaufgabe, bei der sie überlegen sollen, wie sie in ihrem Alltag die Ideen von "Rettung" und "Retter" im Kontext des Christuskönigs anwenden können.

Ermutigen Sie sie, ihre Gedanken in einem kurzen Aufsatz oder einer kreativen Darstellung festzuhalten.


VII. Abschließende Worte (ca. 5 Minuten):

Bedanken Sie sich bei den Schülern für ihre Teilnahme und ihre Beiträge zur Unterrichtsstunde.

Betonen Sie die Bedeutung des Christuskönigs als Retter in unserem Leben und wie wir seine Hilfe in schwierigen Zeiten suchen können.


VIII. Zusätzliche kreative Ideen:

Lassen Sie die Schüler in Gruppen ein Rollenspiel erstellen, in dem sie eine moderne Situation darstellen, in der jemand gerettet werden muss, und wie der Christuskönig eingreifen könnte.

Organisieren Sie ein Quiz oder eine Schnitzeljagd mit Fragen und Hinweisen rund um das Thema "Rettung" in der Bibel oder dem Leben von Jesus.


IX. Bibelzitate zum Thema:

Jesaja 43,11: "Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter."

Apostelgeschichte 4,12: "Und in niemand anderem ist das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen."

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Hinweis: Stellen Sie sicher, dass die Unterrichtsstunde interaktiv und partizipativ ist, um das Engagement der Schüler zu fördern. Berücksichtigen Sie auch die Interessen und Erfahrungen der Schüler, um die praktische Anwendung des Themas persönlich und relevant zu gestalten.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Bistum Rottenburg Stuttgart

14.3.2025

Umfang: Anregung

Schulbereich: Primarstufe + weitere

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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