Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ beschäftigt sich mit dem Christkönigsfest und setzt sich kritisch mit dem Begriff der Macht auseinander. Ausgehend von der Beobachtung, dass Macht häufig mit Herrschaft, Kontrolle und Missbrauch verbunden wird, fragt der Beitrag nach der besonderen Bedeutung der Königswürde Jesu. Dabei werden Beispiele aus der Popkultur wie „Der Herr der Ringe“ und „Star Wars“ herangezogen, um die Ambivalenz von Macht zu verdeutlichen. Macht erscheint einerseits als verlockendes Mittel gegen Ohnmacht und Ausgrenzung, andererseits birgt sie die Gefahr, Menschen zu korrumpieren und zu versklaven. Im Zentrum steht die Darstellung Jesu als eines Königs, der seine Macht nicht durch Zwang, Gewalt oder spektakuläre Machtdemonstrationen ausübt. Stattdessen bleibt er seinem Weg der Liebe treu, selbst angesichts von Leid und Tod. Das Video deutet die Kreuzigung als Ausdruck einer Macht, die nicht auf Beherrschung, sondern auf Hingabe und Liebe beruht. Jesus wird als König vorgestellt, der Macht teilt, statt sie anzuhäufen, und der Menschen zur Freiheit und gegenseitigen Unterstützung ermutigt.
Christkönig, das ist irgendwie ein ambivalentes Fest, denn Könige sind Machthaber und Macht verbinden wir nicht erst heute mit der Gefahr von Machtmissbrauch.
Macht ist verführerisch. Im doppelten Sinn: Sie ist attraktiv, denn mit Macht bekomme ich eben das perfekte Gegenmittel zur alltäglich erlebten Ohnmacht, seien es die vielen kleinen Einschränkungen oder soziale Gängelungen und Ausgrenzungen. Noch stärker wird der Wunsch nach Macht, wo es um systematische Unterdrückung und Ausbeutung geht. Macht heißt, machen dürfen und können. Macht heißt, nicht länger zu müssen.
Macht ist aber auch insofern verführerisch, dass sie fast immer die Sinne vernebelt. Die großen Erzählungen wie „Der Herr der Ringe“ oder auch „Star Wars“ verdeutlichen die Ambivalenz der Macht ganz plastisch: Wer sich der Macht verspricht, versklavt sich eben auch der Macht.