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Sketch Bibel

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„Wer sich selbst erhöht…“ | Lk 18,9-14 | Sketch-Bibel #132

Veröffentlichung:20.10.2022

Die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit ist hauchdünn. Das zumindest macht das Gleichnis im heutigen Evangelium deutlich.

In dem Video wird betont, dass die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit sehr dünn ist. Ein Gleichnis im Evangelium verdeutlicht dies. Es geht um einen selbstgerechten Pharisäer, der sich in der ersten Reihe prahlerisch über seine vermeintliche Frömmigkeit äußert. Dieses egozentrische Verhalten spiegelt sich auch in der heutigen Gesellschaft wider, insbesondere in den sozialen Medien. Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass Menschen in ihren eigenen "Blasen" bestätigt werden und sich polarisierter gegenüber anderen Gruppen verhalten.

Das Gleichnis handelt auch von einem Zöllner, der am Ende des Tempels steht und demütig betet: "Gott, sei mir Sünder gnädig." Es wird darauf hingewiesen, dass in der Kirche oft einseitig über Schuld und Sünde gesprochen wurde, während das persönliche Heil und die Angst vor Höllenstrafen im Vordergrund standen. Dies führte zu einer schiefen Wahrnehmung und zu missbräuchlicher Macht in der Kirche.

Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ widmet sich dem Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner im Tempel. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit. Ausgehend von der Figur des selbstzufriedenen Pharisäers, der sich im Gebet über andere Menschen erhebt, und dem demütigen Zöllner, der seine Fehler eingesteht, entfaltet das Video eine aktuelle Deutung der biblischen Erzählung. Dabei wird die Selbstgerechtigkeit nicht nur als individuelles Problem verstanden, sondern auch mit modernen gesellschaftlichen Phänomenen wie digitalen Echokammern und sozialen Gruppenbildungen in Verbindung gebracht. Der Beitrag betont, dass die Begegnung mit Gott Menschen dazu herausfordert, ihre eigenen Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig eröffnet die Erfahrung des Angenommenseins durch Gott einen befreienden Weg, auf dem Menschen nicht ständig ihre eigene Überlegenheit beweisen müssen. Das Gleichnis wird so zu einer Einladung, Selbstkritik, Demut und Offenheit als Grundlage für ein gerechteres Zusammenleben zu verstehen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte in den Themenfeldern Gerechtigkeit, Identität, Schuld, Vergebung, Gottesbild und soziale Verantwortung. Besonders geeignet ist das Video als Einstieg in eine Unterrichtseinheit über Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Die Lernenden können zunächst die beiden Figuren des Gleichnisses charakterisieren und deren unterschiedliche Haltungen gegenüber Gott und anderen Menschen analysieren. Anschließend bietet sich eine Übertragung auf gegenwärtige gesellschaftliche Situationen an. Die im Video angesprochenen digitalen Filterblasen ermöglichen eine lebensweltnahe Reflexion über Vorurteile, Gruppenidentitäten und die Gefahr moralischer Überheblichkeit. Methodisch können Rollenspiele, Perspektivwechsel oder Diskussionen über aktuelle gesellschaftliche Konflikte eingesetzt werden. Besonders ergiebig ist die Frage, wie Selbstkritik und Selbstannahme miteinander verbunden werden können. Die Lernenden können untersuchen, weshalb die Erfahrung von Annahme und Wertschätzung eine Voraussetzung dafür sein kann, eigene Fehler einzugestehen. Darüber hinaus eröffnet das Video einen Zugang zur theologischen Bedeutung von Rechtfertigung und Vergebung. Für ältere Lernende bietet sich eine vertiefende Auseinandersetzung mit religiösen Vorstellungen von Schuld, Erlösung und persönlicher Verantwortung an. Das Medium fördert die Fähigkeit zur Selbstreflexion, stärkt soziale Sensibilität und unterstützt die Entwicklung eines differenzierten Verständnisses von Gerechtigkeit und Menschlichkeit.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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