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Deutsche Bischofskonferenz Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Deutsche Bischofskonferenz,

Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Ohne Visionen verwildert das Volk (Sprüche 29,18)

Veröffentlichung:6.4.2009

Die Anregung "Ohne Visionen verwildert, das Volk" legt auf sechs Seiten eine Vision für die Zukunft der Christen in Deutschland vor. Dazu werden Anregungen zu neuen Ausformungen der Grundvollzüge formuliert. Habermas gestand ein, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, mit Leid, Schmerz, Einsamkeit, Tod, aber auch Schönheit, Erhabenheit umzugehen. Dafür braucht es Religion. Was wird passieren, wenn sie verschwindet? Der Priestermangel wirkt sich viel verheerender aus als der Geldmangel. Neue Strukturen müssen geschaffen werden, um den Mangel an Seelsorge aufzuwiegen. Zudem muss die diakonische Dimension der Kirche weiterentwickelt werden. Sie hat einen hohen professionellen Grad. Der Laienkatholizismus kann fortgebildet werden, um zentrale Aufgaben zu übernehmen und christliche werte in der Gesellschaft zu vertreten. Die Situation der Kirche kann im Artikel ermittelt und Zukunftsvisionen können gesammelt werden. Dann kann versucht werden, diese Entwicklung in der eigenen Gemeinde zu überprüfen. In Gruppenarbeit können eigene Zukunftsideen entstehen.

Das vorliegende Medium enthält das Statement von Heinz Wilhelm Brockmann beim gemeinsamen Studientag der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Würzburg im Jahr 2009. Im Mittelpunkt steht die Frage nach einer zukunftsfähigen Kirche in Deutschland. Brockmann betont die Bedeutung gemeinsamer Visionen für kirchliches Handeln und beschreibt die Spannung zwischen äußerer Stabilität und innerer Glaubensschwäche. Er reflektiert Herausforderungen wie den Verlust religiöser Sprachfähigkeit, die Weitergabe des Glaubens, die Entwicklung neuer Formen von Gemeinschaft, den Umgang mit Strukturveränderungen in den Gemeinden sowie die Bedeutung von Diakonie und gesellschaftlichem Engagement. Darüber hinaus hebt er die Verantwortung von Laien für Kirche und Gesellschaft hervor und plädiert für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller kirchlichen Akteure.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe sowie für Kurse in Ethik, Sozialwissenschaften oder kirchlicher Erwachsenenbildung. Es eröffnet Lernenden einen authentischen Einblick in aktuelle innerkirchliche Reformdebatten und ermöglicht die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen kirchlicher Zukunftsgestaltung. Dabei kann der Text als Beispiel für die Verbindung von Glauben, gesellschaftlicher Verantwortung und institutioneller Entwicklung genutzt werden.

Ein sinnvoller Unterrichtseinstieg kann über die Leitfrage erfolgen: „Wie muss Kirche aussehen, damit sie auch in Zukunft für Menschen relevant bleibt?“ Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen einer Kirche der Zukunft formulieren und diese anschließend mit den Positionen Brockmanns vergleichen. Dadurch wird ein persönlicher Zugang geschaffen und die Relevanz des Themas verdeutlicht.

Im weiteren Unterrichtsverlauf bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an. Einzelne Gruppen können die Themen Vision und Zukunft, missionarische Kirche, Gemeindestrukturen, Diakonie sowie die Rolle der Laien untersuchen. Die Ergebnisse können auf Plakaten, digitalen Pinnwänden oder in Form einer Zukunftskonferenz präsentiert werden. Besonders gewinnbringend ist dabei die Frage, welche der beschriebenen Herausforderungen auch heute noch aktuell sind und welche Entwicklungen sich seit 2009 verändert haben.

Methodisch eignet sich das Medium zudem für kontroverse Diskussionen. Lernende können unterschiedliche Rollen übernehmen, etwa die eines Bischofs, einer ehrenamtlich engagierten Person, eines Jugendlichen, eines Kirchenkritikers oder einer sozial engagierten Christin. In einer simulierten Synodalversammlung diskutieren sie über Reformvorschläge und entwickeln eigene Zukunftsvisionen für Kirche und Gesellschaft.

Für einen kompetenzorientierten Unterricht ermöglicht das Medium die Förderung von Analysefähigkeit, Urteilsbildung und Perspektivübernahme. Die Lernenden setzen sich mit kirchlichen Positionen auseinander, vergleichen diese mit ihren eigenen Erfahrungen und reflektieren die gesellschaftliche Bedeutung von Religion. Darüber hinaus lassen sich Bezüge zur katholischen Soziallehre, zur Frage nach Verantwortung in demokratischen Gesellschaften sowie zu aktuellen Diskussionen über Kirchenentwicklung und Glaubensweitergabe herstellen. Das Medium eignet sich daher sowohl für textanalytische Verfahren als auch für projektorientierte und diskursive Unterrichtsformen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.3 Kirche in der Welt von heute.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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