Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten, zentrale Themen wie Menschenwürde, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu behandeln. Besonders geeignet ist das Material für die Sekundarstufe I und II, da es lebensweltliche Erfahrungen der Lernenden aufgreift und zugleich historische, politische und ethische Perspektiven eröffnet. Methodisch zeichnet sich das Projekt durch seinen handlungsorientierten Ansatz aus. Die Lernenden entwickeln eigene Fragestellungen, diskutieren unterschiedliche Sichtweisen und gestalten den Lernprozess aktiv mit. Im Religionsunterricht kann das Medium beispielsweise mit biblischen Vorstellungen von der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen, dem Doppelgebot der Liebe oder der christlichen Verantwortung für Benachteiligte verbunden werden. Als Einstieg eignen sich Fallbeispiele aus dem Alltag, Erfahrungen mit Ausgrenzung oder aktuelle gesellschaftliche Debatten. Die vorgeschlagenen Methoden wie Diskussionen, Gruppenarbeit, Projektarbeit, Perspektivwechsel und Reflexionsphasen fördern sowohl die Urteilsfähigkeit als auch die Empathie der Lernenden. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, einen geschützten Raum für Gespräche über Vorurteile, Diskriminierung und gesellschaftliche Verantwortung zu schaffen. Das Material unterstützt Lehrkräfte dabei, Lernende sprachfähig zu machen, demokratische Werte zu stärken und eine respektvolle Gesprächskultur zu fördern. Darüber hinaus lassen sich fächerübergreifende Bezüge zu Geschichte, Politik, Ethik und Sozialwissenschaften herstellen. Das Projekt eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für Projekttage, Unterrichtsreihen oder schulweite Aktionen gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
In einem ersten Schritt wird eine Definition des Begriffs Rassismus entwickelt. Dies ist über ein Material mit einer Reihe von Definition versuchen möglich. In einem zweiten Schritt werden die drei Hauptströmungen von Rassismus, individueller Rassismus, struktureller Rassismus, institutioneller Rassismus über ein Arbeitsmaterial definiert. Dazu können Gruppenarbeit Beispiele entwickelt werden. Im nächsten Schritt wird eine Differenzierung zwischen Rassismus und Diskriminierung unternommen.
Nachfolgend kann über einen Fragenkatalog auf Seite 22 mit Rassismus und eine Resilienz dagegen trainiert werden. Dabei ist auf den Seiten 13-15 auch eine Linksammlung zu Texten und Videos für eine Gruppenarbeit über Rassismus in verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte enthalten.