Das kurze Animationsvideo erzählt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Ausgangspunkt ist die Frage, die Jesus gestellt wird: „Wer ist eigentlich mein Nächster?“ Um darauf zu antworten, erzählt Jesus die Geschichte eines Mannes namens Stan, der auf einer Reise von Räubern überfallen wird. Die Räuber schlagen ihn zusammen, rauben ihn aus und lassen ihn schwer verletzt am Wegesrand liegen. Zunächst kommt ein Priester vorbei, der den Verletzten sieht, ihm jedoch nicht hilft. Später begegnet ihm ein Tempeldiener, der ebenfalls wegschaut und weitergeht. Schließlich nähert sich ein Samariter. Samariter wurden von vielen Juden damals verachtet, weil sie einer anderen religiösen Tradition angehörten. Doch gerade dieser Fremde bleibt stehen, versorgt die Wunden des Verletzten, bringt ihn in eine Herberge und bezahlt für seine Pflege. Am Ende fragt Jesus seine Zuhörer, wer sich als wahrer Nächster erwiesen hat. Die Antwort lautet: Derjenige, der geholfen hat. Jesus fordert seine Zuhörer daraufhin auf, ebenso zu handeln.
Lukas 10,25-37
25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? (Lukas 18.18-20) 26 Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du? 27 Er antwortete und sprach: "Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst." 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. (3. Mose 18.5) (Matthäus 19.17) 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: "Wer ist denn mein Nächster?" 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. 31 Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, 34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. 35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!
Luther 1912