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Salesianer Don Boscos

Salesianer Don Boscos

Don Bosco

Unterwegs mit jungen Menschen

Veröffentlichung:15.1.2018

Das Video stellt das Leben und Wirken Giovanni Boscos vor und verbindet seine Lebensgeschichte mit Fragen, die junge Menschen bis heute beschäftigen: Wo gehöre ich hin, was sind meine Stärken und wie kann meine Zukunft aussehen? Giovanni Bosco wächst vor rund 200 Jahren in der Nähe von Turin in ärmlichen Verhältnissen auf und verliert früh seinen Vater. Geprägt durch seine Mutter, ihren Glauben an Gott und ihr Vertrauen auf Maria entwickelt er selbst einen tiefen Glauben. Schon als Kind zeigt sich sein besonderes Talent, auf Menschen zuzugehen, sie zu unterhalten und für sich zu gewinnen. Schließlich entscheidet er sich, Priester zu werden und wie Jesus für andere Menschen da zu sein. In Turin begegnet er zahlreichen jungen Menschen, die unter den Folgen von Armut, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Zukunftsperspektiven leiden. Don Bosco hört ihnen zu, schenkt ihnen Zeit, begegnet ihnen auf Augenhöhe und teilt seinen Glauben und sein Leben mit ihnen. Aus diesem Engagement entstehen Schulen, Lehrwerkstätten und Unterkünfte. Im Jahr 1859 gründet er den Orden der Salesianer Don Boscos und später gemeinsam mit Maria Mazzarello die Don Bosco Schwestern. Seine Idee, jungen Menschen ein Zuhause, Bildung, Gemeinschaft, Glauben und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, verbreitet sich schließlich weit über Italien hinaus.

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Das Video eignet sich im Religionsunterricht besonders für die Themen Berufung, Begabung, Nächstenliebe, christliche Verantwortung, Jugend, Bildung, Armut, Hoffnung und gelebter Glaube. Einen geeigneten Einstieg bieten die Fragen des Videos: Wo gehöre ich hin, was sind meine Stärken und wie wird meine Zukunft aussehen? Die Lernenden können zunächst für sich überlegen, welche dieser Fragen sie besonders beschäftigt. Dadurch wird eine Verbindung zwischen der historischen Person Don Bosco und der Lebenswelt heutiger junger Menschen hergestellt. Anschließend kann das Video mit dem Beobachtungsauftrag betrachtet werden, welche Fähigkeiten Giovanni Bosco besitzt und wie er diese im Laufe seines Lebens einsetzt. Die Lernenden erkennen dabei, dass seine Begabungen nicht ausschließlich seiner persönlichen Entwicklung dienen. Don Bosco nutzt seine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und sie für gemeinsame Ziele zu gewinnen, um anderen zu helfen. Daraus ergibt sich die religionspädagogisch zentrale Frage, was es bedeutet, die eigenen Begabungen als Gaben zu verstehen und sie für andere einzusetzen. Hier bietet sich eine Verbindung zum biblischen Gleichnis von den anvertrauten Talenten an. Die Lernenden können vergleichen, wie Don Bosco mit seinen Fähigkeiten umgeht und welche Verantwortung Menschen für ihre eigenen Begabungen übernehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt kann auf der Frage nach Berufung liegen. Don Boscos Entscheidung für das Priestertum wird im Video mit seinem Wunsch verbunden, wie Jesus für andere Menschen da zu sein. Die Lernenden können den Begriff Berufung zunächst von der engeren Vorstellung eines kirchlichen Berufes lösen und überlegen, ob Berufung auch bedeuten kann, eine Aufgabe zu entdecken, die dem eigenen Leben Sinn gibt und anderen Menschen dient. Methodisch eignet sich hierfür eine persönliche Reflexion zu den Fragen Was kann ich gut, was ist mir wichtig, wofür möchte ich meine Fähigkeiten einsetzen und wo werde ich von anderen gebraucht? Die Antworten müssen nicht veröffentlicht werden, sondern können als persönliche Notizen festgehalten werden. Ein weiterer Zugang besteht in der Untersuchung der Situation junger Menschen im Turin Don Boscos. Die Lernenden sammeln die im Video genannten Probleme wie Armut, schlechte Arbeitsbedingungen, fehlende Unterstützung, Wohnungslosigkeit und Kriminalität. Diesen Problemen werden Don Boscos Antworten gegenübergestellt: zuhören, Zeit schenken, Gemeinschaft ermöglichen, Bildung anbieten, berufliche Fähigkeiten vermitteln und ein Zuhause schaffen. Dadurch wird deutlich, dass christliche Nächstenliebe bei Don Bosco nicht allein aus Worten besteht, sondern konkrete soziale Konsequenzen besitzt. Besonders ergiebig ist die Aussage des Videos, Don Bosco begegne den Jugendlichen auf Augenhöhe. Die Lernenden können überlegen, was diese Formulierung bedeutet und wodurch sich eine respektvolle Begegnung auszeichnet. Anschließend kann diskutiert werden, was junge Menschen heute von Erwachsenen, Schule, Kirche und Gesellschaft benötigen, um Vertrauen und Zukunftsperspektiven entwickeln zu können. Eine arbeitsteilige Gruppenarbeit kann die Bereiche Kindheit Don Boscos, seine Begabungen, soziale Not in Turin, sein Umgang mit jungen Menschen, sein Glaube und die Entstehung seiner Gemeinschaften untersuchen. Die Gruppen formulieren jeweils eine zentrale Erkenntnis und stellen diese der Lerngruppe vor. Ebenso bietet sich ein Perspektivwechsel an. Die Lernenden verfassen beispielsweise einen Tagebucheintrag eines jungen Menschen, der Don Bosco begegnet und erstmals erlebt, dass jemand ihm zuhört und ihm eine Perspektive eröffnet. Für eine vertiefende Auseinandersetzung kann das Handeln Don Boscos mit biblischen Aussagen über Nächstenliebe und den Umgang Jesu mit ausgegrenzten Menschen verglichen werden. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass Glaube im Video nicht nur als persönliche Überzeugung erscheint, sondern Don Bosco zum Handeln motiviert. Als Abschluss können die Lernenden die Aussage ein Stück vom Himmel erfahrbar machen interpretieren. Sie überlegen, was damit gemeint sein könnte und wo Menschen heute durch Gemeinschaft, Hilfe, Anerkennung und Hoffnung etwas von der christlichen Vorstellung des Reiches Gottes erfahrbar machen können. Das Video ermöglicht damit sowohl historisches und religiöses Lernen als auch eine persönliche Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken, Lebenszielen und Möglichkeiten, Verantwortung für andere zu übernehmen.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Welche Fragen junger Menschen stehen am Anfang des Videos?

Am Anfang werden Fragen nach der beruflichen Zukunft, nach Zugehörigkeit und nach den eigenen Stärken gestellt. Das Video macht damit deutlich, dass die Suche nach Orientierung und einer eigenen Lebensperspektive keine ausschließlich heutige Erfahrung ist.


Wer war Giovanni Bosco?

Giovanni Bosco war ein katholischer Priester, der sich besonders für junge Menschen einsetzte. Bekannt wurde er unter dem Namen Don Bosco. Sein Engagement führte unter anderem zur Entstehung von Schulen, Lehrwerkstätten und Unterkünften sowie zur Gründung der Salesianer Don Boscos.


Unter welchen Bedingungen wächst Giovanni Bosco auf?

Giovanni wächst in der Nähe von Turin in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater stirbt früh. Er lebt mit seiner Mutter und seinen Brüdern zusammen. Besonders seine Mutter prägt ihn und seinen Glauben.


Welche Bedeutung hat der Glaube in Giovanni Boscos Kindheit?

Seine Mutter vertraut nach Darstellung des Videos auf Gott und Maria. Auch Giovanni entwickelt das Gefühl, dass Gott und Maria ihm nahe sind. Der Glaube wird damit als eine wichtige Grundlage seines weiteren Lebens dargestellt.


Welche besonderen Talente besitzt Giovanni Bosco?

Er kann gut auf andere Menschen zugehen, sie unterhalten und für sich gewinnen. Diese Fähigkeiten werden später besonders wichtig, weil sie ihm ermöglichen, Beziehungen zu jungen Menschen aufzubauen.


Warum möchte Giovanni Bosco Priester werden?

Er möchte seine Talente nutzen und wie Jesus für andere Menschen da sein. Seine Entscheidung für das Priestertum wird im Video deshalb mit seinem Glauben und seinem Wunsch verbunden, anderen zu helfen.


Was erlebt Don Bosco in Turin?

In Turin erlebt er die Folgen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen. Viele Menschen kommen vom Land in die Stadt, um Arbeit zu finden. Besonders junge Menschen geraten aufgrund schlechter Lebensbedingungen in Armut und teilweise auf die Straße.


Warum spricht das Video von einem Teufelskreis?

Junge Menschen haben kaum Chancen und erhalten wenig Unterstützung. Einige geraten dadurch in die Kriminalität, wodurch sich ihre gesellschaftlichen Perspektiven weiter verschlechtern. Don Bosco möchte diesen Kreislauf durchbrechen.


Wie hilft Don Bosco den jungen Menschen?


Er hört ihnen zu, schenkt ihnen Zeit und begegnet ihnen auf Augenhöhe. Darüber hinaus entstehen konkrete Hilfsangebote wie Unterkünfte, Schulen und Lehrwerkstätten. Seine Hilfe verbindet damit persönliche Zuwendung mit Bildung und praktischen Zukunftsmöglichkeiten.


Was bedeutet es, jemandem auf Augenhöhe zu begegnen?

Es bedeutet, einen Menschen ernst zu nehmen und ihm mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Don Bosco betrachtet die jungen Menschen nicht ausschließlich als Problemfälle, sondern nimmt ihre Bedürfnisse, Fähigkeiten und Möglichkeiten wahr.


Welche Rolle spielt der Glaube bei Don Boscos Engagement?

Sein Glaube ist eine wichtige Motivation für sein Handeln. Er möchte nach dem Vorbild Jesu für andere Menschen da sein und erzählt den Jugendlichen von Gott, dem er selbst vertraut. Glaube und soziales Handeln gehören für ihn zusammen.


Was bedeutet die Aussage, Don Bosco wolle seine empfangene Gabe an andere weitergeben?


Don Bosco versteht seine Fähigkeiten nicht nur als persönlichen Besitz. Er setzt sie ein, um anderen Menschen zu helfen. Die Aussage kann dazu anregen, darüber nachzudenken, welche Verantwortung Menschen für ihre eigenen Begabungen tragen.


Was können Talente mit Verantwortung zu tun haben?

Wer eine Fähigkeit besitzt, kann entscheiden, wie sie eingesetzt wird. Talente können nur dem eigenen Erfolg dienen, sie können aber auch anderen Menschen zugutekommen. Don Bosco ist im Video ein Beispiel dafür, Begabungen in den Dienst anderer zu stellen.


Was versteht man unter Berufung?

Berufung kann im religiösen Sinn bedeuten, dass ein Mensch eine Aufgabe für sein Leben entdeckt, die er mit Gott verbindet. Weiter gefasst kann Berufung auch die Frage bezeichnen, wofür ein Mensch seine Fähigkeiten einsetzen und seinem Leben eine sinnvolle Richtung geben möchte.


Welche Gemeinschaft gründet Don Bosco?

Im Jahr 1859 gründet er den Orden der Salesianer Don Boscos. Später entstehen gemeinsam mit Maria Mazzarello die Don Bosco Schwestern. Beide Gemeinschaften führen die Arbeit für junge Menschen weiter.


Warum ist Bildung für Don Boscos Arbeit so wichtig?

Bildung eröffnet jungen Menschen neue Möglichkeiten. Schulen und Lehrwerkstätten helfen ihnen, Wissen und berufliche Fähigkeiten zu erwerben und dadurch selbstständige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Hilfe bedeutet deshalb bei Don Bosco nicht nur unmittelbare Unterstützung, sondern auch die Befähigung zu einem eigenständigen Leben.


Was bedeutet christliche Nächstenliebe im Handeln Don Boscos?

Nächstenliebe zeigt sich bei ihm durch konkrete Zuwendung. Er hört zu, nimmt junge Menschen ernst, teilt sein Leben mit ihnen und versucht, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Nächstenliebe wird dadurch als tätige Verantwortung für andere sichtbar.


Inwiefern kann Don Bosco als Vorbild bezeichnet werden?

Er nimmt die Not anderer Menschen wahr und bleibt nicht bei der Beobachtung stehen. Er nutzt seine Fähigkeiten, entwickelt konkrete Hilfsangebote und gewinnt weitere Menschen für sein Anliegen. Vorbildlich kann dabei besonders die Verbindung von Wahrnehmung, Mitgefühl und praktischem Handeln sein.


Was könnte die Aussage ein Stück vom Himmel erfahrbar machen bedeuten?

Die Aussage muss nicht bedeuten, dass der Himmel als konkreter Ort auf der Erde entsteht. Gemeint sein kann, dass Menschen durch Liebe, Geborgenheit, Gemeinschaft, Anerkennung und Hoffnung etwas von Gottes guter Welt erfahren können.


Welche Verbindung besteht zwischen Don Boscos Handeln und dem Reich Gottes?

Das Reich Gottes kann im Religionsunterricht als eine Wirklichkeit verstanden werden, in der sich Gottes Liebe, Gerechtigkeit und Zuwendung zeigen. Wenn Menschen Ausgegrenzten helfen, Gemeinschaft ermöglichen und neue Hoffnung schaffen, können darin Zeichen des Reiches Gottes erkannt werden.


Welche Bedeutung hat Don Boscos Geschichte für junge Menschen heute?

Seine Geschichte kann dazu anregen, über die eigenen Stärken und Lebensziele nachzudenken. Gleichzeitig stellt sie die Frage, ob persönliche Fähigkeiten ausschließlich für den eigenen Erfolg genutzt werden oder auch dazu beitragen können, das Leben anderer Menschen zu verbessern.


Welche zentrale Frage kann aus dem Video für den Religionsunterricht entwickelt werden?

Eine zentrale Frage lautet: Was mache ich aus den Fähigkeiten, die mir gegeben sind? Damit verbunden sind die Fragen, was dem eigenen Leben Sinn gibt, wo Menschen gebraucht werden und wie Glaube dazu motivieren kann, Verantwortung für andere zu übernehmen.

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6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

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7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

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