Für den Religionsunterricht bietet das Medium ausgezeichnete Möglichkeiten, zentrale Fragen nach Menschenwürde, Verantwortung, Gerechtigkeit und dem Schutz der Schwachen zu behandeln. Besonders geeignet ist es für Unterrichtseinheiten zu Kinderrechten, christlicher Nächstenliebe, sozialem Lernen, globalem Lernen sowie zur Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für benachteiligte Menschen. Methodisch empfiehlt sich ein handlungsorientierter Zugang. Der Film kann abschnittsweise gezeigt und jeweils durch Gesprächsphasen, Reflexionsaufgaben oder kreative Arbeitsformen vertieft werden. Ein besonders gewinnbringender Einstieg gelingt über die Frage nach Orten, an denen sich Lernende sicher und geborgen fühlen. Daran anschließend können die im Material vorgestellten Methoden zu sicheren Orten, Gefühlen und Grenzen eingesetzt werden. Das sogenannte Mapping ermöglicht es den Lernenden, ihre eigene Lebenswelt zu analysieren und sichere beziehungsweise unsichere Orte sichtbar zu machen. Ebenso eignen sich die Übungen zu Gefühlen, Nähe und Distanz oder zum Nein Sagen, um die Wahrnehmung eigener Grenzen zu fördern und die Persönlichkeitsentwicklung zu stärken. Die Arbeitsblätter zu Kinderrechten und Schutzrechten eröffnen Möglichkeiten zur Förderung ethischer Urteilsbildung und zur Reflexion gesellschaftlicher Verantwortung. Besonders fruchtbar ist auch der Vergleich zwischen der Lebenssituation von Kindern in Indonesien und Deutschland, da dadurch globale Zusammenhänge sichtbar werden und Perspektivwechsel eingeübt werden können. Im Religionsunterricht lassen sich zudem Bezüge zu biblischen Schutzmotiven herstellen, etwa zur besonderen Wertschätzung von Kindern durch Jesus oder zur christlichen Verpflichtung, für die Würde jedes Menschen einzutreten. Das Medium fördert damit sowohl Sachkompetenz als auch Empathiefähigkeit, Handlungskompetenz und die Sensibilität für Fragen von Gerechtigkeit und Menschenrechten.
Der Einstieg gelingt über die Zuweisung von drei Zitaten mit dem Thema Gewalt und Kinderrechte. Ein Satzrätsel wird durch das wegstreichen von überflüssigen Buchstaben gelöst. In Kleingruppen wird ein Plakat zu je einem der Zitate gestaltet. In einem weiteren Schritt wird das Land Indonesien vorgestellt. Zweiundzwanzig Sätze beschreiben Deutschland oder Indonesien Gesetze werden einem der beiden Länder zugeordnet. Angaben wie die Bevölkerungszahl und Besonderheiten der beiden Länder werden verglichen. In einem dritten Schritt werden Kinderrechte anhand von sechs Grafiken aufgeschrieben. Zwei weitere Rechte können hinzu gemalt und geschrieben werden.
Im vierten Schritt wird die Einhaltung von Kinderschutzrechten anhand von einem Rätsel untersucht. Verbesserungsvorschläge für Deutschland werden gesammelt. Im fünften Schritt werden die Chancen von Mädchen und deren Rechte in Gesellschaften anhand von drei Beispielgeschichten untersucht. Verstöße gegen Kinderrechte werden in den Kurztexten markiert. Die Verhältnisse werden mit Deutschland und der eigenen Lebenswelt verglichen. Nachteile für Mädchen können gesammelt werden. Auch hier könnten Verbesserungsvorschläge gesammelt werden. Der sechste Schritt enthält ein Rätsel mit Buchstabenfeld. Darin sind Worte für Gefühle versteckt. Der Sinn von Gefühlen wird thematisiert. Nur Gefühle ermöglichen Empathie und Mitleid. Das Vertrauen und hören auf eigene Gefühle wird besprochen. Probleme dabei werden diskutiert. Gefühle können auch zu Gewalt aufrufen. Das Material schließt mit einer Geschichte zur Fähigkeit Nein zu sagen. Vielen Menschen fällt dies schwer. Sie möchten andere glücklich machen und von ihnen gemocht werden oder haben Angst vor Strafen. Fünf Impulsfragen ermöglichen die Auswertung der Geschichte.