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Matthias CameranTimo KesslerGeorg Feulner

Matthias Cameran,

Timo Kessler,

Georg Feulner

Die Erde brennt

Klimakrise, Artensterben und das ökologische Handeln von Kirche und Gesellschaft

Veröffentlichung:26.10.2022

Georg Feulner (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) stellt den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erforschung des Klimawandels und dessen Folgen für Flora, Fauna und die Gesellschaft dar.

Das Video bietet einen umfassenden Einblick in die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und verbindet diese mit ethischen, gesellschaftlichen und theologischen Fragestellungen. Der Referent erläutert die Ursachen der globalen Erwärmung durch den Ausstoß von Treibhausgasen und verdeutlicht anhand zahlreicher Daten und Visualisierungen die bereits heute sichtbaren Folgen des Klimawandels. Thematisiert werden unter anderem Wetterextreme, Dürren, Überschwemmungen, Meeresspiegelanstieg, Gesundheitsrisiken und globale Ungerechtigkeiten. Darüber hinaus wird das dramatische Artensterben als zweite große ökologische Krise dargestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Frage nach Verantwortung und Handlungsoptionen. Dabei werden die Bedeutung des Pariser Klimaabkommens, die Rolle gesellschaftlicher Bewegungen wie Fridays for Future sowie die besondere Verantwortung von Kirche und Religion für Schöpfungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit hervorgehoben. Das Video verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem eindringlichen Appell zu verantwortlichem und solidarischem Handeln.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für fächerübergreifende Lernarrangements in den Fächern Religion, Ethik, Geographie, Politik und Naturwissenschaften. Es eröffnet einen anspruchsvollen Zugang zur Verbindung von Schöpfungsverantwortung, Klimagerechtigkeit und gesellschaftlicher Transformation.

Als Einstieg kann die Lehrkraft aktuelle Bilder von Extremwetterereignissen, Waldbränden, Überschwemmungen oder Klimaprotesten präsentieren. Die Lernenden formulieren zunächst ihre Wahrnehmungen und Einschätzungen zur Klimakrise. Anschließend kann die Frage diskutiert werden, warum die Klimaforschung trotz jahrzehntelanger Warnungen bislang nur begrenzte politische Veränderungen bewirken konnte.

Während der Sichtung des Videos empfiehlt sich die Arbeit mit Beobachtungsaufträgen. Die Lernenden können beispielsweise naturwissenschaftliche Fakten, ethische Argumente und politische Forderungen getrennt erfassen. Dadurch wird deutlich, dass die Klimakrise nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein gesellschaftliches, wirtschaftliches und moralisches Problem darstellt.

In einer vertiefenden Gruppenarbeit können unterschiedliche Themenfelder bearbeitet werden. Eine Gruppe untersucht die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Eine weitere analysiert die Folgen für Mensch und Umwelt. Andere Gruppen beschäftigen sich mit Klimagerechtigkeit zwischen globalem Norden und globalem Süden, mit der Verantwortung zukünftiger Generationen oder mit der Rolle von Kirche und Religion in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Die Ergebnisse können in Form einer Podiumsdiskussion oder eines Zukunftsforums präsentiert werden.

Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit theologischen Fragestellungen. Die Lernenden können biblische Schöpfungstexte, prophetische Gerechtigkeitsvorstellungen und die Idee der Bewahrung der Schöpfung mit den dargestellten Herausforderungen vergleichen. Dabei wird deutlich, dass ökologische Verantwortung ein zentrales Thema christlicher Ethik ist. Die im Video mehrfach angesprochene Enzyklika Laudato si' kann ergänzend herangezogen werden, um religiöse Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung zu vertiefen.

Methodisch bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten für handlungsorientierten Unterricht. Die Lernenden können den ökologischen Fußabdruck ihrer Schule untersuchen, Maßnahmen zur Energieeinsparung entwickeln oder Projekte zur Förderung nachhaltigen Handelns planen. Ebenso können sie diskutieren, welche Rolle individuelles Verhalten, gesellschaftliche Strukturen und politische Entscheidungen bei der Bewältigung der Klimakrise spielen. Das Video fördert dadurch Urteilsfähigkeit, Zukunftskompetenz, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement.

Darüber hinaus eignet sich das Medium zur Reflexion von Hoffnung und Verantwortung. Trotz der dramatischen Problembeschreibung macht das Video deutlich, dass Veränderungen möglich sind und dass gemeinsames Handeln eine entscheidende Rolle spielt. Damit eröffnet es Lernenden die Möglichkeit, sich nicht nur mit Krisenszenarien auseinanderzusetzen, sondern auch Perspektiven für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu entwickeln.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.3 Kirche in der Welt von heute.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 4. Schöpfungsauftrag und ökologische Verantwortung.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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