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Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Glaube & Gesellschaft im Gespräch | Universität Fribourg

Sind Evangelikale wissenschaftsfeindlich? (Furcht & Zittern 10)

Veröffentlichung:29.9.2022

Dieses Video thematisiert die wörtliche Schriftauslegung durch evangelikale Kirchen. Dies geschah als extreme Gegenbewegung zur extremen vollständigen Zerlegung und widerlegung der biblischen Texte durch eine ausufernde Exegese.

In den bisherigen Folgen von Furcht & Zittern hat sich besonders im Blick auf die Auslegung der Bibel eine Frage immer wieder gestellt: Wie steht es um das Verhältnis von Evangelikalen und der Wissenschaft?

Die dritte Folge der zweiten Staffel von Furcht und Zittern beschäftigt sich mit dem Verhältnis von christlichem Glauben, Evangelikalismus und Wissenschaft. Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen von Menschen, die innerhalb evangelikaler Gemeinschaften aufgewachsen sind und sich mit Fragen nach Wahrheit, Vernunft, Bibelverständnis und wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinandersetzen mussten. Das Video diskutiert unterschiedliche Perspektiven auf das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft und zeigt, dass die häufig angenommene Gegensätzlichkeit zwischen beiden Bereichen keineswegs selbstverständlich ist. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Entstehung der Welt, der Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse, der Rolle historisch kritischer Bibelauslegung sowie nach der Interpretation biblischer Texte. Zahlreiche Theologinnen und Theologen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie kirchliche Vertreter betonen die Bedeutung einer reflektierten Hermeneutik, die sowohl den historischen Kontext als auch die literarischen Formen biblischer Texte berücksichtigt. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Glauben, Vernunft, persönliche Erfahrung und Tradition miteinander verbunden werden können und welche Chancen in einer offenen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen liegen. Das Video zeigt, dass christlicher Glaube und wissenschaftliches Denken nicht zwangsläufig Gegensätze darstellen, sondern sich gegenseitig bereichern können.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium einen besonders geeigneten Zugang zu grundlegenden Fragen des Verhältnisses von Religion und Wissenschaft. Lernende können zunächst eigene Vorstellungen darüber entwickeln, ob Glauben und wissenschaftliches Denken miteinander vereinbar sind oder ob sie sich gegenseitig ausschließen. Die im Video vorgestellten Lebensgeschichten ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang zu Fragen von Wahrheit, Zweifel und persönlicher Orientierung. Methodisch eignet sich das Medium für kontroverse Diskussionen, strukturierte Debatten oder arbeitsteilige Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Positionen zu Schöpfung, Evolution, Bibelauslegung, Wundern und wissenschaftlicher Erkenntnis untersucht werden. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff Hermeneutik und der Frage, wie Texte verstanden und interpretiert werden können. Lernende können verschiedene Bibeltexte analysieren und überlegen, welche Bedeutung historische, poetische oder symbolische Sprachformen für das Verständnis religiöser Aussagen besitzen. Ebenso eröffnet das Video die Möglichkeit, unterschiedliche Wahrheitsbegriffe zu vergleichen und die Grenzen wissenschaftlicher sowie religiöser Erkenntnis zu reflektieren. Die Aussagen zur historisch kritischen Methode fördern die Fähigkeit, religiöse Texte differenziert wahrzunehmen und zwischen historischem Anspruch, theologischer Aussage und symbolischer Bedeutung zu unterscheiden. Darüber hinaus eignet sich das Medium für Unterrichtseinheiten zu Schöpfung, Evolution, Wahrheit, Glaube und Vernunft, religiöser Pluralität sowie zur Frage nach der Bedeutung von Religion in einer wissenschaftlich geprägten Welt. Die Lernenden werden angeregt, eigene Positionen zu entwickeln, unterschiedliche Sichtweisen wertschätzend zu diskutieren und die Komplexität religiöser und wissenschaftlicher Erkenntniswege zu verstehen.

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