Für den Religionsunterricht eignet sich der Film besonders für die Themen Schöpfungsverantwortung, Umweltethik, Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit, globale Solidarität und die Soziallehre der Kirche. Die dokumentarischen Erzählungen ermöglichen einen emotionalen Zugang, da Lernende konkrete Lebensgeschichten kennenlernen und sich mit den Erfahrungen der Betroffenen auseinandersetzen können. Methodisch bietet sich zunächst eine Arbeit mit ausgewählten Filmszenen an, in denen unterschiedliche Perspektiven vorgestellt werden. Lernende können diese Perspektiven analysieren und in Gruppen die jeweiligen Anliegen herausarbeiten. Anschließend kann die Verbindung zur Enzyklika Laudato Si’ hergestellt werden, indem zentrale Aussagen des Papstes mit den Erfahrungen der Filmprotagonisten verglichen werden. Diskussionsformate wie Podiumsgespräche, Rolleninterviews oder Zukunftswerkstätten fördern die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen nach Verantwortung, Gerechtigkeit und Handlungsmöglichkeiten. Besonders gewinnbringend ist die Verknüpfung mit aktuellen Klimadebatten und der Frage nach dem eigenen Lebensstil. Kreative Arbeitsformen wie das Verfassen eines Briefes an die Erde, an politische Entscheidungsträger oder an zukünftige Generationen greifen die Leitidee des Films auf und ermöglichen persönliche Stellungnahmen. Darüber hinaus eröffnet das Medium interreligiöse Perspektiven, da unterschiedliche religiöse Traditionen als Ressourcen für den Schutz der Schöpfung dargestellt werden. Der Film eignet sich insbesondere für die Sekundarstufe I und II und kann sowohl im Religionsunterricht als auch fächerübergreifend mit Ethik, Politik, Geographie oder Biologie eingesetzt werden.
Die vier Perspektiven der Personen können in Gruppenarbeit vergeben und präsentiert werden. Dazu können auch Textteile der Enzyklika hinzugezogen werden, um Paralellen aufzuzeigen. Die Lösungsansätze können ebenfalls herausgearbeitet werden.