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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Gerechtigkeit weltweit!

Veröffentlichung:1.1.2019

Die Unterrichtseinheit "Gerechtigkeit weltweit" mit 20 Seiten und 8 Materialien thematisiert Verteilungsgerechtigkeit durch eine Differenzierung des Gerechtigkeitsbegriffes. Dies gelingt anhand eines Tortendiagramms und einer Reihe von Beispielen aus dem globalen Süden auch bezogen auf die persönlichen Konsumgewohnheiten. Die acht einzelnen Materialien können separat oder in einer beliebigen Reihenfolge unterrichtet werden.

Das Materialheft „Global lernen: Gerechtigkeit weltweit!“ von Brot für die Welt beschäftigt sich mit unterschiedlichen Dimensionen von Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt. Das Medium thematisiert soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Menschenrechte, Solidarität und globale Verantwortung. Anhand konkreter Beispiele aus verschiedenen Ländern werden weltweite Ungleichheiten sichtbar gemacht und zugleich Möglichkeiten aufgezeigt, wie Menschen sich für mehr Gerechtigkeit einsetzen können. Die Materialien greifen aktuelle Fragen nach fairer Verteilung von Ressourcen, Verantwortung des Globalen Nordens, nachhaltigem Konsum und gesellschaftlicher Teilhabe auf. Darüber hinaus werden Perspektiven junger Menschen, internationale Beispiele solidarischen Handelns sowie biblische und theologische Zugänge zum Thema Gerechtigkeit vorgestellt. Das Heft verbindet politische Bildung, ethisches Lernen und religiöse Reflexion miteinander und eröffnet den Lernenden vielfältige Zugänge zu globalen Fragestellungen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche didaktische und methodische Möglichkeiten. Die Lernenden setzen sich intensiv mit Fragen nach Menschenwürde, Verantwortung, Solidarität und gerechtem Zusammenleben auseinander. Besonders geeignet ist das Material für problemorientierten und handlungsorientierten Unterricht. Die Praxisseiten enthalten Diskussionen, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Debatten, kreative Schreibaufgaben, Standbilder, Bildanalysen, Kartenarbeit und Projektideen. Durch Methoden wie die „Tortenfrage“ reflektieren die Lernenden unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit und diskutieren Verteilung, Leistung und Bedürfnisse. Kartenmaterial zu Klimagerechtigkeit, Ressourcenverbrauch oder Elektrizitätszugang fördert die Analyse globaler Zusammenhänge und stärkt die Urteilskompetenz. Besonders gewinnbringend für den Religionsunterricht sind die theologischen Reflexionen zu biblischer Gerechtigkeit sowie die Verbindung von christlicher Verantwortung und globalem Handeln. Die Lernenden können Bibelstellen erschließen, eigene Vorstellungen vom Reich Gottes entwickeln und konkrete Handlungsmöglichkeiten für mehr Gerechtigkeit diskutieren. Auch Perspektivwechsel spielen eine zentrale Rolle, etwa durch Statements junger Menschen aus unterschiedlichen Ländern oder durch die Beschäftigung mit Menschenrechtsverletzungen und Arbeitsbedingungen weltweit. Die Materialien fördern empathisches Lernen, demokratische Bildung und die Fähigkeit, eigene Wertvorstellungen kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig regen sie dazu an, Möglichkeiten solidarischen Handelns im Alltag zu entwickeln und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.


Der Einstieg gelingt durch eine Definition des Begriffes Gerechtigkeit. Dabei wird dieser Begriff über Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit differenziert. Persönliche Verantwortung und Handlungsoptionen werden gesammelt. In Gruppenarbeit werden Definitionen für die genannten Teilbereiche der Gerechtigkeit entwickelt. Dazu werden 4 Bildimpulse verwendet. Zu den Bildern werden Überschriften entworfen. Die entstandenen Inhalte werden zu einem Plakat verarbeitet, das auch einen Cartoon enthalten kann.

In einem zweiten Schritt wird über ein Tortendiagramm die Bedeutung der Teilbegriffe von Gerechtigkeit für die Gerechtigkeit als Ganzes untersucht. Dabei bleiben Teile der Torte frei und es wird diskutiert, welcher der Begriffe Leistungsgerechtigkeit, Bedürfnis, Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit und Besitzstands Gerechtigkeit hinzukommen sollten. In einer weiteren Torte wird priorisiert, welche dieser Begriffe für die Gerechtigkeit von besonderer Bedeutung sind und was ihr Umfang an der Gerechtigkeit wäre.

In einem weiteren Schritt werden dazu Beispiele aus Indien verwendet. 3 Meinungen indischer Bürgerrechtler werden dazu analysiert. Eine Webrecherche zu den Biografien dieser Personen und deren globale Aktivität ist möglich.

In Gruppenarbeit werden Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von globaler Gerechtigkeit ermittelt. Dabei werden Maßnahmen und verantwortliche Personen tabellarisch gesammelt. Auch die Erstellung eines kreativen Beitrags in Form von Cartoons, Liedtexten, Bildern oder Videoclips ist möglich.

Der nachfolgende Schritt diskutiert die Einschränkung des globalen Nordens, um die Ausbeutung des Südens zu vermeiden. Dazu wird ein beispielhafter Slogan diskutiert, indem die Deutschen aufgerufen werden, nur einmal in der Woche Fleisch zu essen. Dazu findet eine Podiumsdiskussion statt. In Gruppen werden Argumente erarbeitet. Dabei werden auch die Argumente von Personen aus dem globalen Süden mit einbezogen.

Anschließend wird das Wort Solidarität definiert. Persönliche Erfahrungen mit Solidarität werden im Plenum diskutiert. Wir sind stehen Standbilder zum Umgang mit Solidarität bzw. zum Fehlen davon.

Der nachfolgende Schritt diskutiert die Einschränkung des globalen Nordens um die Ausbeutung des Südens zu vermeiden. Dazu wird ein beispielhafter Slogan diskutiert indem die deutschen aufgerufen werden nur einmal in der Woche Fleisch zu essen. Dazu findet eine Podiumsdiskussion statt. In Gruppen werden Argumente erarbeitet. Dabei werden auch die Argumente von Personen aus dem globalen Süden mit einbezogen.

Anschließend wird das Wort Solidarität definiert. Persönliche Erfahrungen mit Solidarität werden im Plenum diskutiert. Wir sind stehen Standbilder zum Umgang mit Solidarität bzw. zum fehlen davon.

Ein weiterer Schritt untersucht anhand von Weltkarten den zunehmenden Ausstoß von CO2. Dabei sind die Länder, deren Ausstoß sich erhöht, auf der Weltkarte "aufgepumpt" hier zeigt sich das China und Indien wesentlich zum Ausstoß beitragen. Diese Kartendarstellung wird relativiert über eine weitere Karte, in der Menschen den Ländern ohne Elektrizität dargestellt sind. Jetzt zeigt sich das Indien und Afrika, die meisten Menschen beherbergt, die keinen Zugang zu Strom haben. Eine dritte Karte bildet auf gleiche Art den Kaffeekonsum ab. Dabei zeigt sich das der globale Norden die Produkte des globalen Südens konsumiert.

Der nächste Schritt thematisiert soziale Ausbeutung von Arbeitnehmern und Produzenten in Ländern des globalen Südens. Dabei wird der Versuch beschrieben, Ausbeutung durch einen Un-Vertrag zu stoppen. Unternehmen sollen verpflichtet werden, ihre Auslandsgeschäfte mit sozialen Standards und Umweltstandards zu betreiben. Über Webrecherche werden Fallbeispiele untersucht. In den Beispielen wird Chevron und seine Zerstörung Ecuadors durch Öl thematisiert. Ein zweites Beispiel untersucht den Brand in einer Textilfabrik in Pakistan mit vergitterten Fenstern und verschlossenen Notausgängen. Ein drittes Beispiel stellt eine Platinmine in Südamerika vor. Dort wurden dutzende von Arbeitern während eines Streiks von Polizisten erschossen.

Auch die Perspektive der Unternehmen wird beschrieben. Diese werden für globalen Wettbewerb argumentieren. Die Sicherung von Arbeitsplätzen würde es notwendig machen, wettbewerbsfähig zu sein. Soziale Standards sind dabei nebensächlich. Anhand der Logos in der persönlichen Kleidung kann deren Herkunftsort ermittelt werden. Nun kann diskutiert werden, inwiefern diese Kleidung und ihre Produktion wohl sozialen Standards entspricht. Fast alle Kleidung wird aus Ländern des Fernen Ostens stammen.

Im nachfolgenden Schritt wird der persönliche Einsatz für Gerechtigkeit behandelt. Dazu wird ein Liedtext aus YouTube mit Statements von sechs Jugendlichen besprochen. Daraus werden Gründe und Lösungsvorschläge für globale Probleme gesammelt. In Gruppenarbeit kann ein aktuelles Problem ausgewählt werden. Dazu werden Lösungsansätze und Protestformen entwickeln.

In einem abschließenden Schritt wird in einem tabellarischen Material die eigene Schule analysiert. Über zehn Fragen wird eine persönliche Einschätzung zur Gerechtigkeit, Konfliktkultur und Ökologie an der Schule festgehalten und besprochen. Dabei werden auch die bereits definierten Gerechtigkeitsbegriffe eingesetzt.



Material:

M1 Dimensionen von Gerechtigkeit

M2  „Die Tortenfrage“

M3 Perspektiven aus Indien

M4 Solidarität konkret

M5 Gerechte Welt

M6 GeRECHT? Der UN-Treaty

M7 Jugendliche für Gerechtigkeit

M8 Wie gerecht ist unsere Schule?

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 4. Schöpfungsauftrag und ökologische Verantwortung.

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

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