Der Einstieg gelingt durch eine Definition des Begriffes Gerechtigkeit. Dabei wird dieser Begriff über Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit differenziert. Persönliche Verantwortung und Handlungsoptionen werden gesammelt. In Gruppenarbeit werden Definitionen für die genannten Teilbereiche der Gerechtigkeit entwickelt. Dazu werden 4 Bildimpulse verwendet. Zu den Bildern werden Überschriften entworfen. Die entstandenen Inhalte werden zu einem Plakat verarbeitet, das auch einen Cartoon enthalten kann.
In einem zweiten Schritt wird über ein Tortendiagramm die Bedeutung der Teilbegriffe von Gerechtigkeit für die Gerechtigkeit als Ganzes untersucht. Dabei bleiben Teile der Torte frei und es wird diskutiert, welcher der Begriffe Leistungsgerechtigkeit, Bedürfnis, Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit und Besitzstands Gerechtigkeit hinzukommen sollten. In einer weiteren Torte wird priorisiert, welche dieser Begriffe für die Gerechtigkeit von besonderer Bedeutung sind und was ihr Umfang an der Gerechtigkeit wäre.
In einem weiteren Schritt werden dazu Beispiele aus Indien verwendet. 3 Meinungen indischer Bürgerrechtler werden dazu analysiert. Eine Webrecherche zu den Biografien dieser Personen und deren globale Aktivität ist möglich.
In Gruppenarbeit werden Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von globaler Gerechtigkeit ermittelt. Dabei werden Maßnahmen und verantwortliche Personen tabellarisch gesammelt. Auch die Erstellung eines kreativen Beitrags in Form von Cartoons, Liedtexten, Bildern oder Videoclips ist möglich.
Der nachfolgende Schritt diskutiert die Einschränkung des globalen Nordens, um die Ausbeutung des Südens zu vermeiden. Dazu wird ein beispielhafter Slogan diskutiert, indem die Deutschen aufgerufen werden, nur einmal in der Woche Fleisch zu essen. Dazu findet eine Podiumsdiskussion statt. In Gruppen werden Argumente erarbeitet. Dabei werden auch die Argumente von Personen aus dem globalen Süden mit einbezogen.
Anschließend wird das Wort Solidarität definiert. Persönliche Erfahrungen mit Solidarität werden im Plenum diskutiert. Wir sind stehen Standbilder zum Umgang mit Solidarität bzw. zum Fehlen davon.
Der nachfolgende Schritt diskutiert die Einschränkung des globalen Nordens um die Ausbeutung des Südens zu vermeiden. Dazu wird ein beispielhafter Slogan diskutiert indem die deutschen aufgerufen werden nur einmal in der Woche Fleisch zu essen. Dazu findet eine Podiumsdiskussion statt. In Gruppen werden Argumente erarbeitet. Dabei werden auch die Argumente von Personen aus dem globalen Süden mit einbezogen.
Anschließend wird das Wort Solidarität definiert. Persönliche Erfahrungen mit Solidarität werden im Plenum diskutiert. Wir sind stehen Standbilder zum Umgang mit Solidarität bzw. zum fehlen davon.
Ein weiterer Schritt untersucht anhand von Weltkarten den zunehmenden Ausstoß von CO2. Dabei sind die Länder, deren Ausstoß sich erhöht, auf der Weltkarte "aufgepumpt" hier zeigt sich das China und Indien wesentlich zum Ausstoß beitragen. Diese Kartendarstellung wird relativiert über eine weitere Karte, in der Menschen den Ländern ohne Elektrizität dargestellt sind. Jetzt zeigt sich das Indien und Afrika, die meisten Menschen beherbergt, die keinen Zugang zu Strom haben. Eine dritte Karte bildet auf gleiche Art den Kaffeekonsum ab. Dabei zeigt sich das der globale Norden die Produkte des globalen Südens konsumiert.
Der nächste Schritt thematisiert soziale Ausbeutung von Arbeitnehmern und Produzenten in Ländern des globalen Südens. Dabei wird der Versuch beschrieben, Ausbeutung durch einen Un-Vertrag zu stoppen. Unternehmen sollen verpflichtet werden, ihre Auslandsgeschäfte mit sozialen Standards und Umweltstandards zu betreiben. Über Webrecherche werden Fallbeispiele untersucht. In den Beispielen wird Chevron und seine Zerstörung Ecuadors durch Öl thematisiert. Ein zweites Beispiel untersucht den Brand in einer Textilfabrik in Pakistan mit vergitterten Fenstern und verschlossenen Notausgängen. Ein drittes Beispiel stellt eine Platinmine in Südamerika vor. Dort wurden dutzende von Arbeitern während eines Streiks von Polizisten erschossen.
Auch die Perspektive der Unternehmen wird beschrieben. Diese werden für globalen Wettbewerb argumentieren. Die Sicherung von Arbeitsplätzen würde es notwendig machen, wettbewerbsfähig zu sein. Soziale Standards sind dabei nebensächlich. Anhand der Logos in der persönlichen Kleidung kann deren Herkunftsort ermittelt werden. Nun kann diskutiert werden, inwiefern diese Kleidung und ihre Produktion wohl sozialen Standards entspricht. Fast alle Kleidung wird aus Ländern des Fernen Ostens stammen.
Im nachfolgenden Schritt wird der persönliche Einsatz für Gerechtigkeit behandelt. Dazu wird ein Liedtext aus YouTube mit Statements von sechs Jugendlichen besprochen. Daraus werden Gründe und Lösungsvorschläge für globale Probleme gesammelt. In Gruppenarbeit kann ein aktuelles Problem ausgewählt werden. Dazu werden Lösungsansätze und Protestformen entwickeln.
In einem abschließenden Schritt wird in einem tabellarischen Material die eigene Schule analysiert. Über zehn Fragen wird eine persönliche Einschätzung zur Gerechtigkeit, Konfliktkultur und Ökologie an der Schule festgehalten und besprochen. Dabei werden auch die bereits definierten Gerechtigkeitsbegriffe eingesetzt.