Was ist eigentlich gerecht? Und wer entscheidet darüber? Welche Rolle spielen mein individuelles Empfinden und das Gemeinwohl? Pfarrer Christian Olding glaubt, dass Gottes Handeln uns allen Vorbild in Gerechtigkeitsfragen sein kann.
Was ist eigentlich in welcher Situation gerecht? Ist es gerecht, wenn ich entsprechend meiner Leistungen und Verantwortungen entlohnt werde? Intuitiv würden die meisten wohl ja sagen. Spätestens allerdings, wenn es um die Gehälter und Boni von Vorstandsvorsitzenden geht, lässt sich trefflich streiten. Was also ist Gerechtigkeit?
Das Medium beschäftigt sich mit der Frage nach Gerechtigkeit und zeigt unterschiedliche Vorstellungen davon, was Menschen als gerecht empfinden. Ausgangspunkt ist die alltägliche Erfahrung, dass Gerechtigkeit oft mit Leistung, Lohn und Verteilung verbunden wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich über Fragen von Reichtum, Verantwortung und sozialer Ungleichheit intensiv streiten lässt. Das Medium stellt diesem verbreiteten Verständnis das biblische Verständnis von Gerechtigkeit gegenüber. Dabei wird betont, dass Gerechtigkeit in der Bibel nicht allein durch Rechnen, Vergleichen oder Abwägen entsteht, sondern aus einer Beziehung heraus verstanden wird. Gottes Handeln gegenüber den Menschen wird als Grundlage für ein solidarisches und verantwortungsvolles Miteinander beschrieben. Besonders das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg verdeutlicht, dass biblische Gerechtigkeit darauf zielt, dass jeder Mensch das erhält, was er zum Leben braucht. Das Medium lädt dazu ein, über soziale Verantwortung, Solidarität und das Zusammenleben in Gemeinschaft nachzudenken.