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Urteil und Dilemma

Veröffentlichung:1.4.2007

Die Unterrichtssequenz "Urteil und Dilemma" mit zehn Seiten thematisiert den Vorgang der Urteilsbildung am Beispiel persönlicher Entscheidungen, Dilemma Geschichten und eines Sorgerechtsstreits. Dabei werden in sechs kurzen Quellen Inhalte für die Urteilsfindung vorgestellt. Diese werden in Gruppenarbeit arbeitet und es wird ein Urteil gefällt und begründet. Dabei werden die Quellen durch die Gruppen unterschiedlich stark gewichtet werden.

Das Themenheft „Urteil und Dilemma“ der Bundeszentrale für politische Bildung beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Urteile bilden und wie sie in moralischen Konfliktsituationen Entscheidungen treffen. Das Material verbindet politische Bildung mit ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie moralische Dilemmata, Werteabwägungen, Verantwortung und demokratische Urteilsfähigkeit. Die Lernenden setzen sich mit alltäglichen Entscheidungssituationen ebenso auseinander wie mit politischen und gesellschaftlichen Konflikten. Dabei werden Beispiele aus dem Lebensalltag, moralische Zwickmühlen und politische Entscheidungssituationen genutzt, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Das Material greift unter anderem Fragen nach Freiheit, Verantwortung, Kindeswohl, Elternrecht und demokratischer Entscheidungsfindung auf. Besonders deutlich wird, dass viele Entscheidungen nicht eindeutig richtig oder falsch sind, sondern unterschiedliche Werte miteinander konkurrieren.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II sowie für Ethik, Politik oder Philosophie. Die Materialien fördern die Fähigkeit der Lernenden, eigene Urteile zu entwickeln, Argumente abzuwägen und andere Sichtweisen zu respektieren. Methodisch arbeitet das Heft stark mit Diskussionen, Dilemma Situationen, Gruppenarbeit und Reflexionsprozessen. Die Lernenden analysieren zunächst Einflüsse auf das eigene Urteilen und erkennen, dass Entscheidungen häufig von Familie, Medien, Erfahrungen oder gesellschaftlichen Erwartungen geprägt werden. Anschließend werden politische und moralische Konfliktsituationen bearbeitet, in denen keine einfache Lösung möglich ist. Besonders wertvoll ist die Arbeit mit Dilemma Diskussionen nach Lawrence Kohlberg. Hier steht weniger die richtige Lösung im Mittelpunkt als vielmehr die Begründung der eigenen Entscheidung. Die Materialien fördern dadurch ethische Urteilsfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Gesprächskultur. Durch Rollenspiele, Diskussionen, Abstimmungen und Schreibaufgaben lernen die Lernenden, ihre Positionen argumentativ zu vertreten und unterschiedliche Wertvorstellungen auszuhalten. Ebenso bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht, etwa zu Fragen von Gewissen, Verantwortung, Gerechtigkeit und Menschenwürde. Die Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Verantwortung ermöglicht eine Verbindung zu christlicher Ethik und gesellschaftlichem Handeln. Besonders hervorzuheben ist die Orientierung am Beutelsbacher Konsens, der kontroverse Diskussionen, Schülerorientierung und die Vermeidung von Indoktrination betont. Dadurch unterstützt das Material eine offene und reflektierte Lernkultur.

In einem ersten Schritt für die Shell Studie herangezogen, um die Beeinflussung Jugendlicher bei ihrer Urteilsfindung durch externe Faktoren zu untersuchen. In einem zweiten Schritt mit dem Prozess eines gerichtlichen Urteils anhand einer Grafik erarbeitet. In einem dritten Schritt wird dieser Vorgang in Gruppenarbeit auf ein Beispiel zum Sorgerecht angewendet.

Ein nachfolgender Schritt enthält ein tabellarisches Material zur Beeinflussung eigene Entscheidungen über externe Faktoren. Unter anderem werden die Berufswahl, der Alkoholkonsum, Partnerwahl und Kleidungsstil von Freunden, Eltern, aber auch Religion und weiteren Faktoren beeinflusst. Diese Tabelle wird in Einzelarbeit ausgefüllt und dann im Plenum oder in Gruppen diskutiert. Ein weiterer Schritt untersucht diese Beeinflussung auf Amtsträger Anhand einer Karikatur. Im nächsten Schritt werden notwendige Faktoren für eine Urteilsbildung untersucht. Dazu gehören das Sammeln und Auswerten von Informationen, das Abschätzen von Folgen sowie das Festlegen von Prioritäten.

Dieser Vorgang wird an einem weiteren Beispiel zu einem persönlichen Erbe angewendet. Dabei werden Vorteile und Nachteile der verschiedenen Formen von Investment von Sparbuch bis hin zu neuer Kleidung hinein tabellarisches Material eingetragen. Ein weiterer Schritt enthält ein Beispiel aus der Politik. Einsparungen von 75 Millionen werden auch fünf Felder von Schulen über ein Schwimmbad und zukunftsorientierter Wirtschaftshilfe bis hin zum Nahverkehr und sozial Programmen verteilt. Dieser Vorgang kann in Gruppenarbeit erfolgen. In einem abschließenden Schritt sind zwei Dilemma Geschichten enthalten. Dabei wird multiperspektivisch aus Sicht von Eltern, Kindern, Sozialarbeitern und Familiengericht zu Kindeswohl und Elternrecht argumentiert. Dies erfolgt in vier Schritten. Spontane Äußerungen, Gruppenarbeit, Diskussion im Plenum und persönliche Meinung z. B. über einen Leserbrief. Hierdurch wird die bereits in der vorherigen Arbeit getroffene Entscheidung zum Sorgerecht erneut aufgegriffen und tiefer reflektiert. Die Ergebnisse können auch mit den ersten Ergebnissen verglichen werden. Anhand dieses Vergleichs zeigt sich der Lerneffekt einer verbesserten Urteilsfindung durch die über die verschiedenen schritte erlernten Struktur hierfür.

Material:

M1 Fakten: Wem vertraut die Jugend?

M2 Der Prozess der Urteilsbildung

M3 Hintergrundinformationen zur Materialanalyse

M4 Materialien für die Bearbeitung der Aufgabe 3b

M5 Was beeinflusst unser Urteilen?

M6 Auch Politiker sehen sich zahlreichenden Einflüssen ausgesetzt.

M7 Was brauche ich zum Urteilen?

M8 Was soll eingespart werden?

M9 Moralische Zwickmühlen

Methoden:

Gesetzanalyse

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.4 Herausforderungen für Kirche und Ethik durch neue Erkenntnisse in Biologie und Medizin.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

Text

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20.7.2022

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Sequenz

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

schwer

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