Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Einsatz in den Themenbereichen „Weltreligionen“, „Mythen und Weltbilder“, „Mensch und Natur“, „Schöpfung“, „Leben und Tod“ sowie „Religiöse Ausdrucksformen“. Die Bilder laden zu einem niederschwelligen Zugang ein und fördern insbesondere visuelles Lernen. Lernende können zunächst einzelne Zeichnungen beschreiben und ihre Wirkung auf sich selbst reflektieren. Anschließend bietet sich eine gemeinsame Erarbeitung zentraler Begriffe wie Harmonie, Chaos, Gemeinschaft oder Naturverbundenheit an. Besonders gewinnbringend ist ein Vergleich mit biblischen Schöpfungsvorstellungen oder dualistischen Weltbildern anderer Religionen. Die Darstellung der Natur als beseelt eröffnet zudem Anknüpfungspunkte für ethische Fragestellungen zu Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Verantwortung für die Schöpfung. Methodisch können Bildanalysen, Gruppenarbeiten, kreative Schreibaufgaben, Standbilder oder die Gestaltung eigener Mythen eingesetzt werden. Ebenso eignet sich das Material für interkulturelles Lernen, da Lernende Einblicke in eine ihnen meist unbekannte Lebens- und Glaubenswelt erhalten und eigene kulturelle Prägungen reflektieren können. Durch die Verbindung von Text und Kinderzeichnungen ist das Medium auch für heterogene Lerngruppen sowie inklusiven Unterricht gut einsetzbar. Möglich sind außerdem fächerübergreifende Zugänge mit Kunst, Geografie oder Ethik.
Der Einstieg gelingt über eine erste Bildanalyse. Dabei geht es um ein Land in Südamerika, das genug Lebensmittel für alle hat. Die Menschen sehen glücklich aus. Zudem werden Fragen über den Hintergrund des Bildes gestellt. Vermutung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschen im Bild werden formuliert. Aber es ist wahrscheinlich, dass die Menschen nicht immer genug zu essen hatten. Anteil der Berge sind bewaldet, vielleicht wurden sie wieder aufgeforstet. Vielleicht hatten die Menschen nicht immer genug Kleidung anzuziehen und Häuser zum Schlafen.