Der Einstieg gelingt über eine Selbstreflexion zu persönlichen Dingen, für die man brennt. An Material stellt dafür eine Zeichnung einer Flamme zur Verfügung. In diese wird ein Wortfeld mit Assoziationen zum persönlichen Einsatz im Alltag und in der Freizeit eingezeichnet. In einem weiteren Schritt werden Zitate der Bibel zum Symbol brennen und Feuer ausgewertet. Die Zitate sind im Material enthalten.
Anhand dieser Zitate wird im Plenum oder in Gruppenarbeit diskutiert, wie das Brennen des Extremismus konstruktiv genutzt werden kann. Diese große Menge Energie kann zerstören, jedoch auch erschaffen.
In einem abschließenden Schritt wird die Erzählung vom brennenden Dornbusch thematisiert. Dies kann über einen Boden Legebild geschehen. Der Aufwand dieser Methode kann durch eine Fantasiereise oder ein einfaches Vorlesen, der in Material enthalten, in Inhalte ersetzt werden.
Das Feuer der Ideen und der Wünsche brennt in Menschen und verbrennt sie doch nicht. Beim fundamentalistischen Extremismus in Religionen jedoch verbrennt der Extremist vor Hass. Während er sich selbst zerstört, zerstört er auch seine Umgebung.
Beim Brennen in Form des Heiligen Geistes an Pfingsten hingegen brennt der Mensch vor Liebe. Er will seine Umwelt verbessern. Er er will helfen und teilhaben am Leben der Menschen, anstatt es zu beherrschen und zu zerstören. Die symbolisiert auch der brennende Dornbusch, der die Macht Gottes enthält und dabei doch nicht durch sie zerstört wird.
Didaktisch eignet sich das Medium besonders für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht in der Sekundarstufe I, da emotionale, ethische und religiöse Lernprozesse miteinander verbunden werden. Die Unterrichtsidee knüpft an die Lebenswelt der Lernenden an und eröffnet einen geschützten Raum für Selbstreflexion und Perspektivwechsel. Methodisch arbeitet das Material handlungsorientiert und differenzsensibel. Durch Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Bodenbilder, kreative Gestaltung und Theologisieren werden unterschiedliche Lernzugänge ermöglicht. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von Symbolarbeit mit dem Feuerbild und theologischer Deutung. Die Lernenden reflektieren zunächst eigene Leidenschaften und diskutieren anschließend deren mögliche Gefahren. Dadurch entsteht ein Zugang zum Thema Extremismus, der nicht moralisierend wirkt, sondern zur kritischen Selbstprüfung anregt. Die Feuertexte aus der Bibel ermöglichen eine vertiefende religiöse Perspektive auf Feuer als Zeichen von Orientierung, Gefahr, Reinigung und göttlicher Gegenwart. Die Erzählung vom brennenden Dornbusch eröffnet zudem einen spirituellen Zugang und fördert theologisches Nachdenken über Heiligkeit, Verantwortung und respektvollen Umgang miteinander. Besonders geeignet ist das Medium für projektorientierte Unterrichtsphasen, Unterrichtseinheiten zu Frieden, Gewaltprävention, Identität, Verantwortung und interreligiösem Lernen. Auch inklusive Lerngruppen profitieren von den offenen und kreativen Aufgabenformaten.