Der Einstieg gelingt über eine Definition der drei bedeutenden Formen des Buddhismus aus Textmaterialien. Im nächsten Schritt werden diese Formen in einem Kartenmaterial verortet. Anschließend werden in Webrecherche Buddhismus und Schintoismus verglichen. Der nachfolgende Schritt wird über eine Malaufgabe der Versuch der Selbstversenkung in eine Aufgabe gemacht. Auch der Buddhismus nutzt meditatives Schreiben und Malen dazu. Die gemachten Erfahrungen bei der vollständigen Konzentration werden im Plenum besprochen.
In einem weiteren Schritt wird Buddhismus in seiner sozialen Dimension der Nächstenliebe untersucht. Dazu entsteht ein Brief an eine buddhistische Persönlichkeit. Abschließend wird die Unterdrückung des tibetischen Buddhismus in China thematisiert. Das kommunistische China sieht darin ideologisch eine Verführung des Volkes und eine separatistische Bestrebung. China versucht die Erinnerung an ein selbstständiges Tibet auszulöschen.
Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenbereiche Weltreligionen, Buddhismus, Meditation, Spiritualität und interreligiöses Lernen. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, die Vielfalt buddhistischer Traditionen kennenzulernen und unterschiedliche religiöse Wege zur Sinnsuche und Lebensgestaltung zu vergleichen. Didaktisch empfiehlt sich ein lebensweltlicher Einstieg über Fragen nach innerer Ruhe, Glück, Achtsamkeit oder gesellschaftlicher Verantwortung. Anschließend können die verschiedenen buddhistischen Richtungen arbeitsteilig erschlossen und in Form von Plakaten, Mindmaps oder Präsentationen vorgestellt werden. Besonders geeignet sind kreative und handlungsorientierte Methoden wie die im Material vorgeschlagene Zen Übung zum Zeichnen eines Kreises oder kurze Meditationseinheiten, um buddhistische Spiritualität erfahrbar zu machen. Ebenso bietet sich ein Vergleich zwischen buddhistischen und christlichen Vorstellungen von Erlösung, Mitgefühl oder Frieden an. Die im Material enthaltenen Aufgaben zur Recherche über Tibet, Zen Buddhismus oder sozial engagierte Buddhistinnen und Buddhisten fördern eigenständiges Lernen sowie interkulturelle Kompetenz. Lehrkräfte sollten darauf achten, buddhistische Traditionen differenziert darzustellen und stereotype Vereinfachungen zu vermeiden. Das Material stärkt insbesondere Perspektivwechsel, Reflexionsfähigkeit, interreligiöses Lernen und die Fähigkeit, religiöse Weltdeutungen wertschätzend wahrzunehmen. Durch die Verbindung religiöser, gesellschaftlicher und philosophischer Fragestellungen eignet sich das Medium zudem sehr gut für fächerübergreifendes Arbeiten mit Ethik, Philosophie oder Geografie.