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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Tilmann Moser: Gottesvergiftung

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Tilmann Moser: Gottesvergiftung" mit zwei Stunden untersucht das negative Gottesbild des Atheismus, der aus eigener Erfahrung entsteht. Auch das eigene Gottesbild wird reflektiert.

Das Materialblatt „Gottesvergiftung“ von Tilmann Moser setzt sich intensiv mit verletzenden religiösen Erfahrungen und problematischen Gottesbildern auseinander. Im Zentrum steht ein autobiografisch geprägter Textauszug aus Mosers Werk „Gottesvergiftung“, in dem der Autor seine Kindheitserfahrungen mit einem angstbesetzten und strafenden Gottesbild beschreibt. Der Text schildert eindringlich, wie religiöse Erziehung, Schuldgefühle, Angst vor Verdammnis und das Streben nach göttlicher Anerkennung das Selbstbild und die psychische Entwicklung eines Menschen prägen können. Tilmann Moser beschreibt Gott dabei als eine innere Macht, die nicht befreit, sondern belastet und krank macht. Das Material fordert die Lernenden dazu auf, sich mit der Entstehung von Gottesbildern auseinanderzusetzen und kritisch zu reflektieren, welche Auswirkungen Religion und religiöse Erziehung auf das eigene Leben haben können.

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Didaktisch eignet sich das Material besonders für die Oberstufe im Religions- und Ethikunterricht innerhalb der Themenfelder Gottesbilder, Religionskritik, Psychoanalyse und religiöse Sozialisation. Der sehr persönliche und emotional dichte Text eröffnet einen subjektorientierten Zugang und ermöglicht intensive Gespräche über Angst, Schuld, religiöse Prägung und befreiende oder belastende Gottesvorstellungen. Methodisch empfiehlt sich eine behutsame und sensible Einführung, da die Thematik persönliche Erfahrungen der Lernenden berühren kann. Sinnvoll ist zunächst eine gemeinsame Erschließung zentraler Textstellen, um sprachliche Bilder und emotionale Aussagen zu verstehen. Anschließend können die Lernenden in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit die beschriebenen Gottesbilder analysieren und deren Auswirkungen auf das Selbstverständnis des Menschen reflektieren. Besonders geeignet sind Methoden wie Schreibgespräch, philosophisches Gespräch, Textarbeit mit Markierungen oder kreative Reflexionsformen wie das Gestalten eigener Gottesbilder in Symbolen, Farben oder Texten. Das Material bietet zudem eine wertvolle Gelegenheit, zwischen destruktiven und befreienden Gottesbildern zu unterscheiden und theologische Gegenperspektiven zu entwickeln. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass religiöser Glaube nicht zwangsläufig Angst und Abhängigkeit erzeugen muss, sondern auch Hoffnung, Freiheit und Selbstannahme fördern kann. Lehrkräfte sollten dabei auf eine wertschätzende Gesprächskultur achten und unterschiedliche religiöse oder nichtreligiöse Erfahrungen respektvoll aufnehmen. Das Material eignet sich außerdem hervorragend für interdisziplinäres Lernen mit Psychologie, Philosophie oder Deutsch und fördert die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Sprache, persönliche Erfahrungen und psychologische Deutungen miteinander in Beziehung zu setzen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wie sich Gottesbilder und Gottesvorstellungen im Verlauf der Lebensgeschichte wandeln
  • Was den Glauben an Gott in Frage stellt: Naturalismus Theodizee

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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