RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Atheismus. Freud und Carnap

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Atheismus. Freud und Carnap" mit drei Seiten stellt Freuds Konzept der Religion als Krankheit vor. Rudolf Carnap stellt Religion als sinnlos heraus. Dazu sind sieben Fragen im Material enthalten.

Das Materialblatt „Atheismus. Freud und Carnap“ behandelt zwei unterschiedliche Formen moderner Religionskritik und führt in zentrale atheistische Denkansätze des 20. Jahrhunderts ein. Im ersten Teil wird die psychoanalytische Religionskritik Sigmund Freuds vorgestellt, der Religion als Ausdruck menschlicher Angst, Hilflosigkeit und als „universelle Zwangsneurose“ deutet. Der Glaube an Gott erscheint bei Freud als Projektion eines schützenden Vaterbildes, das aus frühkindlichen Erfahrungen hervorgeht. Im zweiten Teil thematisiert das Material die sprachphilosophische Religionskritik Rudolf Carnaps. Dieser vertritt die Auffassung, dass Aussagen über Gott keine überprüfbare Bedeutung besitzen und deshalb als „Scheinsätze“ gelten müssen. Das Material verbindet philosophische und psychologische Perspektiven auf Religion und fordert die Lernenden dazu auf, sich kritisch mit unterschiedlichen Formen der Religionskritik auseinanderzusetzen.

Products

Didaktisch eignet sich das Material besonders für die Oberstufe im Religions- und Ethikunterricht innerhalb der Themenbereiche Religionskritik, Gottesfrage, Anthropologie und moderne Weltanschauungen. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge zu Religion kennenzulernen und kritisch zu reflektieren. Methodisch empfiehlt sich eine schrittweise Erarbeitung der beiden Positionen, da sowohl psychoanalytische als auch sprachphilosophische Argumentationen für Lernende anspruchsvoll sein können. Hilfreich ist zunächst eine Einführung in Freuds Menschenbild und die Grundideen der Psychoanalyse sowie in die Grundlagen analytischer Sprachphilosophie. Die Arbeitsaufträge fördern sowohl reproduktive als auch reflexive Kompetenzen und regen dazu an, die vorgestellten Positionen kritisch zu hinterfragen. Besonders gewinnbringend sind Diskussionen über die Frage, ob religiöser Glaube tatsächlich nur Ausdruck menschlicher Bedürfnisse oder sprachlicher Konstruktionen ist. Die Lernenden können dabei eigene Gottesbilder reflektieren und zwischen unterschiedlichen Formen religiöser Sprache unterscheiden. Das Material eignet sich zudem hervorragend für kooperative Lernformen wie Partnerarbeit, Gruppenpuzzle oder Debattenformate. Auch ein Vergleich zwischen Freuds Religionskritik und theologischen Antworten auf menschliche Sehnsucht, Angst und Hoffnung bietet sich an. Durch die Verbindung von Philosophie, Psychologie und Religion eröffnet das Material vielfältige Möglichkeiten für interdisziplinäres Lernen und fördert die Fähigkeit der Lernenden, komplexe weltanschauliche Positionen differenziert zu beurteilen.


In einem ersten Schritt wird Freuds Konzept erarbeitet. Freud stellt Religion als Illusion eines hilfsbedürftigen einsamen Kindes dar. Sobald der Erwachsene diesen Zustand verlässt, wird Religion unnötig, so argumentiert Freud. In einer weiteren Fragestellung wird für die Vernünftigkeit christlicher Ansichten argumentiert. Dabei werden soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Zudem brauchen auch Erwachsene emotionale Stärkung und einen Weg, mit Verlust, Einsamkeit und Tod umzugehen.

Nach demselben Vorgang für Carnaps Ansatz werden beide über zwei Fragestellungen verglichen. Dabei wird der Unterschied zwischen dogmatischem und nicht dogmatischem Atheismus herausgestellt.

Material:

1 Sigmund Freud – Religion ist eine Krankheit

2 Rudolf Carnap – Religiöse Sätze sind sinnlos

Methoden:

Steckbrief

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Was den Glauben an Gott in Frage stellt: Naturalismus Theodizee

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.