Für den Religionsunterricht eignet sich die Unterrichtsstunde besonders zur Friedensbildung und zur Förderung ethischer Urteilsfähigkeit. Die Lernenden setzen sich mit unterschiedlichen Positionen auseinander und lernen, komplexe politische und moralische Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das Rollenspiel ermöglicht einen handlungsorientierten Zugang zum Thema Frieden und Gewalt und fördert zugleich Kommunikationsfähigkeit, Argumentationskompetenz und Perspektivübernahme. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine gemeinsame Einführung in die Grundlagen deutscher Rüstungsexportpolitik sowie die Bedeutung von Menschenrechten, Frieden und internationaler Verantwortung. Anschließend arbeiten sich die Lernenden in ihre Rollen ein und entwickeln Argumentationsstrategien. Besonders sinnvoll ist eine intensive Vorbereitungsphase, in der die Rollen analysiert, zentrale Werte herausgearbeitet und mögliche Konfliktlinien sichtbar gemacht werden. Während der Diskussion übernimmt eine Moderationsgruppe die Leitung des Forums und achtet auf Gesprächsregeln sowie faire Beteiligung aller Gruppen. Im Anschluss sollte ausreichend Zeit für die Reflexion außerhalb der Rollen eingeplant werden. Dabei können Fragen nach Verantwortung, Gewalt, Sicherheit und christlicher Friedensethik vertieft werden. Das Medium eignet sich besonders, um biblische Friedensvorstellungen, die Bedeutung der Menschenwürde sowie Fragen nach Gerechtigkeit und Gewaltverzicht zu thematisieren. Auch aktuelle politische Debatten über Waffenlieferungen und internationale Konflikte können aufgegriffen werden. Die Arbeit mit dem Rollenspiel fördert demokratisches Lernen, Empathie und die Fähigkeit, unterschiedliche Positionen kritisch zu reflektieren. Aufgrund der Komplexität des Themas eignet sich das Medium besonders für ältere Lernende der Sekundarstufe und für fächerübergreifenden Unterricht mit Politik oder Geschichte.
Der Einstieg erfolgt über ein Video zur Rüstungspolitik. Das Video ist im dropdown Menü eingebettete Medien auf dieser Seite zu finden.
Dann erfolgt die Vorbereitung des Rollenspiels. Die Teilnehmer vertreten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, eine Friedensinitiative, Mitarbeiter von Rüstungsunternehmen, der Bundestagsfraktion der Grünen, Wissenschaftler, Mitarbeiter der Kirche.