Didaktisch bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten für einen handlungsorientierten und subjektbezogenen Unterricht. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von sprachlichem Lernen mit Persönlichkeitsbildung und gesellschaftlichem Lernen. Lernende werden dazu angeregt, eigene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Einstellungen einzubringen und mit gesellschaftlichen Fragestellungen zu verknüpfen. Die Materialien eignen sich insbesondere für projektorientierten Unterricht, für fächerübergreifende Themenwochen sowie für den Religionsunterricht und Ethikunterricht, da Fragen nach Würde, Anerkennung, Vielfalt, Menschenrechten und Verantwortung zentral behandelt werden. Methodisch arbeitet das Material mit Gruppenarbeit, Partnerarbeit, kreativen Schreibanlässen, Bildimpulsen, Diskussionen, Rollenarbeit und digitalen Austauschformaten. Besonders gelungen ist die offene Struktur des Heftes, die es ermöglicht, einzelne Themen flexibel auszuwählen und an die Lerngruppe anzupassen. Lehrkräfte erhalten konkrete Unterrichtsverläufe mit Zeitangaben, Zielbeschreibungen und methodischen Tipps. Gleichzeitig eröffnet das Material Räume für sensible Gespräche über Identität, Ausgrenzung und Toleranz. Für den Religionsunterricht bietet sich insbesondere die Möglichkeit, Fragen nach dem Menschenbild, nach Nächstenliebe, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe mit aktuellen Lebenswirklichkeiten von Jugendlichen zu verbinden. Durch die Verbindung von historischen Beispielen und persönlicher Reflexion wird nachhaltiges Lernen gefördert. Die Materialien stärken Empathie, Perspektivwechsel und demokratische Handlungskompetenz und unterstützen Lernende darin, Vielfalt als gesellschaftliche Realität wahrzunehmen und respektvoll mit unterschiedlichen Lebensformen umzugehen.
Die Handreichung „Identität und Diversität im DaF Unterricht“ enthält zahlreiche Materialien und Unterrichtsbausteine, die unterschiedliche Aspekte von Identität, Vielfalt, Diskriminierung, Protest und gesellschaftlicher Veränderung behandeln. Die Materialien sind methodisch abwechslungsreich gestaltet und verbinden Sprachlernen mit persönlicher Reflexion und gesellschaftlichem Lernen.
Aha!
Die Lernenden beschäftigen sich mit sogenannten Aha Momenten. Sie beschreiben eigene prägende Erfahrungen und setzen sich mit dem Erlebnis der Verfasserin beziehungsweise des Verfassers von qp auseinander. Dabei reflektieren sie persönliche Erkenntnisse und lernen neue deutsche Begriffe rund um Erfahrungen, Gefühle und Erkenntnisse kennen. Im Unterricht werden Bilder betrachtet, Gespräche geführt und kleine Präsentationen gestaltet.
Mein qp
Die Lernenden lernen Aufbau und Themen des Heftes qp kennen. Sie erschließen die Einleitung, formulieren Hypothesen zum Inhalt und sprechen über Themen, die sie besonders interessieren. Dabei üben sie globales und selektives Lesen sowie den Umgang mit Bildimpulsen und Schlüsselwörtern.
Stationen der Queer Geschichte
Die Lernenden erarbeiten wichtige Stationen der Geschichte queerer Bewegungen in Deutschland. Sie recherchieren historische Ereignisse, ordnen Texte und Bilder zeitlich ein und vergleichen Entwicklungen mit dem eigenen Land. Im Unterricht entstehen Zeitachsen und Glossare.
Gegen das Vergessen!
Die Lernenden setzen sich mit Erinnerungskultur auseinander. Sie beschäftigen sich mit der Verfolgung homosexueller Menschen im Nationalsozialismus und gestalten eigene Erinnerungszeichen. Außerdem diskutieren sie die Bedeutung von Gedenken und historischer Verantwortung.
Hashtag mein Mahnmal
Die Lernenden entwerfen eigene Mahnmale gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Ergebnisse werden präsentiert und können digital veröffentlicht werden. Kreative Gestaltung und gesellschaftliche Reflexion stehen im Mittelpunkt.
Könnten Männer … / Müssten Männer … / Würden Männer …
Die Lernenden untersuchen Geschlechterrollen und Machtverhältnisse. Durch Gedankenspiele und Diskussionen reflektieren sie gesellschaftliche Erwartungen an Männer und Frauen und entwickeln alternative Perspektiven.
Nori
Die Lernenden setzen sich mit dem Thema Geschlechtsidentität auseinander. Sie gestalten Collagen zur eigenen Identität, analysieren Filmausschnitte und sprechen über den Unterschied zwischen Rollenbildern und persönlichem Sein.
Typisch Junge – typisch Mädchen?
Die Lernenden reflektieren Geschlechterstereotype. Sie ordnen Bildern Begriffe zu, diskutieren Vorurteile und beschäftigen sich mit geschlechtsneutralen Vornamen. Ziel ist die Sensibilisierung für stereotype Zuschreibungen.
Noris Brief
Die Lernenden schreiben aus der Perspektive einer Figur einen Brief und setzen sich empathisch mit Konflikten innerhalb von Familien auseinander. Dabei trainieren sie Perspektivwechsel und schriftliche Ausdrucksfähigkeit.
Als … darfst du nicht …!
Die Lernenden sammeln Erfahrungen mit Ausgrenzung und formulieren mögliche Reaktionen auf diskriminierende Aussagen. Im Mittelpunkt stehen Argumentation und Reflexion über gesellschaftliche Zuschreibungen.
Gendern
Die Lernenden beschäftigen sich mit gendergerechter Sprache. Sie reflektieren eigene Erfahrungen mit Sprache, analysieren Beispiele und entwickeln genderneutrale Formulierungen. Sprachbewusstsein und Sprachkritik werden gefördert.
Voll schwul
Die Lernenden untersuchen die Wirkung von Sprache und die Verwendung queerer Begriffe. Sie diskutieren Diskriminierung in Sprache und beschäftigen sich mit Bedeutungswandel und sprachlicher Aneignung.
Diskriminierung bei uns
Die Lernenden definieren Diskriminierung und sammeln Beispiele aus ihrem schulischen Alltag. Ziel ist die Sensibilisierung für unterschiedliche Formen von Benachteiligung.
Protest und Veränderung
Die Lernenden untersuchen Formen von Protest und gesellschaftlicher Veränderung. Sie diskutieren aktuelle Themen und formulieren eigene Positionen zu gesellschaftlichen Problemen.
Das Schweigen brechen
Die Lernenden setzen sich mit Erfahrungen von Schweigen und Ausgrenzung auseinander. Sie gestalten Plakate zu Themen, über die ihrer Meinung nach mehr gesprochen werden sollte.
Boykott
Die Lernenden diskutieren Boykott als Protestform. Sie sammeln Argumente, übernehmen Rollen und führen Debatten durch. Dabei trainieren sie sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Urteilsbildung.
Fridays for Future
Die Lernenden analysieren Demonstrationsplakate und entwickeln Maßnahmen gegen Umweltprobleme. Gesellschaftliches Engagement und Zukunftsverantwortung stehen im Mittelpunkt.
Der Rosa Winkel
Die Lernenden beschäftigen sich mit dem Symbol des Rosa Winkels und seiner historischen Bedeutung. Anschließend entwerfen sie eigene Protestsymbole.
Protest T Shirts
Die Lernenden analysieren politische Botschaften auf Kleidung und gestalten eigene Protest T Shirts mit Slogans. Kreativität und politische Bildung werden verbunden.
Der Tag wird kommen
Die Lernenden analysieren ein Musikvideo und verfassen anschließend eine Empfehlung für eine Schülerzeitung. Musik und Medien werden als Lernanlass genutzt.
Wir unterscheiden uns
Die Lernenden beschäftigen sich mit Vielfalt in der eigenen Lerngruppe. Sie recherchieren Begriffe rund um Identität und entwickeln eigene Ergänzungen zum Begriff Vielfalt.
Stell dir vor …
Die Lernenden übernehmen Rollen und beantworten Fragen aus einer anderen Perspektive. Dadurch üben sie Perspektivwechsel und Empathie.
Das verbindet uns
Die Lernenden gestalten Collagen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden in ihrer Klasse. Vielfalt und Gemeinschaft werden sichtbar gemacht und reflektiert.
Queer Street Art
Die Lernenden beschäftigen sich mit Street Art als Ausdruck gesellschaftlicher Kritik und entwickeln eigene Ideen zu Botschaften gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.