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fairafric AG

fairafric AG

Decolonize Chocolate

Veröffentlichung:15.9.2021

Der Dokumentarfilm erzählt die Entstehungsgeschichte einer Bio-Schokoladenfabrik im ländlichen Ghana und stellt die Idee von „Schokolade made in Africa“ in den Mittelpunkt. Ausgehend vom hohen Schokoladenkonsum in Deutschland zeigt das Medium die strukturelle Ungerechtigkeit des weltweiten Kakaohandels: Während in Europa große Gewinne mit Schokolade erzielt werden, bleibt in den Ursprungsländern des Kakaos oft nur ein geringer Anteil der Wertschöpfung. Am Beispiel von fairafric wird gezeigt, wie durch Verarbeitung vor Ort, faire Arbeitsplätze, Bio-Anbau, Ausbildungsmöglichkeiten, Gleichberechtigung, soziale Absicherung und nachhaltige Energieversorgung neue wirtschaftliche Perspektiven entstehen können. Der Film macht deutlich, dass fairer Handel mehr bedeuten kann als ein höherer Kakaopreis: Entscheidend ist, dass Wertschöpfung, Verantwortung und Zukunftschancen im Ursprungsland bleiben.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für die Sekundarstufe, um Fragen nach globaler Gerechtigkeit, fairem Handel, Konsumverantwortung und Menschenwürde zu bearbeiten. Da der Film sehr umfangreich ist, empfiehlt sich eine Arbeit mit ausgewählten Sequenzen, etwa zum Schokoladenkonsum in Deutschland, zur Idee der Wertschöpfung im Ursprungsland, zu Kinderarbeit, zu Arbeitsplätzen und Ausbildungsmöglichkeiten oder zur Rolle von Frauen im Unternehmen. Lernende können zunächst ihre eigenen Erfahrungen mit Schokolade und Konsum reflektieren und anschließend untersuchen, welche Menschen an der Herstellung einer Tafel Schokolade beteiligt sind. Daraus ergeben sich zentrale ethische Fragen: Wer profitiert vom Welthandel? Welche Verantwortung tragen Konsumentinnen und Konsumenten? Was bedeutet Gerechtigkeit in globalen Lieferketten? Und wie kann wirtschaftliches Handeln menschenwürdiger gestaltet werden? Methodisch bieten sich eine Lieferkettenanalyse, eine Pro-und-Contra-Diskussion zu fairem Handel, eine Recherche zu Kakaoanbau und Kinderarbeit, eine Rollenkartenarbeit mit Bauernfamilien, Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Händlerinnen und Händlern oder die Gestaltung eines Informationsplakats an. Im religiösen Lernen kann das Medium mit biblischen Gerechtigkeitsvorstellungen, der Option für die Armen, der katholischen Soziallehre und der Frage nach Verantwortung für den Nächsten verbunden werden. Besonders stark ist der Film dort, wo er nicht nur Missstände anklagt, sondern konkrete Alternativen sichtbar macht. Dadurch werden Lernende ermutigt, eigene Konsumentscheidungen zu hinterfragen und zugleich Handlungsmöglichkeiten wahrzunehmen, etwa durch bewussten Einkauf, schulische Aktionen zum fairen Handel, kritische Produktvergleiche oder Projekte zu nachhaltigem Wirtschaften.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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