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Bibelprojekt

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Buchvideo: Obadja

Veröffentlichung:24.6.2019

Das Buch Obadja ist das kürzeste Buch des Alten Testaments und richtet seinen Blick zunächst auf das Nachbarvolk Edom, das mit Israel über gemeinsame Vorfahren verbunden ist. Die Edomiter stammen – wie die Israeliten – aus der Familie Abrahams und gehen auf die Brüder Jakob und Esau zurück. Trotz dieser familiären Verbindung entwickelte sich über Jahrhunderte eine konfliktreiche Beziehung zwischen beiden Völkern. Besonders schwer wiegt im Buch Obadja der Verrat Edoms während der Zerstörung Jerusalems durch Babylon: Statt Israel beizustehen, beteiligte sich Edom an Plünderungen und Gewalt gegen Flüchtlinge. Der Prophet Obadja kritisiert vor allem den Stolz und die Überheblichkeit Edoms und kündigt Gottes Gericht über dieses Verhalten an. Gleichzeitig weitet das Buch seinen Blick über Edom hinaus auf alle Nationen aus. Der „Tag des Herrn“ wird als Zeitpunkt beschrieben, an dem Gott gegen Stolz, Gewalt und Ungerechtigkeit in der ganzen Welt vorgeht. Dennoch endet das Buch hoffnungsvoll: Gott wird sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit aufrichten und Jerusalem erneuern. Damit verbindet Obadja Gericht und Hoffnung sowie Gerechtigkeit und Heilung.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenfelder „Propheten“, „Gerechtigkeit“, „Gewalt und Versöhnung“, „Hochmut und Verantwortung“ oder „Hoffnung auf Gottes Reich“. Die knappe, aber eindringliche Botschaft des Buches ermöglicht Lernenden einen guten Zugang zu prophetischer Kritik und theologischen Grundfragen. Besonders geeignet ist das Medium, um über die Folgen von Stolz, Verrat und Gewalt nachzudenken. Die familiäre Verbindung zwischen Israel und Edom eröffnet Gesprächsmöglichkeiten über Konflikte innerhalb von Gemeinschaften, Familien oder zwischen Nationen. Methodisch bieten sich Vergleiche mit aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Konflikten an, ebenso kreative Aufgaben wie das Schreiben moderner prophetischer Botschaften gegen Ungerechtigkeit oder das Entwickeln von Symbolbildern zu Stolz und Frieden. Lernende können untersuchen, wie sich Macht, Überheblichkeit und Gleichgültigkeit auf andere Menschen auswirken und welche Bedeutung Gerechtigkeit und Solidarität für ein friedliches Zusammenleben haben. Auch die Vorstellung vom „Tag des Herrn“ bietet Anlass für Gespräche über Verantwortung, Hoffnung und die Sehnsucht nach einer gerechten Welt. Durch die Verbindung von Gericht und Hoffnung eröffnet das Medium zudem Möglichkeiten, über Vergebung, Neuanfang und die Vision eines friedvollen Zusammenlebens nachzudenken. Das Buch Obadja zeigt eindrücklich, dass Gottes Gerechtigkeit nicht Zerstörung zum Ziel hat, sondern die Wiederherstellung von Frieden und Gemeinschaft.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.3 Ausblicke auf das Ende.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 4. Die Bibel: Gesammelte Gotteserfahrungen.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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