Der Einstieg gelingt über eine Definition von Getto. Diese kann in Gruppenarbeit anhand von Webrecherche oder aus Vorwissen entwickelt werden. Die Ergebnisse werden mit der Definition des Materials verglichen.
In den nachfolgenden Schritten werden Texte mit unterschiedlichen Längen angeboten. Diese können in Gruppenarbeit ausgewertet und präsentiert werden.
Das Material schließt mit einem Rollenspiel. Dazu werden sechs Übungen angeboten. Es kann ein Standbild zu Unterdrückung erstellt werden Präsentation und Auswertung sind im Detail beschrieben. In einer zweiten Übung wird die Enge des Raums erfahren, indem dieser immer weiter eingeschränkt wird und sich denn noch dieselben ausgedachten Bewegungen darin ereignen. Der Raum noch von Wachen umstellt werden, die mit Gesten Gewalt ausdrücken. Die erfahrenen Gefühle werden gesammelt und diskutiert.
Eine dritte Übung thematisiert den Versuch, in einer ausweglosen Situation in einem Getto gute Stimmung zu verbreiten und Hoffnung zu stärken.
Eine vierte Übung steht die Einschränkung des Alltagslebens der jüdischen Mitbürger da. Dazu wird eine Schulszene nachgespielt. Beim zweiten Spiel werden wird schuldig Regeln aufgestellt und Verbote ausgesprochen. Derselbe Inhalt wird mit diesem verboten erneut aufgeführt. Veränderungen und Erlebnisse dabei werden diskutiert. Diese Übung thematisiert auch die Nürnberger Rassengesetze welche die Einschränkungen des Alltags praktisch anordneten.
In einer fünften Übung für die soziale Distanz gegenüber jüdischen Mitbürgern thematisiert. Dazu laufen Personen durcheinander und Größen sich, während eine Person gemieden wird. Es wird versucht Abstand herzustellen zu ihr. Auch hier werden Gefühle und Erlebnisse thematisiert.
In einer letzten Übung wird der Diebstahl von jüdischem Eigentum durch Mitbürger erlebbar. Dazu wird an einem Tisch ein Gespräch über die Nachbarn gehalten, der ihnen zuvor geraubt wurde. Das Gespräch setzt sich fort, als die Nachbarn zurückkehren und die Liebe zur Rede stellen.