Der Einstieg gelingt über eine Webrecherche in Gruppenarbeit zum Thema Smartphones oder Textilien. Über jeweils vier angegebene Links werden Informationen zu Arbeitsbedingungen, Ausbeutung, Gewinnverteilung, Arbeiterrechte etc. gesammelt. Die Materialien zum Thema Textilindustrie sind auch in Textform im PDF enthalten und reichen bis Seite 16.
Im nächsten Schritt wird ein Video von Harald Lesch zum Thema Kapitalozän ausgewertet. Drei Zeitabschnitte von mehreren Minuten sind angegeben, da das Video anderthalb Stunden umfasst.
Im nächsten Schritt wird die Beschleunigung aller Geschäftsprozesse im Industriezeitalter thematisiert.
Eine Statistik zum Verbrauch von Ressourcen über die natürliche Erneuerung hinaus zeigt den Umfang des Wirtschaftswachstums und der Umweltzerstörung seit 1970. Dabei verbraucht die Menschheit 40% mehr Ressourcen, als die Erde erneuern kann.
Der nachfolgende Schritt untersucht einen Artikel über die politischen Ambitionen von Öko-Aktivisten. Sie übt Gesellschaftskritik zu einer Reihe von Phänomenen. Gleichzeitig zeigt sie Lösungsansätze für eine neue nachhaltige Gesellschaftsstruktur. Zudem sechsseitigen werden neuen Fragestellungen erarbeitet. Dabei werden die Folgen des Klimawandels, Fracking, das BIP, der Bezug zwischen Preismechanismus und Klimaschutz, die Logik des Finanzkapitalismus, eine Deadline bei der Umweltzerstörung und allgemeiner Verzicht thematisiert.
Ein weiterer Schritt ermöglicht die Erstellung eines eigenen ökologischen Fußabdrucks anhand von Links.
Ein weiterer großer Block aus mehreren Materialien beschäftigt sich im nächsten Schritt mit Compliance. Dazu werden in Gruppenarbeit vier Videos ausgewertet. Ergebnisse werden mithilfe eines zumpad festgehalten und ausgetauscht. Dies ist ein digitales Schreibmedium, auf dem Lernende wie in einem Wikipediaartikel gemeinsam und jeder für sich einen Text erstellen können. Als Compliance werden unternehmensinterne Regeln und deren Umsetzung bezeichnet. Bestenfalls helfen solche Regeln zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Führung und Mitarbeitern. Im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus eine Stasi Abteilung innerhalb eines Unternehmens, welche mit allen technischen und personellen Mitteln Überwachung der Mitarbeiter und deren Bestrafung umsetzt.
Dadurch wird ein Gefühl der permanenten Bespitzelung und Angst bei den Mitarbeitern erzeugt, so dass diese jede Art von Regeln ohne Reflektion vollständig einhalten.
Ein weiteres Material bietet Compliance Sammlungen bedeutender in Deutschland arbeitender Unternehmen an. Dabei wird immer wieder das Wort Verantwortung gebraucht. Wie viel Verantwortung diese Unternehmen bei ihrer Produktion tatsächlich weiten lassen, kann diskutiert werden.
In einem weiteren Schritt wird das Menschenbild des homo ökonomikus entwickelt. Dazu sind Links zu 3 Videos angegeben. Dieses Menschenbild wird in den nächsten Materialien entwickelt und dann mit dem christlichen Menschenbild auf Basis biblischer Texte verglichen.
Um die Wirkung des Menschenbildes des homo ökonomikus selbst zu erfahren, wird das Ultimatumspiel als Experiment durchgeführt. Dabei wird die Maximierung des eigenen Vorteils thematisiert.
Sie steht im Widerspruch zur Verteilungsgerechtigkeit und auch zur Nachhaltigkeit.
Die Anwendung dieses Denkmuster auf globaler Ebene wird in einem weiteren Material thematisiert. Vier Beispiele zu Kinderarbeit, Waffenhandel, Einweggeschirr und Einstellungskriterien werden diskutiert.
In einem weiteren Schritt wird der Begriff Wirtschaftsethik definiert. Dies gelingt durch eine freie Internetrecherche. Daraus wird ein 3-Minuten-Impulsvortrag entwickelt, indem ein Jungunternehmer von der Bedeutung der Unternehmensethik überzeugt werden soll. Dabei werden wahrscheinlich der ökonomische Aspekt und die Möglichkeit der Kontrolle durch Ethik in den Vordergrund gestellt werden. Auch der Vorteil für Public Relations wird wahrscheinlich thematisiert. Der Jungunternehmer wird sich fragen, ob er sich eine Ethik leisten kann. Soziale Aspekte werden daher eher in den Hintergrund treten. Er wird erkennbar, dass Ethik eine Frage des Inhalts ist. Der Begriff kann nicht durchweg positiv konnotiert werden.
Dieser scheinbare Widerspruch von Gewinn und Moral wird in einem weiteren Material vor dem Hintergrund einer Waage thematisiert. Ein Koordinatensystem zeigt dabei die Entscheidungsvorgänge auf. Die Achsen des Koordinatensystems bilden hohe moralische Akzeptanz, geringer moralische Akzeptanz, hohe Rentabilität und geringe Rentabilität. Beispiel Modelle der werden in diesem Koordinatensystem verortet. Dazu gehören z. B. Fairtrade, Waffenproduktion und Elektroautos. Die letzte Folie dieses Abschnitts zeigt vier Formen von Unternehmensethik auf die sich in diesem Koordinatensystem verordnen lassen. Diese sind: karitative Unternehmensethik Instrumentalistische Unternehmensethik korrektive Unternehmensethik und integrative Unternehmensethik.
Ein Beispiel für diese Ethiken ist das Lieferketten Gesetz in Deutschland, das voraussichtlich 2021 verabschiedet wird. Das Gesetz wird vor dem Hintergrund diesen vier Ethiken diskutiert und zugeordnet. Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, menschenrechtliche Standards in ihren Lieferketten einzuhalten. Eine zivilrechtliche Haftung der Unternehmen ist nun aber nach Kritik der Union explizit ausgeschlossen. Damit erscheint dieses Gesetz nach außen vorteilhaft im Rahmen einer karitativen Ethik. In Wirklichkeit macht es jedoch keinerlei einforderbare Festlegungen zum Schutz von Rechten der Arbeiter/innen. Somit kann es als PR-Aktion mit nur geringen positiven Folgen betrachtet werden.
In einem weiteren Schritt wird nun das christliche Menschenbild dieser Wirtschaftsethik entgegengestellt. Dazu werden sechs Bibelstellen des alten und Neuen Testamentes angegeben. Die Erarbeitung dieser Quellen kann als Placemat erfolgen.
Im nächsten Schritt wird die kirchliche Perspektive über die Sozialenzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus erarbeitet.
Abschließend wird ein best-practice Analyse anhand einer freien Webrecherche zu 7 ausgewählten Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Diese Unternehmen verfügen über eine Wirtschaftsethik, die mit dem christlichen Menschenbild kompatibel ist.