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Missio München

Missio München

Viele Kulturen – eine Kirche

Baustein 3

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtsstunde "Viele Kulturen, – eine Kirche" mit sieben Seiten und drei Materialien thematisiert das sich wandelnde Bild von Mission und afrikanischer Kultur seit den Völkerschauen der Vorkriegszeit. Die Enzyklika "redemptoris Missio" bietet einen Zugang zur kirchlichen Perspektive. Ein antizipiertes Tafelbild ist enthalten. Die anderen Module der Einheit sind im dropdown Menü Lehrplanbezüge als PDF herunterzuladen.

Das Unterrichtsmedium „Viele Kulturen eine Kirche“ aus dem missio Material stellt den Wandel im Umgang der Kirche mit unterschiedlichen Kulturen in den Mittelpunkt. Es zeigt, dass christliche Mission in der Vergangenheit häufig mit kolonialem Denken und einem Gefühl kultureller Überlegenheit verbunden war, während heute der Gedanke der Inkulturation im Vordergrund steht. Das bedeutet, dass Glaube in verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen gelebt werden kann und soll. Anhand von historischen Texten, Bildvergleichen und konkreten Beispielen wird deutlich, wie sich die Perspektive von Belehrung und Zwang hin zu Dialog, Wertschätzung und gegenseitigem Lernen verändert hat. Die Materialien enthalten zudem Aufgaben, in denen Lernende diese Entwicklungen nachvollziehen und kreativ darstellen können, etwa durch den Vergleich von Darstellungen fremder Kulturen oder durch die Gestaltung eines Standbildes zur Begegnung von Kulturen in der Kirche

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Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse, aktuelle afrikanische Kulturdarstellungen und der verzehrenden völkerschau Darstellungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wird das lange verbreitete abwertende Vorurteil gegenüber afrikanische Kultur erfasst. Es entstehen in Gruppenarbeit Standbilder zum Thema mit drei Christen aus Asien, Afrika und Ozeanien. Aus einem Foto dieses selbst entwickelten Standbildes kann ein Werbeplakat für eine interkulturelle Veranstaltung entstehen.

In einem weiteren Schritt wird das frühere Missionsverständnis des Imperialismus mit dem heutigen Missionsverständnis der Enzyklika redemptoris Missio verglichen. Dabei stehen sich der Versuch einer kulturellen Weiterentwicklung durch Übernahme europäischer Werte und eine afrikanische Kultur akzeptierende Mission Vorstellung gegenüber.

Lernende setzen sich mit eigenen Vorstellungen von Fremdheit, Kultur und Religion auseinander und reflektieren kritisch historische Fehlentwicklungen wie Überlegenheitsdenken und Zwangsbekehrung. Der Einstieg über einen Bildvergleich ermöglicht einen emotionalen Zugang und fördert die Wahrnehmung von Vorurteilen und Klischees. In der Erarbeitungsphase können Lernende zentrale Texte analysieren und Unterschiede zwischen früheren und heutigen Haltungen der Kirche herausarbeiten. Die Methode des Standbildes bietet eine kreative und handlungsorientierte Möglichkeit, eigene Vorstellungen von gelingender Begegnung zwischen Kulturen auszudrücken und zu reflektieren. Besonders wichtig ist dabei die Förderung von Empathie, Perspektivwechsel und Urteilsfähigkeit. Der Unterricht kann durch Diskussionen ergänzt werden, in denen Fragen nach Respekt, Gleichwertigkeit und Dialog im interkulturellen Zusammenleben vertieft werden. Das Medium unterstützt so nicht nur kognitive Lernprozesse, sondern auch die Entwicklung sozialer und ethischer Kompetenzen.



Material:

M1 Mögliche Tafelanschrift

M2 Afrika-Plakate im Vergleich

M3 Christentum und fremde Kulturen

Methoden:

Bildanalyse

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

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