RU-digitalRU-digital-logo
Missio Aachen

Missio Aachen

Religion und Gewalt

Veröffentlichung:23.11.2020

Religion und Gewalt haben ein zwiespältiges Verhältnis zueinander. Obwohl Frieden und Gewaltlosigkeit die Kernbotschaften vieler Religionen sind, wird im Namen des Glaubens vielerorts Gewalt ausgeübt. Religionen stiften Identität. Das kann den sozialen Zusammenhalt fördern, aber auch zu Abgrenzung führen. Was können wir also tun, um die Ausbreitung von Gewalt im Namen von Religionen zu vermeiden?

Das Video thematisiert das spannungsreiche Verhältnis von Religion und Gewalt. Es zeigt, dass viele Religionen zwar Frieden und Gewaltlosigkeit als zentrale Botschaften verkünden, jedoch historisch und gegenwärtig auch zur Legitimation von Gewalt genutzt werden. Am Beispiel der Kreuzzüge wird deutlich, wie religiöse Argumente mit politischen und wirtschaftlichen Interessen verflochten waren. Aktuelle Beispiele aus Tansania und Saudi Arabien verdeutlichen, wie religiöse Identität sowohl Gemeinschaft stärken als auch Konflikte verschärfen kann. Besonders eindrücklich wird dies am Beispiel extremistischer Gruppen wie Boko Haram, die Religion zur Rechtfertigung von Gewalt und Terror einsetzen. Abschließend werden Wege aufgezeigt, wie durch Aufklärung, gesellschaftlichen Ausgleich und Dialog ein friedlicheres Zusammenleben gefördert werden kann.

Products

Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische und methodische Einsatzmöglichkeiten. Es eignet sich besonders für die Sekundarstufe, um Lernenden ein differenziertes Verständnis von Religion zu vermitteln. Zunächst kann der Text oder das Video als Impuls für eine problemorientierte Einstiegsphase genutzt werden, etwa durch gezielte Leitfragen wie warum Religion sowohl Frieden als auch Gewalt begründen kann. In der Erarbeitungsphase können Lernende arbeitsteilig die verschiedenen Beispiele analysieren und deren Ursachen herausarbeiten. Dabei bietet sich der Einsatz von Gruppenarbeit an, um Perspektivenvielfalt zu fördern. Eine anschließende Plenumsdiskussion ermöglicht es, Ergebnisse zu vergleichen und kritisch zu reflektieren. Methodisch sinnvoll ist auch die Einbindung von Rollenspielen oder Perspektivwechseln, etwa indem Lernende die Positionen verschiedener religiöser Gruppen einnehmen. Zur Vertiefung kann der Fokus auf Präventionsmaßnahmen gelegt werden, indem Lernende eigene Ideen für interreligiösen Dialog und friedliches Zusammenleben entwickeln. Das Medium unterstützt zudem die Förderung von Urteilsfähigkeit, Empathie und interkultureller Kompetenz. Wichtig ist eine sensible Moderation durch die Lehrkraft, um Pauschalisierungen zu vermeiden und Raum für differenzierte Sichtweisen zu schaffen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

G6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.