Dieser Artikel von Seite 1-8 untersucht den Raubbau an natürlichen Ressourcen am Beispiel des Sandabaus an allen Küsten der Welt. Dieser Artikel kann als Gruppenarbeitsmaterial genutzt werden. Dazu werden die sozialen, umweltbezogenen, völkerrechtlichen und technologiebezogenen Dimensionen des Themas erarbeitet und präsentiert. Zudem kann in Gruppen ein Konzept zur Ressourcengerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit auch unter Einbezug kirchlicher Positionen der Gerechtigkeit erarbeitet und präsentiert werden.
Sand ist ein Baumaterial, welches zunehmend knapp wird. Wüstensand ist zum Bauen nicht geeignet, da die Körner rund sind und wenig Stabilität bieten. Der Artikel thematisiert auch Grenzen des Wachstums, allgemeine Ressourcengerechtigkeit und das Völkerrecht.
Allein Indonesien hat 24 Inseln verloren, was auf den Abbau und den Export von Sand zurückgeführt wird. Der Landverlust trifft meist von Armut betroffene Gebiete, während der Sand zur Errichtung von Gebäuden in entwicklungsstarken Gebieten genutzt wird. Somit ergibt sich auch eine soziale Dimension der Sandausbeutung.
Obwohl Sand nach Wasser weltweit der am meisten gebrauchte Rohstoff ist, gibt es über den globalen Sandverbrauch keine genauen Angaben, wohl aber über die Zementproduktion, die auf der Angabe von 150 Ländern (Zeitpunkt 2012) bei 3,7 Milliarden Tonnen lag. Zement wird für die Betonherstellung genutzt. Für 1 Tonne Zement werden 6 – 7 Tonnen Sand und Kies benötigt.