Der Artikel untersucht die eschatologische Bildung bezüglich der Auferstehung der Toten in Deutschland auf Basis empirischer Forschungsergebnisse. Etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung glaubt an ein Leben nach dem Tod, wobei sich diese Überzeugungen regional und generationsspezifisch unterscheiden. Unter Christen ist die christliche Auferstehungshoffnung überraschend schwach verankert: Bei einer Befragung 1989 stimmten nur 46 % der Katholiken und 28 % der Protestanten dem Apostolikum-Satz zur Auferstehung zu. Mehrere empirische Studien mit Schülern zeigen, dass der Begriff "Auferstehung" wenig verwendet wird und oft mit Seelenunserblichkeit oder Reinkarnationsvorstellungen verschwimmt. Die Hauptquellen eschatologischer Vorstellungen sind Gottesdienst, persönliche Überlegungen und Religionsunterricht, wobei etwa die Hälfte der Schüler mehr Unterrichtsbehandlung dieses Themas wünscht. Lehrkräfte meiden das Thema vielfach aus Unsicherheit und Zeitmangel, was zu einem diagnostizierten Bildungsdefizit führt. Theologisch wird versucht, die leibliche Auferstehung neu zu formulieren und vom Konzept der unsterblichen Seele abzugrenzen. Der Artikel identifiziert die Herausforderung, christliche Auferstehungshoffnung in einer pluralisierten Gesellschaft verständlich und glaubwürdig zu vermitteln.