Wenn man Resilienz erhöhen will, muss man wissen, wo sich Wunden und Verwundbarkeiten zeigen. Dies gilt im Blick auf einzelne Menschen genauso wie im Blick auf soziale Gruppen und Religionen, Staaten und Landschaften. Wegen dieses sachlichen Zusammenhangs ist jener Vulnerabilitätsdiskurs interessant, der in den letzten Jahrzehnten parallel zur Resilienzforschung entstanden ist. Welches Innovationspotential entsteht, wenn man beide Diskurse explizit miteinander verbindet? Und welche Perspektiven hat die Theologie, zu deren Kernthemen Wunden gehören, in dieses innovative Forschungsfeld einzubringen?