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TheoWebKarlo Meyer

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Karlo Meyer

Schnittstellen für Kirchenferne – Eine Response auf Wolfgang Ilgs Überlegungen zu Übergängen in der Konfirmandenarbeit

Veröffentlichung:1.5.2026

Konfirmandenarbeit endet nicht mit der Konfirmation – sie legt den Grund für spätere kirchliche Begegnungen. Der Artikel zeigt, wie Kasualien, Lebenskrisen und lokale Gemeinschaften auch kirchenferne Jugendliche wieder mit der Kirche verbinden können, wenn sie in der Konfirmandenarbeit richtig gestaltet wird.

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Konfirmandenarbeit ist mehr als ein zeitlich begrenztes Angebot – sie schafft Schnittstellen zu späteren Lebensabschnitten, die für die religiöse Biographie von Jugendlichen erheblich sind. Der Beitrag analysiert dabei besonders jene Konfirmandinnen und Konfirmanden, die kirchenferner sind und bei denen keine tägliche Relevanzerfahrung von Religion zu erwarten ist. Doch auch für diese Gruppe gibt es biografische Ankerpunkte, an denen Kirche wieder in ihr Leben tritt. Der Autor identifiziert drei zentrale Schnittstellen: Erstens die Kasualien – Taufen, Hochzeiten, Bestattungen, Schuleinführungen –, die im Lebensverlauf praktisch jeden treffen und eine natürliche Gelegenheit bieten, kirchliche Räume und Formen kennenzulernen. Zweitens persönliche Krisen und existenzielle Fragen wie die nach Tod, Gerechtigkeit und Lebenssinn, in denen religiöse Fragen wieder an Relevanz gewinnen und die Gemeinde Ansprechpartnerin werden kann. Drittens die lokale Präsenz der Kirche als Akteurin im Dorf- oder Stadtteil – bei Festen, in diakonischen Projekten, im Austausch mit anderen Vereinen –, wo auch Kirchenferne regelmäßig auf Kirche treffen. Der Schlüssel liegt darin, dass Konfirmandenarbeit diesen Schnittstellen bewusst Raum gibt und dabei Erfahrungen von Kompetenz, Freiräumen und tragender Gemeinschaft ermöglicht. So wird nicht durch Pflicht oder Druck, sondern durch positive persönliche Erfahrung der Boden für zukünftige kirchliche Begegnungen bereitet. Dabei zeigen empirische Daten etwa, dass Pflichtgottesdienste eher kontraproduktiv wirken, während Gemeindepraktika nachweislich zu höherem späteren Engagement führen. Es geht letztlich darum, Übergänge nicht nur am Anfang und Ende der Konfirmandenzeit zu denken, sondern durchgehend jene „Schnittstellen" zu nutzen, die sich im gesamten weiteren Lebensverlauf auftun.

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