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TheoWebStein MargitVeronika ZimmerAlexandra Schramm

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Vorbereitung auf die Auseinandersetzung mit islamistischer Radikalisierung und deren Prävention im späteren Arbeitskontext – eine Interviewstudie mit Studierenden der Islamischen Theologie und Religionslehre in Deutschland

Veröffentlichung:1.5.2026

Sind künftige Religionslehrkräfte wirklich vorbereitet auf islamistische Radikalisierung? Eine Studie mit Studierenden der Islamischen Theologie zeigt: Es mangelt an systematischer Ausbildung – und das ist ein Problem.

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Islamistische Radikalisierung unter muslimischen Jugendlichen ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das zunehmend auch an Schulen präsent ist. Lehrkräfte berichten von religiös motivierten Konflikten und radikalisierenden Tendenzen, besonders islamische Religionslehrkräfte nehmen solche Phänomene signifikant häufiger wahr. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Sind die künftigen islamischen Theolog:innen und Religionslehrkräfte in ihrem Studium angemessen auf diese Herausforderung vorbereitet? Die Studie beantwortet diese Frage durch 19 qualitative Interviews mit Studierenden an vier deutschen Universitäten mit Zentren oder Instituten für Islamische Theologie. Die Befunde zeigen ein heterogenes Bild: Während das Thema Radikalisierung und deren Prävention in die Ausbildung integriert ist – teils explizit in Lehrveranstaltungen, teils implizit durch theologische Inhalte – kritisieren viele Studierende das Fehlen strukturierter und systematischer Angebote. Dies ist eine erhebliche Lücke, denn empirische Daten deuten darauf hin, dass über ein Drittel der Schulpraktiker:innen religiös motivierte Konflikte im schulischen Alltag erleben, und etwa ein Viertel berichtet von islamistischen Einstellungen bei Schüler:innen oder Eltern. Die Autor:innen plädieren daher für eine verstärkte Integration des Themas Radikalisierungsprävention in die Lehrpläne der Islamischen Theologie, eine systematische Stärkung interreligiöser Bildungsangebote und eine gezielte Förderung von Reflexionskompetenz bei den Studierenden. Darüber hinaus wird deutlich, dass Radikalisierungsprävention nicht allein Aufgabe der Religionslehrkräfte sein kann, sondern eine gemeinsame Verantwortlichkeit aller schulischen Akteur:innen darstellt. Der Artikel leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Professionalität und Vorbereitung von Lehrkräften für die Herausforderungen einer pluralen, von Radikalisierungsrisiken geprägten Gesellschaft.

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