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TheoWebAlexander Maier

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Alexander Maier

Letzte Generation und Neuer Mensch. Jugendlich-apokalyptische Protestkultur in bildungshistorischer Perspektive

Veröffentlichung:1.5.2026

Die Letzte Generation spricht eine alte Sprache – die der Apokalyptik. Ein bildungshistorischer Vergleich mit Jugendbewegungen um 1920 zeigt: Krisenzeiten machen junge Menschen für endzeitliche Deutungen anfällig. Was bedeutet das für die Religionspädagogik?

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Jugendliche Klimabewegungen wie Fridays for Future und die Letzte Generation sprechen eine alte Sprache: die Sprache der Apokalyptik. Der Beitrag untersucht, warum gerade Jugendliche in Zeiten der Krise zu apokalyptischen Deutungsmustern greifen und welche religionspädagogischen Herausforderungen sich daraus ergeben. Dabei wird ein bildungshistorischer Vergleich gezogen zur Jugendbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die ebenfalls in einer apokalyptischen Atmosphäre entstand und den „Neuen Menschen" propagierte. Während damals Reformpädagogik und Lebensreformbewegung auf Erlebnis und Utopie setzten, zeigt sich heute eine ähnliche Struktur: Klimaangst wird bewusst erzeugt, apokalyptische Motive dominieren Medienkonsum und Bildung für nachhaltige Entwicklung, und Jugendliche erleben sich selbst als „Letzte Generation" vor dem ökologischen Kollaps. Der Autor argumentiert, dass eine säkulare Apokalyptik ohne die jüdisch-christlichen Ursprünge ihres Hoffnungshorizontonts problematisch ist. Der bildungshistorische Blick ermöglicht es, Gegenwartsfragen zu relativieren und zu fragen: Was macht Jugend aus? Wie funktioniert apokalyptisches Denken? Und welche pädagogische Verantwortung ergibt sich daraus, wenn wir Heranwachsenden „keine bessere Zukunft mehr versprechen können"?

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8.5.2026

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