Die Christologie und speziell das Dogma von Chalcedon stellt für Religionslehrende und Lernende eine große Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund wird in neuere Diskurse der Dogmatik und empirische Befunde zur Haltung junger Menschen zu Gottesglauben und Jesus Christus Einsicht genommen. Nach einer religionspädagogischen Reflexion und einem Blick auf christologiedidaktische Ansätze der letzten Jahre besteht die hier weiterführende religionsdidaktische Anregung darin, die christologische Kommunikation über Chalcedon mit einer narrativen Methode zu verknüpfen, die aus dem Buddhismus stammt, den IInnttrraarreelliiggiioöusse cHhearlaleunsgfoersd aenrudn ignetenr ruenlidg iionutesr crehliagniöcsees Cofh cahnrciesnto floügr yd idei dCahcrtisictso liong iedidaktik in sdeecru Snedkaurnyd leavrsetlufe Abstract Both, teachers and scolars of religion are challenged by Christology and particularly by the dogma of Chalcedon. In this context, new discourses of docmatics as well as empirical studies of the faith of young people in God and Jesus Christ will be examined. After a reflection from a religious educational perspective and presenting recent concepts of Chistology didactics, this proposal aims to combine the christological communication about Chalcedon with the buddhist narrative method of Kōans. Keywords christology – chalcedon – religious education – religion diversity – buddhism – christology didactics – kōans Iris Mandl-Schmidt: Chalcedon als Kōan? Intrareligiöse Herausforderungen und interreligiöse Chancen für die Christologiedidaktik in der Sekundarstufe ÖRF 29 (2021) 1, 241–257 • DOI: 10.25364/10.29:2021.1.15 243 S chülerInnen, die in der mittleren oder höheren Sekundarstufe Religionsunterricht besuchen, haben viele Unterrichtseinheiten über Jesus Christus hinter sich. Sie kennen einiges vom Leben und Wirken Jesu. In der Sekundarstufe steht an, sich der christologischen Reflexion zu nähern, das heißt die kirchliche Lehre zu Mensch- und Gottsein Jesu kennenzulernen und zu reflektieren.