Der Einstieg gelingt durch ein Multiplechoice Quiz mit vierzehn Fragen zu G8, den UN Millenniumszielen und der Ernährungssouveränität. Es ist nicht notwendig, dafür Bonbons einzusetzen, die auf Multiplechoice Felder gesetzt und gewonnen werden können.
Im nächsten Schritt findet eine Konsumselbstreflexion statt, bei der der eigene ökologische Fußabdruck ermittelt wird. Dazu wird an der Tafel gesammelt, was zum Frühstück gegessen wurde. Eine Tabelle im Material enthält die Transportkilometer der Waren. Diese werden dazu geschrieben. Dadurch entsteht ein Eindruck der globalen Umweltbelastung, die durch ein Frühstück entsteht.
Ein weiterer alternativer Einstieg ist über ein Rollenspiel möglich. Drei Gruppen besitzen jede nur eine Ressource zur Herstellung von Mais. Wasser, Erde und Maiskörner. Somit ist Verhandlung nötig, um zu produzieren. Wie viele Maiskörner vorhanden sind, ist nur der besitzenden Gruppe bekannt. Inwiefern sich Zusammenarbeit oder Gier durchgesetzt haben, ist Lerngruppenbezogen. Die Gründe und Folgen von Misstrauen und Gier werden anschließend diskutiert.
In einem weiteren Schritt wird der Zusammenhang von Hunger und Bioethanol erarbeitet. Mais wird zur Produktion von Treibstoff eingesetzt. Die Firmen, die dies Tun verfügen über mehr Kaufkraft als die Menschen, denen der Mais als Nahrung dient. So entsteht Hunger. Dieser Zusammenhang wird in Gruppenarbeit aus einem Comic entwickelt. Nach der Erarbeitung kann ein weiteres Rollenspiel oder eine Podiumsdiskussion mit Bauern, Benzinkonzern und den Präsidenten von Mexiko und ein USA stattfinden.
Im nächsten Schritt wird der Handel zwischen dem globalen Norden und Süden am Beispiel Tomaten thematisiert. Dazu wird in Gruppenarbeit ein Zeitungsartikel verfasst, der die Probleme durch Agrarsubventionen der EU darstellt. Die EU und Ghana produzieren Tomaten. Durch die Subvention sinkt der Preis der EU Tomaten unter den Preis der Tomaten aus Ghana. Dadurch kaufen die Menschen in Ghana EU, Tomaten und die Bauern in Ghana verarmen und hören auf zu produzieren. Ghana wird abhängig von der EU und kann seine Importe nicht bezahlen. Es verschuldet sich und zahlt über den Export von Rohstoffen. Auch hier kann nach dem vortragen der Zeitungsartikel ein Rollenspiel oder eine Podiumsdiskussion mit Bauern aus Afrika und aus der EU und Repräsentanten der EU und der Regierung Ghanas stattfinden.
Ein Video als Information zur Erarbeitung der Zusammenhänge um Agrarsubventionen ist im drop-down Menü „Eingebettete Medien“ auf dieser Seite zu finden. Zur Verdeutlichung kann der Zusammenhang von Agrarsubvention, Verarmung, Hunger, Verschuldung und Ausbeutung von wertvollen Rohstoffen auch mit Tomaten und Playmobilfiguren nachgespielt werden. Im Anschluss können in Gruppenarbeit Ideen für persönliches Handeln zur Vermeidung dieser Zusammenhänge gesammelt und z. B. als Plakat dargestellt werden. Änderung des Konsumverhaltens, der Kauf von Fairtrade Produkten, Boykott von Biobenzin und kreative Protestmethoden können dort vorgestellt werden. Im Material sind dazu Ideen angegeben, die aus Zeitmangel und durch den Bastelaufwand im Unterrichtskontext eher selten möglich werden.