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Schritt zurück in die Zukunft!

Veröffentlichung:1.1.2018

Die Unterrichtsreihe „Schritt zurück in die Zukunft!“ reflektiert auf vierzig Seiten mit fünf Materialien umfassend das Konzept der Nachhaltigkeit. Dazu werden sieben Bausteine angeboten. Ein tabellarischer Unterrichtsentwurf erleichtert die Anwendung. Um alle Bausteine nutzen zu können ist die Anschaffung von Bauklötzen für ca. sieben Euro pro Gruppenset nötig. Sie werden in einem Spiel genutzt und symbolisieren die Wachstumsgrenze und den Zusammenbruch beim Versuch immer höher zu bauen. Neben der theoretischen Erarbeitung wird das erworbene Wissen über nachhaltige Ökonomie in Speien praktisch angewandt.

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Der Einstieg gelingt durch angegebene Werbesprüche wie `Geiz ist Geil`. Dazu wird frei assoziiert. Auch die Sinnfrage wird gestellt. Dadurch wird Vorwissen der Lernenden zum Thema Konsum, Besitz, Geld, Wirtschaft etc. eingebracht.

In einem ersten Schritt werden Ressourcentürme aufgebaut. Dabei haben die Steine Farben für Co2 Arbeitskraft, Wasser und Frieden. Da kein Ziel angegeben wurde, werden die meisten Gruppen so hoch bauen wie möglich. Dadurch werden sie scheitern. Sie haben ihre Ressourcen nicht nachhaltig eingesetzt und erreichen die Grenzen der Ausbeutung. Diese Zusammenhänge werden in einem Unterrichtsgespräch erarbeitet. Eine Anleitung ist im tabellarischen Verlauf enthalten.

Eine detaillierte Anleitung zur Anwendung der Symbolik liegt bei dieses Spiel ähnelt gängigen Gesellschaftsspielen. Aus Türmen werden Steine gezogen, bis er zusammenbricht. Dadurch wird die Grenze der Ausbeutung und des Wachstums thematisiert. Solche Holzspiele sind ab sieben Euro erhältlich.

Im nächsten Schritt wird diese Erkenntnis über Nachhaltigkeit auf ein Unternehmen angewendet, eine Schreinerei. Dabei wird Arbeitskraft und Produktion thematisiert. Der Wettbewerb wird als Motivation für Produktionssteigerung durch Ausbeutung erkannt. Anhand eines Materials werden die Fließbandproduktion und Technisierung erläutert.

Auch ein Fließbandspiel ist möglich. Die Lernenden sitzen in einer Reihe und schreiben je ein Wort eines Textes auf ein Blatt und geben es weiter. Dann entlässt der Chef immer wieder den langsamsten Arbeiter und das Fließband bricht irgendwann zusammen. Alternativ kann auch ein Video dazu genutzt werden.

In einem weiteren Schritt werden das `Wirtschaftswachstum und seine Folgen` thematisiert. Da im Material keine Fotos enthalten sind, kann ein Video genutzt werden. Die Lernenden ermitteln Ausbeutungsprozess und sammeln wirtschaftliche Folgen nach dem versiegen der Ressource. Diese können auf Moderationskarten gesammelt und zu einem Cluster zusammengestellt werden. Auch Plakate etc. sind möglich. Dadurch werden die Zusammenhänge von Umweltzerstörung und wirtschaftlicher Zerstörung wie Unternehmenspleiten erfasst. Ist eine Ressource durch nicht nachhaltige Nutzung erschöpft, so endet auch alle damit verbunden Wirtschaftsaktivität. Es entsteht eine Lose Lose Situation für Umwelt, Menschen und Wirtschaft.

In einem weiteren Schritt wird der Ressourcen-Turm erneut gebaut, diesmal jedoch auf nachhaltige Weise. Nicht Höhe ist demnach entscheidend, sondern nachhaltig mit einer breiten Basis. Die Unterschiede zum ersten Aufbau werden im Plenum diskutiert. Der Transfer zur realen Wirtschaft findet ebenfalls im Unterrichtsgespräch statt. Impulsfragen dazu sind angegeben.

Der nachfolgende Schritt untersucht Handlungsoptionen. Dazu werden in Gruppenarbeit sechs Handlungsoptionen als Ausdruck des Materials verteilt: Subsistenz, Suffizienz, kritischer Konsum, Mobilität, Multiplikatoren, politische Teilhabe. Die Gruppen entwickeln zu ihrem Teilthema Möglichkeiten zu persönlichem Engagement. Dazu können gängige Präsentationsmethoden genutzt werden. Zudem wird das Thema auf eine Wäscheklammer oder einen Holzstein geschrieben und symbolisch in eines der Löcher eines Ressourcen-Turmes gesteckt, der damit stabilisiert wird. Weitere Steine oder Klammern können beschriftet werden, bis die Löcher gefüllt sind. Somit hat die Lerngruppe symbolisch Nachhaltigkeit erzeugt.

Eine Vertiefung thematisiert ebenfalls nachhaltige Lebensweise, aber auf einer tieferen Reflexionsebene. Dabei werden in Gruppen drei Grundlagen alternativer Wirtschaftssysteme erarbeitet.

Der letzte Baustein wendet das erworbene Wissen über die Gruppenarbeit zur Leitung einer Fischereifirma an. Dabei soll möglichst viel Geld verdient werden. Ein Material bietet in einer Tabelle die Spielrunden an. Es ist zu entscheiden, ob im Wettbewerb mit den anderen Firmen jede Runde des Spiels in Aufzucht von neuen Fischen investiert oder nur alles leer gefischt werden soll. Aufzucht kostet Geld und wird in einer Tabelle im Material vom Gewinn abgezogen. Es zeigt sich, dass alle verlieren, wenn zu viele Firmen nicht nachhaltig wirtschaften. Der See ist leer und alle Firmen insolvent. Eine Anleitung zur Auswertung ist im Material enthalten.

Es schließt sich eine umfassende Anleitung zu einem Jugendgottesdienst zum Thema an: `Gutes Leben - Wer den Himmel zum Ziel hat, dem darf die Erde nicht gleichgültig sein!` Alle Lieder, Lesungen etc. sind angegeben.


Material:

M1 Arbeit und Produktion am Beispiel Tisch

M2 Puzzle zu Industrialisierung und deren Folgen

M3 Begriffs und Konzeptdefinitionen Subsistenz, Suffizienz, Kritischer Konsum, Mobilität, Multiplikatoren, politische Teilhabe,

M4 Konzepte alternatives Wachstum

M5 Fisches Freunde: Rechnung zum Verständnis von Nachhaltigkeit


Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Misereor

21.3.2021

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I + weitere

Engagement Global

20.9.2022

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I + weitere

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.1 Die Welt verstehen: Naturwissenschaft und Mythen.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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