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Wie ist das OPFER EINES TERRORANSCHLAGS ZU SEIN?

Veröffentlichung:19.2.2021

Das Video dokumentiert in eindringlicher Weise die Erfahrungen zweier Überlebender des rassistischen Anschlags von Hanau. Im Zentrum stehen ihre persönlichen Erinnerungen an den Abend des 19. Februar 2020, an dem ein Täter mehrere Menschen aus rassistischen Motiven ermordete und zahlreiche weitere schwer verletzte. Die beiden jungen Männer schildern, wie sich eine alltägliche Situation innerhalb weniger Sekunden in ein traumatisches Gewalterlebnis verwandelte, wie sie selbst verletzt wurden, Freunde und Angehörige verloren und bis heute mit den Folgen leben. Dabei geht es nicht nur um das eigentliche Tatgeschehen, sondern auch um Trauer, Schock, Ohnmacht, Erinnerung und den schmerzhaften Versuch, das Erlebte in Worte zu fassen. Das Medium macht deutlich, dass rassistische Gewalt keine abstrakte gesellschaftliche Erscheinung ist, sondern Menschenleben zerstört, Familien trifft und tiefe Wunden hinterlässt. Zugleich wird sichtbar, wie wichtig Erinnerung, öffentliche Aufmerksamkeit und die klare Benennung von Rassismus als Motiv sind.

Am 19. Februar 2020 ermordete ein rassistisch motivierter Täter in Hanau insgesamt 11 Menschen – sich selbst eingeschlossen. Ein Jahr ist nun der rechtsextremistische Anschlag her, bei dem überwiegend Menschen mit einem Migrationshintergrund starben. Etris Hashemi und Piter Minnemann waren nicht nur Zeugen dieser schrecklichen Ereignisse, sondern haben selbst einen nahen Angehörigen verloren.

Heute - ein Jahr später - besuchen wir mit ihnen den Ort des Geschehens. Sie berichten uns von ihrem Erlebnis, wie sie heute damit umgehen und was aus ihrer Sicht von den Behörden damals falsch gemacht wurde.

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Für den Religionsunterricht ist dieses Medium von großer Bedeutung, weil es die Themen Menschenwürde, Rassismus, Gewalt, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Verantwortung in existenzieller Schärfe zur Sprache bringt. Die Lehrkraft sollte das Material nur in einer Lerngruppe einsetzen, die emotional und sozial in der Lage ist, sich mit schweren und belastenden Inhalten auseinanderzusetzen. Vor der Arbeit mit dem Medium braucht es eine sensible Vorbereitung, in der ein geschützter Gesprächsraum geschaffen und klar benannt wird, dass es um rassistische Gewalt, Mord, Trauer und Überleben geht. Während der Rezeption sind gezielte Beobachtungsaufträge hilfreich, damit die Lernenden nicht von der Intensität der Schilderungen überwältigt werden, sondern einzelne Aspekte bewusst wahrnehmen, etwa die Erfahrungen der Betroffenen, die Bedeutung von Erinnerung oder die Forderung, Rassismus klar zu benennen. In der Auswertung sollte es nicht um sensationsorientierte Einzelheiten gehen, sondern um die Frage, was rassistische Gewalt mit Menschen macht und welche Verantwortung daraus für Gesellschaft, Schule und jede einzelne Person erwächst. Methodisch bieten sich behutsame Formen der Annäherung an, etwa stille Schreibphasen, persönliche Reflexionen, moderierte Gesprächskreise oder die Arbeit mit zentralen Aussagen aus dem Interview. Ebenso kann ein Perspektivwechsel sinnvoll sein, wenn Lernenden über die Bedeutung von Erinnerung, Solidarität und Zivilcourage nachdenken. Im Religionsunterricht lässt sich das Medium eng mit christlichen Grundfragen verbinden, etwa mit der unantastbaren Würde jedes Menschen, mit der Verantwortung für den Nächsten, mit dem Eintreten gegen Unrecht und mit der Frage, wie Frieden und Menschlichkeit in einer verletzlichen Gesellschaft geschützt werden können. Wichtig ist dabei, die Lernenden nicht bei Betroffenheit stehen zu lassen, sondern gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Rassismus im Alltag erkannt, benannt und zurückgewiesen werden kann. So kann das Medium zu einer tiefen ethischen und religiösen Auseinandersetzung führen, die Mitgefühl, Wachsamkeit und demokratische Verantwortung stärkt.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.3 Ausblicke auf das Ende.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 3. Das Leid und die Frage nach Gott.

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