Für den Religionsunterricht ist dieses Medium besonders wertvoll, weil es interreligiöses Lernen, Friedensbildung und globale Verantwortung miteinander verbindet. Die Lehrkraft kann zunächst mit den Lernenden erarbeiten, welche Vorstellungen sie mit Frieden verbinden und wo Frieden im Alltag beginnt. Anschließend eignet sich das Medium sehr gut für eine strukturierte Erschließung in einzelnen Abschnitten, etwa zu den Themen Bürgerkrieg und seine Folgen, Flucht und Ankommen, christlich muslimisches Zusammenleben, Friedensprojekte und Goldene Regel. Methodisch bieten sich Höraufträge oder Beobachtungsaufgaben an, damit die Lernenden gezielt auf Personen, Aussagen und Symbole achten. Besonders fruchtbar ist ein Perspektivwechsel, bei dem Lernenden sich in die Lage einer geflüchteten Familie, eines christlichen oder muslimischen Jugendlichen oder einer Lehrkraft hineinversetzen. Auch der Vergleich religiöser Gemeinsamkeiten und Unterschiede kann didaktisch sinnvoll aufgegriffen werden, ohne diese zu vermischen. Dabei lässt sich herausarbeiten, dass Respekt vor anderen Religionen nicht die Aufgabe des eigenen Glaubens bedeutet, sondern Ausdruck von Friedensfähigkeit ist. Kreative Aufgaben wie das Formulieren eigener Friedensbotschaften, das Gestalten eines Plakats zur Goldenen Regel oder das Schreiben eines Briefes an eines der vorgestellten Kinder vertiefen die Auseinandersetzung. Das Medium fördert Empathie, interreligiöse Kompetenz, Urteilsfähigkeit und die Einsicht, dass Frieden gelernt, eingeübt und gestaltet werden kann.