Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht, um zentrale Themen wie Nächstenliebe, Familie, Verantwortung und soziale Gerechtigkeit lebensnah zu erschließen. Der Film kann als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu „Familie weltweit“ oder „Kinderrechte“ genutzt werden und bietet zahlreiche Gesprächsanlässe. Lernende können ihre eigenen Vorstellungen von Familie reflektieren und mit den Lebensrealitäten der Kinder in der Ukraine vergleichen. Methodisch bietet sich eine Kombination aus gelenktem Unterrichtsgespräch, Partnerarbeit und kreativen Aufgaben an, etwa das Formulieren eigener Wünsche (Anknüpfung an die Eingangsszene mit den drei Wünschen), das Schreiben von Tagebucheinträgen aus der Perspektive eines betroffenen Kindes oder Rollenspiele zu Gesprächssituationen zwischen Kindern und ihren abwesenden Eltern. Auch eine theologische Vertiefung ist möglich, etwa zur Frage, wie christliche Nächstenliebe konkret gelebt wird und welche Rolle Organisationen wie Caritas dabei spielen. Sensibel sollte mit den emotional belastenden Inhalten umgegangen werden; Phasen der Reflexion und des Austauschs sind daher zentral. Differenzierung kann über unterschiedliche Aufgabenformate erfolgen, sodass sowohl kognitiv als auch emotional ansprechende Zugänge geschaffen werden.