Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium einen besonders sensiblen und lebensnahen Zugang zu Themen wie Menschenwürde, Inklusion, Vielfalt, Gerechtigkeit und Nächstenliebe. Das Video eignet sich sehr gut, um Lernende für die Lebenswirklichkeit von Kindern mit Behinderung zu sensibilisieren und stereotype Vorstellungen kritisch zu hinterfragen. Als Einstieg können erste Eindrücke, berührende Szenen und überraschende Beobachtungen gesammelt werden. Danach bietet sich eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Leitfrage an, was Teilhabe eigentlich bedeutet und welche Hindernisse Menschen nicht wegen ihrer Behinderung, sondern durch gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren. Methodisch ist eine Arbeit mit einzelnen Porträts der vorgestellten Kinder sinnvoll, etwa in Form arbeitsteiliger Gruppenarbeit, bei der die Lebenssituation, die Unterstützung durch das Projekt und die besonderen Fähigkeiten der Kinder herausgearbeitet werden. Auch ein Perspektivwechsel ist möglich, indem Lernende Tagebucheinträge, Briefe oder kurze Monologe aus der Sicht von Ángeles, Eddú oder Romy verfassen. Darüber hinaus eignet sich das Medium für Gespräche über ein christliches Menschenbild, das jeden Menschen als einmalig und von Gott gewollt versteht. Biblische Bezüge, etwa zur besonderen Zuwendung Jesu zu ausgegrenzten und benachteiligten Menschen, können die ethische und religiöse Dimension vertiefen. Ebenso kann thematisiert werden, was Inklusion konkret im eigenen schulischen oder gesellschaftlichen Umfeld bedeutet. Das Video fördert damit Empathie, Perspektivübernahme und die Fähigkeit, Vielfalt nicht als Defizit, sondern als Bereicherung wahrzunehmen.