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kids team

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Abraham (4 Lektionen)

Veröffentlichung:28.6.2026

Das vorliegende BibelSet Abraham von kids team ist ein umfangreiches religionspädagogisches Material für die Arbeit mit jüngeren Lernenden. Im Mittelpunkt steht die biblische Gestalt Abraham und die Frage, was es bedeutet, Gott zu vertrauen und mit ihm zu leben. Das Material verbindet biblische Erzählungen mit anschaulichen Bildern, Liedern, Bewegungen, Spielen, kreativen Gestaltungsangeboten und Gesprächsanlässen. Ein zentraler Gedanke lautet, dass es gut ist, mit Gott zu leben. Dieser Gedanke wird anhand verschiedener Erfahrungen Abrahams entfaltet. So erzählt das Material von der Berufung Abrahams, der seine Heimat verlässt und sich auf Gottes Zusage einlässt. Abraham weiß zunächst nicht, wohin sein Weg führen wird, vertraut jedoch darauf, dass Gott ihn begleitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gottes Versprechen an Abraham und Sara. Obwohl beide lange auf ein Kind warten müssen, wird die Verheißung Gottes anhand des Sternenhimmels veranschaulicht. Abraham soll die Sterne betrachten und erfährt, dass seine Nachkommenschaft ebenso zahlreich werden soll. Die farbigen Erzählbilder unterstützen die Visualisierung der Geschichten und zeigen unter anderem Abraham und Sara, den Aufbruch in ein unbekanntes Land, Abraham unter dem Sternenhimmel sowie Abraham und Sara mit dem Kind Isaak. Das Material ist ursprünglich für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren konzipiert und bietet einen strukturierten Stundenaufbau mit Ankommenszeit, geführtem Teil, biblischer Geschichte, Bibelvers, Spiel, kreativem Gestalten und Abschluss.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders zur elementaren Erschließung der Abrahamserzählungen und der Themen Vertrauen, Aufbruch, Verheißung, Hoffnung, Warten und Gottesbegleitung. Da das Material ursprünglich für Lernende im Vorschulalter entwickelt wurde, sollten Religionslehrkräfte die einzelnen Bausteine entsprechend dem Alter, dem sprachlichen Vermögen und den religiösen Vorerfahrungen der jeweiligen Lerngruppe auswählen und anpassen. Die Bilder können dabei einen besonders geeigneten Ausgangspunkt bilden. Sie lassen sich zunächst ohne vorangestellte Erklärung präsentieren. Lernende beschreiben Personen, Gegenstände, Landschaften, Farben und Handlungen und formulieren Vermutungen darüber, was geschehen sein könnte. Anschließend kann die biblische Erzählung abschnittsweise erzählt oder vorgelesen und jeweils mit dem entsprechenden Bild verbunden werden. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen Wahrnehmung, Erzählung und Deutung. Besonders sinnvoll ist es, nicht ausschließlich nach dem Inhalt zu fragen, sondern die Perspektive Abrahams und Saras einzubeziehen. Fragen wie „Was könnte Abraham gedacht haben?“, „Was würdest du auf eine solche Reise mitnehmen?“, „Wie fühlt es sich an, nicht zu wissen, was als Nächstes geschieht?“, „Was bedeutet es, jemandem zu vertrauen?“ oder „Wie ist es, lange auf etwas zu warten?“ eröffnen Zugänge zur Lebenswelt der Lernenden. Die im Material vorgeschlagene Verbindung von Abrahams Aufbruch mit Erfahrungen eines Umzugs oder eines neuen Lebensabschnitts bietet hierfür einen konkreten Ansatz. Das Material selbst thematisiert dabei sowohl die Freude auf Neues als auch die Traurigkeit darüber, Vertrautes und Menschen zurückzulassen.

Methodisch sollte die Abrahamserzählung nicht ausschließlich als Wissensstoff behandelt werden. Ihr religionspädagogisches Potenzial liegt vielmehr darin, biblische Erfahrungen mit grundlegenden menschlichen Erfahrungen in Beziehung zu setzen. Der Aufbruch Abrahams kann zum Symbol für Veränderung und Vertrauen werden. Ein Unterrichtsgespräch kann deshalb danach fragen, was Menschen Sicherheit gibt, wem Lernende vertrauen und was ihnen Mut macht, wenn etwas Neues beginnt. Wichtig ist dabei eine offene Gesprächsführung. Die Aussage des Materials, dass es gut ist, mit Gott zu leben und zu tun, was er sagt, kann als Glaubensaussage des Materials beziehungsweise der biblischen Tradition erschlossen werden, ohne von allen Lernenden eine persönliche Zustimmung zu verlangen. Gerade im schulischen Religionsunterricht bietet sich die Unterscheidung zwischen dem Verstehen einer religiösen Aussage und der persönlichen Positionierung zu ihr an. Lernende können beispielsweise formulieren, was Abraham über Gott denkt, warum er Gott vertraut und welche eigene Haltung sie zu Vertrauen, Glauben und Gottesbegleitung entwickeln.

Besonders anschaulich lässt sich die Verheißung an Abraham mit dem Motiv des Sternenhimmels bearbeiten. Das Material schlägt vor, gemeinsam Sterne zu zählen und dadurch erfahrbar zu machen, dass ihre Anzahl die Vorstellungskraft übersteigt. Im Unterricht kann ein Sternenhimmel betrachtet, gestaltet oder im Raum dargestellt werden. Jeder Stern kann anschließend für eine Hoffnung, einen Wunsch, eine Person oder einen Gedanken stehen. Dadurch wird das biblische Symbol gestalterisch erschlossen. Die Lernenden können auf Sternformen schreiben oder malen, worauf Menschen hoffen und was ihnen beim Warten hilft. Bei jüngeren Lernenden bietet sich eine mündliche oder bildnerische Umsetzung an. Ältere Lernende können die Spannung zwischen Verheißung und Erfüllung genauer untersuchen und danach fragen, weshalb Vertrauen schwierig werden kann, wenn eine Zusage lange unerfüllt bleibt. Die Geschichte bietet damit einen Zugang zu der religionspädagogisch bedeutsamen Frage, wie Menschen an Hoffnung festhalten können, obwohl die Erfüllung einer Erwartung zunächst nicht sichtbar ist.

Das Material unterstützt ausdrücklich ein Lernen mit mehreren Sinnen. In der Programmübersicht werden neben der biblischen Geschichte Lieder, Bewegungen, Spiele und kreative Angebote genannt. Für die Einheit zum Versprechen finden sich beispielsweise Sterne zählen, ein Parcours, die Gestaltung eines Sternenhimmels, ein Zelt von Abraham und Sara sowie eine Gestaltung zu Isaak. Solche Elemente können im Religionsunterricht als unterschiedliche Lernwege eingesetzt werden. Bewegungen helfen besonders jüngeren Lernenden dabei, zentrale Aussagen körperlich zu erinnern. Kreative Aufgaben ermöglichen einen individuellen Ausdruck, während gemeinsames Erzählen und Gespräch die sprachliche und religiöse Deutungskompetenz fördern. Ein Parcours kann das Motiv des Vertrauens körperlich erfahrbar machen, muss jedoch sorgfältig begleitet werden. Niemand sollte zu einer Übung gedrängt werden, bei der die Sicht eingeschränkt wird oder körperliche Unsicherheit entsteht. Alternativ können Lernende einen Weg mit Hindernissen gemeinsam planen oder eine Figur durch einen aufgebauten Weg führen.

Auch die vorgeschlagene Handpuppe kann als methodischer Impuls genutzt werden. Sie übernimmt die Rolle einer fragenden Figur, die Gefühle, Zweifel und Missverständnisse äußern darf. Im schulischen Kontext kann diese Funktion ebenso von einer Erzählfigur, einer Gedankenblase oder einer fiktiven Kinderfigur übernommen werden. Besonders bei jüngeren Lernenden senkt eine solche Figur die Schwelle zur Beteiligung. Lernende können der Figur Ratschläge geben, ihre Fragen beantworten oder erklären, was Abraham erlebt. Das Material selbst nutzt beispielsweise die Erfahrung eines nicht sofort eingelösten Versprechens, um zur langen Wartezeit Abrahams und Saras überzuleiten. Dadurch wird eine abstrakte theologische Aussage über Gottes Verheißung mit einer für Kinder nachvollziehbaren Alltagserfahrung verbunden.

Für eine Unterrichtsreihe empfiehlt sich schließlich ein sichtbarer roter Faden. Die Bilder können nach jeder Unterrichtsstunde in chronologischer Reihenfolge im Klassenraum angeordnet werden. Ergänzend können Begriffe wie Aufbruch, Vertrauen, Versprechen, Warten, Hoffnung und Erfüllung zugeordnet werden. Zu Beginn einer weiteren Stunde rekonstruieren die Lernenden anhand der Bilder den bisherigen Verlauf. So werden Erzählkompetenz und nachhaltige Sicherung miteinander verbunden. Als Abschluss können die Lernenden ein persönliches Abrahamheft, eine Bilderfolge, ein Bodenbild oder einen gemeinsamen Erzählweg gestalten. Entscheidend ist, dass kreative und spielerische Elemente nicht nur der Beschäftigung dienen, sondern jeweils mit einer inhaltlichen Frage verbunden werden. Das Packen eines Gepäckstücks führt beispielsweise zur Frage nach Aufbruch und Loslassen, der Weg durch einen Parcours zum Vertrauen, der Sternenhimmel zur Verheißung und das Bild von Abraham, Sara und Isaak zur Erfüllung eines lange erwarteten Versprechens. Auf diese Weise ermöglicht das Medium einen anschaulichen, handlungsorientierten und zugleich theologisch reflektierten Zugang zu einer zentralen Erzähltradition des Alten Testaments.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.1 Unsere Anfänge: Väter und Mütter des Glaubens.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wie es angefangen hat – Abraham und Sara
  • Gott schließt mit Abraham einen Bund

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