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Misereor

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MISEREOR-Hungertuch: Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Veröffentlichung:1.3.2021

In dem Psalm, auf den sich das neue MISEREOR-Hungertuch der Künstlerin Lilian Moreno Sánchez bezieht, heißt es "Du stellst meine Füße auf weiten Raum". In der Corona-Krise sind die Räume eng geworden. Corona hat Freiheiten eingeschränkt und Lebensstile verändert. Doch es sind auch Möglichkeiten sichtbar geworden, wie wir bewusster, solidarischer, ökologisch sinnvoller leben und handeln können.

Misereor und Brot für die Welt setzen mit diesem Hungertuch in der Fastenzeit 2021 ein Zeichen für die Ökumene: Gemeinden beider Konfessionen nutzen das Bild und machen Mut, weiter an der Einen Welt zu bauen.

Das Hungertuch thematisiert die Verletzung von Menschenrechten anhand des zertrümmerten Fußes eines chilenischen Bürgerrechtlers, der von Polizisten schwer misshandelt wurde. Jesus will uns helfen aufzustehen und in Würde standhaft für das eigene Menschenrecht und das Recht der anderen zu sein.

Das Video gibt Einblicke in die Entstehung und Deutung des Hungertuchs von Misereor mit dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, gestaltet von der Künstlerin Lilia Moreno Sánchez. Die Künstlerin beschreibt ihren persönlichen Werdegang zwischen Chile und Deutschland sowie ihre künstlerischen Techniken, bei denen Stoffe, Kohle, Leinöl und Gold miteinander kombiniert werden. Im Zentrum des Hungertuchs steht ein gebrochener Fuß, der auf einer realen Verletzung während sozialer Proteste in Santiago de Chile basiert. Dieses Motiv wird zu einem starken Symbol für verletzte Menschenwürde, gesellschaftliche Ungerechtigkeit und den Verlust von Halt. Gleichzeitig verweist der Titel auf Psalm 31, der von Bedrängnis und Hoffnung spricht. Das Hungertuch verbindet so Leid, Protest und die Kraft zur Veränderung mit einer religiösen Perspektive, die neue Hoffnung eröffnet.

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Im Religionsunterricht bietet dieses Medium vielfältige Möglichkeiten zur vertieften Auseinandersetzung mit Kunst, Glauben und gesellschaftlicher Verantwortung. Didaktisch eignet sich das Video besonders als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu Themen wie „Menschenwürde“, „Leid und Hoffnung“, „Gerechtigkeit“ und „Transformation“. Lernende können zunächst ihre Eindrücke vom Kunstwerk äußern und beschreiben, welche Gefühle und Gedanken es bei ihnen auslöst. In einer weiteren Phase können zentrale Symbole wie der gebrochene Fuß, die goldenen Nähte oder die verwendeten Materialien analysiert und gedeutet werden. Methodisch bieten sich kreative Zugänge an, etwa durch eigene künstlerische Arbeiten, Schreibimpulse oder Bildmeditationen. Auch ein Vergleich mit biblischen Texten, insbesondere mit Klage- und Hoffnungsmotiven aus den Psalmen, kann die Deutung vertiefen. Darüber hinaus lässt sich das Thema mit Fragen nach Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit verbinden. Ein Bezug zur Enzyklika Laudato si' von Pap

Hessen

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