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Misereor

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MISEREOR-Hungertuch: "Gott und Gold - Wie viel ist genug?"

Veröffentlichung:17.1.2013

Das MISEREOR-Hungertuch ist ein zentraler Bestandteil der MISEREOR-Fastenaktion. Jedes Jahr verwenden Gemeinden und Schulen das Hungertuch, um sich in der Fastenzeit und darüber hinaus mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Ejti Stih, eine international bekannte Künstlerin aus Santa Cruz de la Sierra/Bolivien, gestaltete das Hungertuch 2013/2014: "Wie viele Brote habt ihr?"

Das Video stellt ein außergewöhnliches Hungertuch der Misereor vor, gestaltet vom Künstler Dao Zi. Es handelt sich um das erste halbabstrakte Hungertuch, das zentrale religiöse und gesellschaftliche Fragen in symbolischer Form verdichtet. Ausgangspunkt ist ein Vers aus der Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus („Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“), der die Spannung zwischen Gott und Mammon thematisiert. Das Bild arbeitet mit den Farben Gold, Schwarz und Grau und zeigt in kreuzförmiger Anordnung einen herabstürzenden Goldklumpen sowie kleinere Goldkörner als Symbol für die Fülle der Schöpfung. Zugleich verweist das Medium auf globale Krisen wie Umweltzerstörung und ungerechte Ressourcenverteilung, etwa am Beispiel von Umweltproblemen in China. Das Hungertuch versteht sich als prophetischer Impuls und als Einladung zur persönlichen und gesellschaftlichen Umkehr.

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Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium vielfältige didaktische und methodische Zugänge, insbesondere im Bereich der Bilderschließung und ethisch-religiösen Reflexion. Es eignet sich hervorragend für eine Unterrichtseinheit zu Themen wie „Reichtum und Verantwortung“, „Glaube und Konsum“, „Schöpfung“ sowie „Sinnsuche“. Als Einstieg kann das Hungertuch zunächst ohne Kontext betrachtet werden, um erste Assoziationen und Deutungen der Lernenden zu sammeln. In einem zweiten Schritt kann der biblische Bezug zur Bergpredigt erschlossen und mit dem Bild in Beziehung gesetzt werden. Methodisch bieten sich kreative Zugänge wie Bildmeditation, Standbildarbeit oder eigene künstlerische Umsetzungen an. Auch eine Diskussion über die Frage „Wo ist mein Schatz?“ kann zur persönlichen Reflexion anregen. Darüber hinaus kann das Hungertuch im Kontext globaler Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung vertieft werden, etwa im Vergleich mit Impulsen aus der Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus. Ziel ist es, die Deutungs- und Urteilskompetenz der Lernenden zu fördern und sie zu einer bewussten Auseinandersetzung mit ihren eigenen Wertvorstellungen anzuregen.

Hessen

Hessen

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • In welcher Welt lebe ich? Von welcher Welt träume ich?

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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