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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung

Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung

Bedeutung der Familie (Powerpoint zur Stunde)

Veröffentlichung:1.1.2025

Das Medium setzt sich mit dem Begriff Familie, unterschiedlichen Vorstellungen von Familie sowie ihrem besonderen Schutz durch die staatliche Ordnung auseinander. Als visueller Einstieg zeigt eine Bildcollage verschiedene familiäre Konstellationen und eröffnet damit einen lebensnahen Zugang zum Thema. Anschließend werden die Lernenden aufgefordert, in Gruppen ein Standbild zu entwickeln, das ausdrückt, was Familie für sie bedeutet. Die entstandenen Darstellungen werden im Plenum betrachtet, interpretiert und hinsichtlich der mit Familie verbundenen Assoziationen ausgewertet. Abschließend erweitert das Medium die persönliche und gesellschaftliche Perspektive um eine rechtliche Dimension. Dazu werden Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes und Artikel 124 Absatz 1 der Bayerischen Verfassung gegenübergestellt. Beide Verfassungstexte stellen Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates, wobei die Bayerische Verfassung Familie zusätzlich als natürliche und sittliche Grundlage der menschlichen Gemeinschaft beschreibt.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für einen erfahrungsbezogenen Einstieg in die Auseinandersetzung mit Familie und familiärer Vielfalt. Im Religionsunterricht kann es dazu dienen, individuelle Vorstellungen von Familie wahrzunehmen, unterschiedliche Lebensformen respektvoll zu thematisieren und anschließend nach der Bedeutung von Gemeinschaft, Verantwortung, Fürsorge, Liebe, Verlässlichkeit und gegenseitigem Schutz zu fragen. Die Bildcollage auf der zweiten Folie bietet sich zunächst für eine offene Bildbetrachtung an. Die Lernenden können beschreiben, welche Formen familiären Zusammenlebens sie erkennen, welche Gemeinsamkeiten zwischen den dargestellten Situationen bestehen und welche Vorstellungen von Familie durch die Bilder angesprochen werden. Wichtig ist dabei, Familie nicht vorschnell über eine bestimmte Zusammensetzung zu definieren. Da das Thema unmittelbar persönliche Erfahrungen berühren kann, sollte die Lehrkraft deutlich machen, dass niemand über die eigene familiäre Situation berichten muss. Im nächsten Schritt eignet sich die im Medium vorgesehene Standbildarbeit besonders zur Aktivierung. In Gruppen von fünf Personen entwickeln die Lernenden eine körperliche Darstellung ihrer Vorstellung von Familie. Dabei sollten sie nicht lediglich konkrete Familienformen nachstellen, sondern überlegen, welche Beziehungen und Werte für Familie kennzeichnend sein können. Nähe, Distanz, Schutz, Zusammenhalt, Verantwortung oder Konflikt können beispielsweise durch Körperhaltung, Blickrichtung und räumliche Positionierung sichtbar gemacht werden. Bei der Präsentation empfiehlt es sich, zunächst die beobachtenden Lernenden beschreiben und deuten zu lassen, bevor die darstellende Gruppe ihre eigenen Überlegungen erläutert. Die anschließende Sammlung der Assoziationen im Plenum ist bereits im Medium angelegt. Die Begriffe können an der Tafel geordnet und etwa den Bereichen Beziehungen, Gefühle, Verantwortung, Lebensformen und gesellschaftliche Bedeutung zugeordnet werden. Für den Religionsunterricht bietet sich anschließend eine Vertiefung an, indem gefragt wird, welche Werte ein gelingendes familiäres Zusammenleben prägen und inwiefern religiöse Vorstellungen von Nächstenliebe, Verantwortung, Fürsorge, Treue und Menschenwürde hierzu in Beziehung gesetzt werden können. Dabei sollte zwischen persönlichen Vorstellungen, religiösen Deutungen und rechtlichen Aussagen unterschieden werden. Der abschließende Vergleich der beiden Verfassungstexte ermöglicht einen Perspektivwechsel von der persönlichen zur gesellschaftlichen und rechtlichen Ebene. Die Lernenden können Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Formulierungen herausarbeiten und insbesondere untersuchen, was es bedeutet, wenn Ehe und Familie unter einem besonderen staatlichen Schutz stehen. Weiterführend lässt sich diskutieren, warum Familie für Individuum und Gesellschaft von Bedeutung ist, welche Verantwortung innerhalb von Familien übernommen wird und welche Verantwortung Staat und Gesellschaft gegenüber Familien besitzen. So verbindet das Medium subjektive Erfahrungen mit kooperativem Lernen, szenischem Gestalten, Perspektivübernahme, Wertebildung und der Auseinandersetzung mit normativen Texten. Es eignet sich insbesondere ab Klasse 8 und kann sowohl als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu Familie und Partnerschaft als auch als Ausgangspunkt für Themen wie Verantwortung, Zusammenleben, Menschenwürde, gesellschaftlicher Wandel und religiöse Vorstellungen von Gemeinschaft verwendet werden.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.1 Beziehungen gestalten: Freundschaft – Liebe – Partnerschaft.

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