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Liebeszeller Mission

Liebeszeller Mission

geheilt und/oder geheiligt

Veröffentlichung:1.4.2020

Die Ausgabe Mission "geheilt und/oder geheiligt" weltweit mit 34 Seiten beschäftigt sich mit der Frage nach Heilung, Krankheit, Leid, Hoffnung und Gottes Wirken im Leben von Menschen. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte aus Spanien, Ecuador, Sambia, Deutschland, Burundi, Malawi und Frankreich werden unterschiedliche Zugänge zum Thema Heilung vorgestellt. Die Beiträge erzählen von Krebserkrankungen, Behinderungen, schweren Unfällen, Suchterkrankungen, geistlichen Erfahrungen und der Frage, warum manche Menschen Heilung erfahren, während andere weiterhin mit Krankheit leben müssen. Dabei wird immer wieder die Unterscheidung zwischen körperlicher Heilung und geistlicher Erneuerung aufgegriffen. Die Autorinnen und Autoren berichten offen von Zweifeln, Hoffnungen, Gebetserfahrungen und ihrem Vertrauen auf Gott. Die Ausgabe zeigt, dass christlicher Glaube nicht einfache Antworten auf die Leidensfrage liefert, sondern Menschen in Krisen begleiten und Hoffnung eröffnen kann. Gleichzeitig werden unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von Krankheit, Heilung, Wundern und Glauben sichtbar.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu Leid, Theodizee, Krankheit, Heilung, Hoffnung, Gebet, Nachfolge, Wundern Jesu und christlicher Lebensdeutung. Die vielfältigen Erfahrungsberichte ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang zu existenziellen Fragen, die viele Lernende aus ihrem persönlichen Umfeld kennen. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der einzelne Länderberichte untersucht und anschließend miteinander verglichen werden. Die Lernenden können analysieren, welche Vorstellungen von Heilung in den verschiedenen Beiträgen sichtbar werden und welche Rolle Glaube, Gebet, Gemeinschaft und persönliche Verantwortung spielen. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung der Berichte aus Ecuador und Sambia, in denen unterschiedliche religiöse Deutungen von Krankheit und Heilung deutlich werden. Die Texte ermöglichen intensive Gespräche über die Frage, warum Menschen leiden, ob Gott Wunder wirkt und wie Christinnen und Christen mit unerfüllten Gebeten umgehen können. Ebenso lassen sich die Beiträge mit biblischen Heilungsgeschichten, dem Buch Hiob, den Psalmen oder neutestamentlichen Wundererzählungen verbinden. Kreative Methoden wie Rolleninterviews, Standbilder, Tagebucheinträge, Perspektivwechsel oder Podiumsdiskussionen fördern eine vertiefte Auseinandersetzung. Die authentischen Lebensgeschichten regen die Lernenden dazu an, eigene Vorstellungen von Glück, Gesundheit, Vertrauen und Hoffnung zu reflektieren und die Bedeutung religiöser Deutungen für die Bewältigung von Krisen zu untersuchen. Durch die internationale Perspektive wird zudem interkulturelles Lernen gefördert und die Vielfalt christlicher Glaubenspraxis sichtbar.

Spanien: „Ein Wunder oder kein Wunder?“ (Theo Hertler)

Der Bericht erzählt die Geschichte des drogenabhängigen Francis und seiner Freundin Rocío. Während Francis einen langen Heilungsprozess erlebt und sein Leben grundlegend verändert wird, stirbt Rocío an den Folgen ihrer Sucht. Der Autor unterscheidet zwischen körperlicher Heilung und einem „geheiligten Leben“. Im Unterricht analysieren die Lernenden unterschiedliche Vorstellungen von Heilung. Sie diskutieren, ob Heilung immer körperliche Gesundung bedeuten muss oder ob auch innere Veränderung eine Form von Heilung sein kann. Die Geschichte eignet sich für Rolleninterviews, Perspektivwechsel und ethische Fallanalysen.


Ecuador: „Wie Tag und Nacht“ (Rainer Kröger)

Der Beitrag stellt zwei völlig unterschiedliche Familien vor. Angi erlebt trotz schwerer Krebserkrankung Vertrauen, Hoffnung und schließlich eine unerwartete Heilung. Die Familie Almódovar sucht dagegen Hilfe bei Beschwörern und Wunderheilern und erlebt den Zerfall familiärer Beziehungen. Im Unterricht vergleichen die Lernenden die beiden Lebensgeschichten. Sie untersuchen die Bedeutung von Vertrauen, Verantwortung, Umkehr und Glauben. Die Gegenüberstellung eignet sich besonders für eine vergleichende Textanalyse oder die Arbeit mit Tabellen.


Sambia: „Wo suchen wir Hilfe?“ (Debora Wagner)

Der Artikel beschreibt den Einfluss traditioneller Heiler, Zauberdoktoren und spiritueller Vorstellungen auf den Umgang mit Krankheit. Anhand der Geschichte von Melody und ihrem Vater wird deutlich, wie stark Angst vor übernatürlichen Mächten das Denken prägen kann. Im Unterricht analysieren die Lernenden unterschiedliche Krankheitsdeutungen in verschiedenen Kulturen. Sie vergleichen traditionelle Heilvorstellungen mit christlichen und naturwissenschaftlichen Sichtweisen. Der Beitrag eignet sich besonders für interkulturelles Lernen und die Beschäftigung mit Religion und Weltbildern.


Deutschland: „Ein Unfall mit Folgen“ (Nathanael Bader)

Der Bericht schildert die schwere Verletzung eines jungen Gemeindemitglieds nach einem Arbeitsunfall und seine überraschende Genesung. Im Mittelpunkt steht die Veränderung seines Glaubens und seines Gebetslebens. Im Unterricht setzen sich die Lernenden mit Dankbarkeit, Gebet und Krisenerfahrungen auseinander. Sie reflektieren, wie einschneidende Erlebnisse Menschen verändern können und welche Rolle religiöse Erfahrungen dabei spielen.


Burundi: „Gottes Kraft in unserer Schwachheit“ (Samuel und Sabine Anderson)

Die Autoren berichten von der schweren Erkrankung ihrer Tochter Lia und den langwierigen Behandlungen. Trotz fehlender vollständiger Heilung halten sie an ihrem Vertrauen auf Gott fest. Im Unterricht diskutieren die Lernenden die Frage, wie Menschen mit dauerhaftem Leid umgehen können. Der Text eignet sich für Gespräche über Hoffnung, Resilienz, Vertrauen und die Bedeutung von Gemeinschaft in Krisenzeiten.


Malawi: „Fast blind und doch sehend“ (Paul Kränzler)

In einem Interview erzählt Chancy von seinem Leben mit einer schweren Sehbehinderung. Trotz seiner Einschränkungen studiert er, arbeitet als Lehrer und engagiert sich ehrenamtlich im christlichen Radio. Im Unterricht analysieren die Lernenden, wie Menschen mit Behinderungen Herausforderungen bewältigen. Themen wie Inklusion, Menschenwürde, Lebensmut und Glaube stehen im Mittelpunkt. Das Interview eignet sich hervorragend für biografisches Lernen.


Frankreich: „Der Herr der Lage“ (Tina Eckstein)

Der Beitrag beschreibt die Krebserkrankung der Autorin kurz vor einem geplanten Missionseinsatz. Die Erkrankung verändert ihre Lebensplanung grundlegend. Im Unterricht untersuchen die Lernenden, wie Menschen mit unerwarteten Brüchen im Lebenslauf umgehen. Sie reflektieren Fragen nach Vertrauen, Lebensplanung und Gottes Führung. Der Text kann mit eigenen Erfahrungen von Veränderungen und Enttäuschungen verbunden werden.


Frankreich: „Die vorhandene Zeit nutzen“ (Michael Eckstein)

Die Geschichte von Patrick erzählt von Herzinfarkt, Schlaganfall und einer überraschenden Genesung. Besonders hervorgehoben wird die Frage, wie Menschen ihre verbleibende Lebenszeit sinnvoll gestalten. Im Unterricht diskutieren die Lernenden die Bedeutung von Lebenszeit, Verantwortung und Sinn. Der Beitrag eignet sich als Ausgangspunkt für ethische Reflexionen über Prioritäten im Leben.


Sonderbeitrag: „Heil und Heilung“ (Simon)

Der theologische Grundsatzartikel untersucht die biblischen Begriffe Heil und Heilung und erläutert ihre Bedeutung für den christlichen Glauben. Im Unterricht erarbeiten die Lernenden biblische Heilungsgeschichten und vergleichen körperliche Heilung mit spiritueller Erlösung. Der Beitrag eignet sich besonders für die Oberstufe und für vertiefende theologische Diskussionen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung .

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Auferweckung Leben über den Tod hinaus - Biografiebeispiele

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