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Theodizee verständlich erklärt. Warum lässt Gott Leid zu? | Abitur

Veröffentlichung:15.12.2024

Das Video thematisiert die klassische theologische Frage nach dem Leid in der Welt und setzt sich mit dem Problem auseinander, warum Gott Leid zulässt. Dabei werden zunächst drei häufige Erklärungsansätze vorgestellt und kritisch reflektiert: Leid als Folge eigener Entscheidungen, Leid als Konsequenz menschlicher Freiheit sowie Leid als Möglichkeit persönlichen Wachstums. Das Medium zeigt zugleich die Grenzen dieser Deutungen auf und verdeutlicht, dass viele Formen von Leid sich nicht zufriedenstellend erklären lassen. Anschließend richtet das Video den Blick auf die christliche Hoffnungsperspektive. Im Zentrum steht die Vorstellung eines Gottes, der nicht fern und unbeteiligt bleibt, sondern im Leiden der Menschen gegenwärtig ist und selbst Leid erfahren hat. Darüber hinaus wird die christliche Hoffnung auf Auferstehung und die endgültige Überwindung von Leid, Schmerz und Tod vorgestellt. Das Video gelangt zu dem Ergebnis, dass das Christentum keine vollständige Erklärung für das Leid bietet, wohl aber eine Hoffnung, die Menschen durch Erfahrungen von Leid und Krisen tragen kann.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Unterrichtseinheiten zu Theodizee, Leid, Gottesbildern, Hoffnung und Auferstehung. Das Medium ermöglicht den Lernenden einen altersgemäßen Zugang zu einer der zentralen Fragen der Religionsphilosophie und Theologie. Als Einstieg können persönliche oder gesellschaftliche Erfahrungen von Leid gesammelt werden, etwa anhand von Zeitungsberichten, Bildimpulsen oder literarischen Texten. Während der Rezeption des Videos können die Lernenden die verschiedenen Erklärungsansätze zum Leid in einer Tabelle festhalten und deren Stärken und Grenzen bewerten. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob Leid immer erklärbar sein muss oder ob Hoffnung und Begleitung wichtiger sein können als rationale Antworten. Die Lernenden können in Diskussionen, Gruppenarbeiten oder theologischen Gesprächen unterschiedliche Positionen vertreten und miteinander vergleichen. Methodisch bietet sich zudem die Arbeit mit biblischen Texten an, etwa mit dem Buch Hiob, den Klagepsalmen, den Passionsgeschichten oder der Vision von der neuen Welt in Offenbarung 21. Die christliche Vorstellung eines mitleidenden Gottes eröffnet Möglichkeiten zur Reflexion über Trost, Solidarität und Mitgefühl in Krisensituationen. In höheren Jahrgangsstufen kann das Video als Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit klassischen Theodizee Modellen sowie philosophischen Positionen zum Leid dienen. Das Medium fördert die Fähigkeit der Lernenden, existenzielle Fragen zu reflektieren, unterschiedliche Deutungsangebote kritisch zu prüfen und religiöse Hoffnung als Ressource für die Lebensbewältigung wahrzunehmen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Was den Glauben an Gott in Frage stellt: Naturalismus Theodizee

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