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Trinität endlich verständlich erklärt!

Veröffentlichung:19.8.2024

Das Video führt in die christliche Lehre von der Trinität ein und geht der Frage nach, ob die Vorstellung eines dreieinigen Gottes lediglich ein schwer verständliches theologisches Rätsel oder eine bedeutsame Glaubensaussage ist. Ausgehend von der Bedeutung der Begriffe Vater, Sohn und Heiliger Geist wird erläutert, wie sich das trinitarische Gottesverständnis aus den Erfahrungen der frühen Christen entwickelt hat. Das Medium zeigt, dass die Trinität zwar nicht ausdrücklich als Begriff in der Bibel vorkommt, ihre Grundlagen jedoch in zahlreichen neutestamentlichen Aussagen über Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist angelegt sind. Darüber hinaus werden die theologischen Auseinandersetzungen der Alten Kirche, die Konzilien von Nicäa und Konstantinopel sowie die spätere Entwicklung der Trinitätslehre dargestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Deutung der Trinität als lebendiges Beziehungsgeschehen, das Gemeinschaft, Kommunikation und Liebe in den Mittelpunkt rückt und Menschen dazu einlädt, an dieser Beziehung Gottes teilzuhaben.

Das Video beschäftigt sich mit der christlichen Lehre von der Trinität und geht der Frage nach, ob sie mehr ist als ein schwer verständliches theologisches Gedankengebäude. Zunächst wird erklärt, dass der Begriff Trinität die Vorstellung von der Dreieinigkeit Gottes bezeichnet. Christen glauben an einen Gott, der als Vater, Sohn und Heiliger Geist erfahren und bekannt wird. Das Video macht zugleich deutlich, dass der Begriff Trinität selbst nicht in der Bibel vorkommt und dort auch keine vollständig ausgearbeitete Trinitätslehre zu finden ist. Dennoch werden biblische Grundlagen aufgezeigt. Im Alten Testament finden sich erste Hinweise auf den Geist Gottes, während im Neuen Testament besonders die Auferweckung Jesu, seine Bezeichnung als Sohn Gottes und Herr sowie die zunehmende Rede vom Heiligen Geist eine wichtige Rolle spielen. Als zentrale Formulierung wird der Taufauftrag genannt, bei dem auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird. Anschließend zeichnet das Video die Entwicklung der Trinitätslehre in der frühen Kirche nach. Thematisiert werden insbesondere die Konzilien von Nicäa und Konstantinopel sowie die Auseinandersetzungen um das Verhältnis von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Ein moderner Verstehensversuch beschreibt Gott schließlich als Beziehungsgeschehen. Vater, Sohn und Heiliger Geist werden nicht voneinander isoliert gedacht, sondern existieren in Beziehung zueinander. Gott erscheint dadurch als lebendig, gemeinschaftlich und kommunikativ. Abschließend greift das Video einen Gedanken von C. S. Lewis auf und betont, dass die Trinität nicht nur theoretisch verstanden werden soll. Entscheidend sei vielmehr, dass Menschen die Beziehung zu Gott erfahren und in dieses göttliche Beziehungsgeschehen hineingenommen werden.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht bei Themen wie Gotteslehre, Trinität, Jesus Christus, Heiliger Geist, Glaubensbekenntnis, frühe Kirche, Konzilien und christliches Gottesverständnis. Aufgrund der anspruchsvollen theologischen Begriffe und der historischen Zusammenhänge empfiehlt sich das Medium besonders für ältere Lernende. Es kann sowohl zur Einführung in die Trinitätslehre als auch zur Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse eingesetzt werden.

Als Einstieg bietet sich die provokante Aussage „Es nützt nichts, über die Trinität zu reden“ an. Die Lernenden können zunächst spontan Stellung beziehen und Vermutungen formulieren, warum eine solche Aussage getroffen werden könnte. Dadurch wird deutlich, dass die Trinitätslehre häufig als abstrakt, kompliziert und lebensfern wahrgenommen wird. Nach der Betrachtung des Videos kann auf die Ausgangsaussage zurückgegriffen und überprüft werden, ob sich die Einschätzung der Lernenden verändert hat.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Begriffe Vater, Sohn und Heiliger Geist an der Tafel zu sammeln. Die Lernenden können notieren, welche Vorstellungen sie mit diesen drei Bezeichnungen verbinden. Anschließend wird die Frage gestellt, wie Christen gleichzeitig von drei Bezeichnungen und dennoch nur von einem Gott sprechen können. Diese Spannung bildet den Ausgangspunkt der Trinitätslehre und eignet sich daher besonders gut für einen problemorientierten Unterricht.

Während der Betrachtung des Videos empfiehlt sich eine Gliederung in mehrere Abschnitte. Aufgrund der hohen Informationsdichte sollten zunächst die Bedeutung des Begriffs Trinität, anschließend die biblischen Grundlagen, danach die historische Entwicklung und schließlich der moderne Verstehensversuch behandelt werden. Zwischen den einzelnen Abschnitten können kurze Sicherungsphasen erfolgen. Die Lernenden können zentrale Aussagen in eigenen Worten zusammenfassen und offene Fragen notieren.

Ein wichtiger Schwerpunkt sollte auf der Feststellung liegen, dass der Begriff Trinität nicht in der Bibel vorkommt. Dies ermöglicht eine grundlegende Auseinandersetzung mit der Frage, wie christliche Glaubenslehren entstehen. Die Lernenden können erkennen, dass theologische Begriffe häufig erst später entwickelt wurden, um Erfahrungen und Aussagen aus der Bibel systematisch miteinander zu verbinden. Dadurch wird deutlich, dass Theologie nicht einfach biblische Sätze wiederholt, sondern versucht, unterschiedliche Aussagen verständlich zusammenzudenken.

Zur Erarbeitung der biblischen Grundlagen können ausgewählte Bibelstellen in Gruppen untersucht werden. Eine Gruppe beschäftigt sich mit Aussagen über Gott als Vater, eine weitere mit Jesus Christus als Sohn und Herr und eine dritte mit Texten über den Heiligen Geist. Anschließend werden die Ergebnisse zusammengetragen. Die Lernenden können prüfen, welche Aussagen dazu führten, dass die frühen Christen von Vater, Sohn und Geist sprechen konnten.

Besonders geeignet ist der Taufauftrag aus dem Matthäusevangelium. Die Lernenden können untersuchen, weshalb die Formulierung „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ für die spätere Trinitätslehre bedeutsam wurde. Dabei kann auch auf die Bedeutung der Taufe als Aufnahme in die christliche Gemeinschaft eingegangen werden.

Das Video bietet außerdem einen guten Anlass zum interreligiösen Lernen. Die Trinität unterscheidet das christliche Gottesverständnis deutlich vom jüdischen und islamischen Verständnis Gottes. Dabei sollte sorgfältig darauf geachtet werden, den christlichen Glauben nicht als Glauben an drei Götter darzustellen. Gleichzeitig können die Lernenden nachvollziehen, weshalb die Trinitätslehre aus jüdischer oder islamischer Perspektive kritisch betrachtet wird. Ein respektvoller Vergleich kann helfen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen präzise zu benennen.

Die historische Entwicklung der Trinitätslehre eignet sich für eine arbeitsteilige Gruppenarbeit. Gruppen können sich mit dem Konzil von Nicäa, dem Konzil von Konstantinopel und späteren Auseinandersetzungen beschäftigen. Die Lernenden sollten dabei weniger einzelne Jahreszahlen auswendig lernen, sondern verstehen, weshalb die frühen Christen überhaupt um geeignete Begriffe rangen. Zentral ist die Frage, wie Jesus Christus und der Heilige Geist als göttlich bekannt werden können, ohne den Glauben an den einen Gott aufzugeben.

Der Begriff wesenseins kann im Unterricht besondere Schwierigkeiten bereiten. Er sollte daher nicht lediglich definiert, sondern in seiner Funktion erklärt werden. Die frühen Christen wollten damit ausdrücken, dass der Sohn nicht als geschaffenes Wesen außerhalb Gottes verstanden wird, sondern wirklich an Gottes Göttlichkeit Anteil hat. Die Lernenden können diesen Zusammenhang in vereinfachter Sprache formulieren und anschließend mit dem historischen Bekenntnis vergleichen.

Für die Erarbeitung der Konzilien eignet sich auch eine fiktive Beratungssituation. Die Lernenden übernehmen unterschiedliche Positionen aus den damaligen Auseinandersetzungen und versuchen, eine Formulierung zu finden, die sowohl die Göttlichkeit Jesu als auch den Glauben an nur einen Gott festhält. Dadurch wird nachvollziehbar, weshalb die Entwicklung der Trinitätslehre ein längerer theologischer Denkprozess war.

Besonders anschlussfähig ist der im Video dargestellte Verstehensversuch, Gott als Beziehungsgeschehen zu denken. Die Lernenden können zunächst überlegen, was Beziehung kennzeichnet. Begriffe wie Kommunikation, Vertrauen, Zuwendung, Gemeinschaft und gegenseitige Bezogenheit können gesammelt werden. Anschließend wird geprüft, wie diese Begriffe helfen können, die Trinität zu verstehen.

Dabei sollte deutlich gemacht werden, dass auch das Bild der Beziehung nur ein Verstehensversuch ist. Die Trinität lässt sich nicht vollständig durch ein einziges Modell erklären. Die Lernenden können verschiedene bekannte Vergleiche prüfen und deren Grenzen diskutieren. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, da einfache Vergleiche wie Wasser in verschiedenen Zuständen oder eine Person mit verschiedenen Rollen schnell falsche Vorstellungen erzeugen können. Didaktisch wertvoll ist deshalb gerade die Frage, warum solche Vergleiche hilfreich sein können und gleichzeitig nicht ausreichen.

Das Video eröffnet außerdem eine anthropologische Perspektive. Wenn Gott als Beziehung gedacht wird, kann danach gefragt werden, welche Bedeutung Beziehung für menschliches Leben besitzt. Die Lernenden können überlegen, weshalb Menschen auf Gemeinschaft angewiesen sind und inwiefern christliche Vorstellungen von Liebe und Beziehung durch die Trinität geprägt werden könnten. So wird die zunächst abstrakte Gotteslehre mit Erfahrungen der Lernenden verbunden.

Der abschließende Gedanke von C. S. Lewis bietet sich für eine vertiefende Diskussion an. Die Aussage, dass es nicht nur darum gehe, über die Trinität zu reden, sondern in dieses göttliche Leben hineingenommen zu werden, kann auf die Unterscheidung zwischen Glaubenswissen und Glaubenserfahrung bezogen werden. Die Lernenden können diskutieren, ob Religion vollständig theoretisch verstanden werden kann oder ob religiöse Praxis und Erfahrung ebenfalls dazugehören.

Methodisch kann hierfür eine Gegenüberstellung der Begriffe Wissen über Gott und Beziehung zu Gott erfolgen. Die Lernenden sammeln jeweils Beispiele. Wissen über Gott kann etwa Kenntnisse über Bibel, Glaubensbekenntnisse oder Konzilien umfassen. Beziehung zu Gott kann sich im Gebet, Gottesdienst, Vertrauen oder persönlichen Glauben ausdrücken. Anschließend kann diskutiert werden, wie beide Bereiche zusammengehören.

Für eine kritische Auseinandersetzung kann die Frage gestellt werden, ob die Trinitätslehre für heutige Christen noch verständlich und bedeutsam ist. Die Lernenden können Argumente dafür und dagegen sammeln. Einerseits erscheint die Lehre kompliziert und historisch stark von philosophischen Begriffen geprägt. Andererseits kann sie helfen, zentrale christliche Erfahrungen von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist miteinander zu verbinden.

Zur Sicherung bietet sich ein Schaubild mit einem Kreis in der Mitte an, der den einen Gott bezeichnet. Von diesem Kreis aus werden Vater, Sohn und Heiliger Geist dargestellt. Entscheidend ist, dass dabei nicht drei getrennte Götter entstehen. Die Lernenden können zu jeder Bezeichnung zentrale biblische Aussagen ergänzen und anschließend erklären, warum das christliche Verständnis weiterhin monotheistisch bleibt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Lernenden einen kurzen Erklärtext für jüngere Lernende verfassen zu lassen. Die Aufgabe könnte lauten, die Trinität in verständlicher Sprache zu erläutern, ohne von drei Göttern zu sprechen und ohne Vater, Sohn und Geist einfach miteinander gleichzusetzen. Dadurch wird überprüft, ob die Lernenden die zentrale Spannung der Trinitätslehre verstanden haben.

Als Abschluss kann erneut die Ausgangsfrage des Videos aufgegriffen werden: „Nützt es etwas, über die Trinität zu reden?“ Die Lernenden formulieren eine begründete Antwort. Dabei sollen sowohl die Grenzen theoretischer Erklärungen als auch die mögliche Bedeutung der Trinität für das christliche Verständnis von Gott als Beziehung berücksichtigt werden.


Fragestellungen zum Video mit Antworten

Was bedeutet der Begriff Trinität?

Trinität bezeichnet die christliche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes. Christen glauben an einen Gott, der als Vater, Sohn und Heiliger Geist bekannt und erfahren wird.


Woher stammt der Begriff Trinität?

Der Begriff geht auf lateinische Wörter zurück und bezeichnet die Einheit von Dreiheit und Einheit im christlichen Gottesverständnis.


Glauben Christen wegen der Trinität an drei Götter?

Nein. Die Trinitätslehre hält ausdrücklich daran fest, dass es nur einen Gott gibt. Vater, Sohn und Heiliger Geist werden nicht als drei voneinander unabhängige Götter verstanden.


Warum ist die Trinitätslehre schwer zu verstehen?

Sie versucht, zwei Aussagen gleichzeitig festzuhalten: Es gibt nur einen Gott und dennoch sprechen Christen von Vater, Sohn und Heiligem Geist als göttlich.


Kommt der Begriff Trinität in der Bibel vor?

Nein. Der Begriff selbst kommt in der Bibel nicht vor.


Gibt es in der Bibel trotzdem Grundlagen für die Trinitätslehre?

Ja. Die Bibel enthält zahlreiche Aussagen über Gott als Vater, Jesus Christus als Sohn und Herrn sowie über den Heiligen Geist.


Gibt es bereits im Alten Testament Hinweise auf den Geist Gottes?

Ja. Bereits in der Schöpfungserzählung wird vom Geist Gottes gesprochen, der über dem Wasser schwebt.


Beweist der Plural „Lasst uns Menschen machen“ bereits die Trinität?

Nein. Solche Stellen können aus christlicher Perspektive rückblickend mit der Trinität in Verbindung gebracht werden, reichen aber nicht aus, um daraus eine vollständige Trinitätslehre abzuleiten.


Warum ist das Neue Testament für die Entwicklung der Trinitätslehre besonders wichtig?

Im Neuen Testament wird Jesus als Sohn Gottes, Christus und Herr bekannt. Gleichzeitig nimmt die Rede vom Heiligen Geist deutlich zu. Diese Aussagen mussten mit dem Glauben an den einen Gott zusammengedacht werden.


Welche Bedeutung besitzt die Auferweckung Jesu für das christliche Gottesverständnis?

Nach dem Video führte die Auferweckung dazu, dass die frühen Christen Jesus in besonderer Weise als Sohn Gottes und Herrn verstanden.


Was bedeutet der Titel Christus?

Christus bedeutet der Gesalbte. Die Bezeichnung wurde im frühen Christentum zu einem zentralen Titel für Jesus.


Was bedeutet der Titel Kyrios?

Kyrios ist ein griechisches Wort für Herr. Im frühen Christentum wurde dieser Titel auf Jesus bezogen und bekam dadurch eine besondere theologische Bedeutung.


Welche Bedeutung hat Pfingsten für die Rede vom Heiligen Geist?

Die frühen Christen verstanden den Heiligen Geist besonders nach dem Pfingstereignis als wirksame Gegenwart Gottes.


Wie wird der Heilige Geist im Video beschrieben?

Der Heilige Geist wird als eine Weise beschrieben, in der Menschen Gottes Gegenwart und Wirken erfahren.


Welche trinitarische Formel findet sich im Taufauftrag?

Im Matthäusevangelium wird die Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes formuliert.


Warum war die Trinitätslehre für die frühe Kirche notwendig?

Die frühen Christen mussten erklären, wie sie an Gott den Vater, an Jesus Christus und an den Heiligen Geist glauben konnten und gleichzeitig daran festhielten, dass es nur einen Gott gibt.


Wann wurde die Trinitätslehre genauer ausgearbeitet?

Besonders im dritten und vierten Jahrhundert beschäftigten sich christliche Theologen intensiv mit diesen Fragen.


Welche Bedeutung hat das Konzil von Nicäa?

Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde festgehalten, dass der Sohn nicht geschaffen, sondern gezeugt und wesenseins mit dem Vater ist.


Was bedeutet wesenseins?

Der Begriff bringt zum Ausdruck, dass der Sohn nicht außerhalb Gottes als geschaffenes Wesen verstanden wird, sondern wirklich an der Göttlichkeit Gottes Anteil hat.


Warum gab es nach dem Konzil von Nicäa weitere Streitigkeiten?

Die genaue Bedeutung des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn blieb weiterhin umstritten und musste theologisch weiter geklärt werden.


Welche Bedeutung hatte das Konzil von Konstantinopel im Jahr 381?

Dort wurde das Bekenntnis von Nicäa erweitert und die Göttlichkeit des Heiligen Geistes ausdrücklich hervorgehoben.


Was ist ein Konzil?

Ein Konzil ist eine Versammlung kirchlicher Verantwortlicher, bei der grundlegende Fragen des Glaubens und der Kirche beraten werden.


Warum sind Glaubensbekenntnisse für die Trinitätslehre wichtig?

Sie fassen zentrale Glaubensüberzeugungen in verbindlichen Formulierungen zusammen und zeigen, wie die Kirche ihr Gottesverständnis ausdrückt.


Was bedeutet der Begriff Filioque?

Filioque bedeutet „und vom Sohn“. Der Begriff bezieht sich auf die Frage, ob der Heilige Geist nur vom Vater oder vom Vater und vom Sohn ausgeht.


Warum war der Filioque Streit bedeutsam?

Er wurde zu einem wichtigen theologischen Konflikt zwischen der westlichen und der östlichen Christenheit.


Warum wurde die Trinitätslehre seit der Aufklärung stärker kritisiert?

Viele Menschen empfanden die traditionellen theologischen Formulierungen als abstrakt und schwer mit dem persönlichen Glauben oder dem modernen Denken zu verbinden.


Wie versucht das Video, die Trinität heute verständlich zu machen?

Es schlägt vor, Gott als Beziehungsgeschehen zu verstehen. Vater, Sohn und Heiliger Geist existieren demnach nicht isoliert, sondern in Beziehung zueinander.


Was bedeutet es, Gott als Beziehung zu verstehen?

Es bedeutet, dass Beziehung, Kommunikation, Gemeinschaft und Zuwendung zum Wesen Gottes gehören.


Ist Gott nach diesem Verständnis ein statisches Wesen?

Nein. Das Video beschreibt Gott als lebendig, dynamisch und gemeinschaftlich.


Warum ist Gemeinschaft für dieses Verständnis der Trinität wichtig?

Wenn Gott selbst als Beziehung verstanden wird, besitzt Gemeinschaft eine zentrale Bedeutung. Beziehung ist dann nicht nur etwas, das Gott zusätzlich tut, sondern gehört zu seinem Wesen.


Kann die Trinität vollständig erklärt werden?

Nein. Das Video betont, dass Menschen nur begrenzt verstehen können, wie der eine Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist gedacht werden kann.


Warum reichen einfache Vergleiche für die Trinität oft nicht aus?

Vergleiche können einzelne Aspekte verdeutlichen, vereinfachen aber häufig zu stark und können zu falschen Vorstellungen führen.


Warum ist der Vergleich mit Wasser, Eis und Dampf problematisch?

Er kann den Eindruck erwecken, Gott erscheine lediglich nacheinander in drei verschiedenen Zuständen. Die Trinitätslehre spricht jedoch davon, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist wirklich aufeinander bezogen sind.


Welche Bedeutung hat Beziehung für das christliche Menschenbild?

Wenn Gott als Beziehung verstanden wird, kann daraus die Vorstellung entstehen, dass auch menschliches Leben wesentlich auf Gemeinschaft, Liebe und gegenseitige Zuwendung ausgerichtet ist.


Warum wird im Video C. S. Lewis erwähnt?

Sein Gedanke verdeutlicht, dass Trinität nicht nur ein theoretischer Gegenstand sein soll, sondern etwas mit gelebter Beziehung zu Gott zu tun hat.


Was meint die Aussage, dass es nichts nütze, nur über die Trinität zu reden?

Sie kritisiert eine ausschließlich theoretische Beschäftigung mit der Trinität. Entscheidend ist nach dem Video auch die Frage, ob Menschen die Beziehung zu Gott erfahren.


Was bedeutet es, in das dreieinige Leben hineingenommen zu werden?

Gemeint ist, dass Menschen Gemeinschaft und Beziehung mit Gott erfahren und an der Liebe Gottes teilhaben.


Was ist der Unterschied zwischen Wissen über Gott und Beziehung zu Gott?

Wissen über Gott umfasst theologische und biblische Kenntnisse. Beziehung zu Gott meint dagegen gelebten Glauben, etwa Vertrauen, Gebet und religiöse Erfahrung.


Warum kann die Trinitätslehre für Christen heute bedeutsam sein?

Sie verbindet zentrale christliche Erfahrungen von Gott als Schöpfer und Vater, von Jesus Christus und vom Heiligen Geist zu einem gemeinsamen Gottesverständnis.


Welche Herausforderung stellt die Trinität für den interreligiösen Dialog dar?

Judentum und Islam betonen ebenfalls den Glauben an den einen Gott, lehnen aber die christliche Vorstellung von Jesus als göttlichem Sohn und die Trinitätslehre ab. Deshalb muss im Dialog besonders genau erklärt werden, dass Christen nicht an drei Götter glauben.


Warum bleibt das Christentum trotz der Trinitätslehre monotheistisch?

Weil die christliche Lehre ausdrücklich nur von einem Gott ausgeht. Vater, Sohn und Heiliger Geist werden innerhalb dieser einen göttlichen Wirklichkeit verstanden.


Was ist die zentrale Aussage des Videos?

Die Trinität ist nicht nur ein abstraktes theologisches Rätsel. Sie kann als Ausdruck dafür verstanden werden, dass der christliche Gott von seinem Wesen her Beziehung, Gemeinschaft und lebendige Zuwendung ist.


Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Möglichkeiten, ein zentrales, aber häufig als abstrakt empfundenes Thema des christlichen Glaubens verständlich zu erschließen. Die Lernenden können zunächst ihre eigenen Vorstellungen von Gott sammeln und überlegen, warum Christen von Vater, Sohn und Heiligem Geist sprechen. Während der Rezeption des Videos empfiehlt sich die Arbeit mit einem Strukturblatt, auf dem die biblischen Grundlagen, die historischen Entwicklungen und die theologischen Deutungen der Trinität festgehalten werden. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, wie die ersten Christen ihre Erfahrungen mit Jesus Christus und dem Heiligen Geist in ihr Gottesverständnis integriert haben. Durch die Analyse neutestamentlicher Texte, etwa des Taufbefehls oder der Pfingsterzählung, können die Lernenden nachvollziehen, wie sich die trinitarische Sprache entwickelt hat. In der Sekundarstufe II bietet sich zudem die Beschäftigung mit den Konzilien und den theologischen Streitfragen der Alten Kirche an, um die Entstehung kirchlicher Lehraussagen historisch einzuordnen. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten, Concept Maps, Schaubilder, Expertengruppen oder kreative Visualisierungen der Beziehungsstruktur von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Besonders interessant ist die Diskussion der im Video vorgestellten Deutung, dass Gott in seinem Wesen Beziehung ist. Dadurch können die Lernenden Verbindungen zu eigenen Erfahrungen von Gemeinschaft, Kommunikation und Verbundenheit herstellen. Das Medium fördert theologisches Denken, religiöse Sprachfähigkeit sowie die Kompetenz, komplexe Glaubensaussagen zu verstehen, kritisch zu reflektieren und in Beziehung zur eigenen Lebenswelt zu setzen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung .

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wie sich Gottesbilder und Gottesvorstellungen im Verlauf der Lebensgeschichte wandeln

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