Das Audio entfaltet in essayistischer Form ein vielschichtiges Panorama religiöser und philosophischer Vorstellungen von Himmel, Glück und Seligkeit. Ausgangspunkt ist die alltagsnahe Irritation, dass der sogenannte siebte Himmel weder in der Bibel noch im Koran vorkommt, sondern vielmehr in kulturellen und kommerziellen Kontexten begegnet. Von dort aus führt der Text zu literarischen Bildern wie bei Dante Alighieri mit seinen neun Himmeln und ebenso vielen Höllen sowie dem Fegefeuer mit sieben Läuterungsterrassen. Im weiteren Verlauf werden religiöse Glücksvorstellungen aus Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus entfaltet und mit philosophischen Positionen etwa von Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud und Arthur Schopenhauer kontrastiert. Zentral ist die Spannung zwischen einem diesseitig erfahrbaren, oft flüchtigen Glück und der religiösen Hoffnung auf eine dauerhafte, transzendente Glückseligkeit. Biblische Texte, etwa aus dem Lukasevangelium oder dem Johannesevangelium, illustrieren diese Hoffnung exemplarisch, während zugleich kritisch gefragt wird, ob religiöse Vorstellungen eher Trost oder Illusion darstellen.