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Deutsche Welle Glaubenssachen

Deutsche Welle Glaubenssachen

Im siebten Himmel

Glauben und Glückseligkeit

Veröffentlichung:11.8.2024

Das Audio entfaltet in essayistischer Form ein vielschichtiges Panorama religiöser und philosophischer Vorstellungen von Himmel, Glück und Seligkeit. Ausgangspunkt ist die alltagsnahe Irritation, dass der sogenannte siebte Himmel weder in der Bibel noch im Koran vorkommt, sondern vielmehr in kulturellen und kommerziellen Kontexten begegnet. Von dort aus führt der Text zu literarischen Bildern wie bei Dante Alighieri mit seinen neun Himmeln und ebenso vielen Höllen sowie dem Fegefeuer mit sieben Läuterungsterrassen. Im weiteren Verlauf werden religiöse Glücksvorstellungen aus Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus entfaltet und mit philosophischen Positionen etwa von Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud und Arthur Schopenhauer kontrastiert. Zentral ist die Spannung zwischen einem diesseitig erfahrbaren, oft flüchtigen Glück und der religiösen Hoffnung auf eine dauerhafte, transzendente Glückseligkeit. Biblische Texte, etwa aus dem Lukasevangelium oder dem Johannesevangelium, illustrieren diese Hoffnung exemplarisch, während zugleich kritisch gefragt wird, ob religiöse Vorstellungen eher Trost oder Illusion darstellen.

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Didaktisch eröffnet der Text vielfältige Zugänge für den Religionsunterricht. Er eignet sich besonders für die Sekundarstufe, um Lernenden einen vergleichenden Zugang zu unterschiedlichen religiösen Glückskonzepten zu ermöglichen. Methodisch kann der Text in Auszügen arbeitsteilig erschlossen werden, etwa durch Gruppenarbeit zu einzelnen Traditionen oder Denkrichtungen. Eine zentrale Aufgabe besteht darin, Begriffe wie Himmel, Glück, Seligkeit und Transzendenz zu klären und voneinander zu unterscheiden. Diskussionsphasen bieten Raum, um persönliche Vorstellungen der Lernenden mit theologischen und philosophischen Positionen ins Gespräch zu bringen. Kreative Methoden wie das Verfassen eigener Himmelvorstellungen oder das Umdeuten klassischer Zitate fördern die subjektive Aneignung. Ebenso kann eine kritische Auseinandersetzung mit religionskritischen Ansätzen erfolgen, etwa durch Gegenüberstellung von Freud und religiösen Hoffnungstexten. Der Text bietet zudem Anknüpfungspunkte für interreligiöses Lernen, indem Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen herausgearbeitet werden. Wichtig ist eine sensible Moderation, da existenzielle Fragen nach Leben, Tod und Sinn berührt werden. Ziel ist nicht die Festlegung auf eine Position, sondern die Förderung reflexiver Urteilskompetenz und religiöser Sprachfähigkeit.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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