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Deutsche Welle Glaubenssachen

Deutsche Welle Glaubenssachen

Wartezimmer zur Auferstehung

Zu Besuch in den römischen Katakomben

Veröffentlichung:27.10.2024

Das Audio erschließt die römischen Katakomben als frühe christliche Begräbnisorte und korrigiert zugleich verbreitete Vorstellungen von geheimen Zufluchtsstätten verfolgter Christinnen und Christen. Im Mittelpunkt stehen die historische Entstehung, die archäologische Bedeutung und die religiöse Symbolik dieser unterirdischen Friedhöfe. Der Text zeigt, dass die Katakomben Ausdruck eines christlichen Verständnisses von Tod und Auferstehung sind. Sie werden als Schlafstätten gedeutet, als Orte der Hoffnung auf neues Leben und als frühe Zeugnisse christlicher Glaubenspraxis. Besonders anschaulich werden Symbole wie der Gute Hirte, der Fisch, die Taube, der Phönix und der Anker erklärt. Zugleich verbindet das Medium die Geschichte der Katakomben mit Fragen nach Armut, Solidarität und kirchlicher Erneuerung, etwa durch den Katakombenpakt von 1965 und seine Aktualisierung im Zusammenhang mit Amazonien.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um Lernenden einen differenzierten Zugang zur frühen Kirche, zur christlichen Bestattungskultur und zur Hoffnung auf Auferstehung zu eröffnen. Didaktisch hilfreich ist zunächst die Arbeit mit Vorwissen und Bildern: Lernende können ihre Vorstellungen von Katakomben sammeln und diese anschließend mit den historischen Informationen des Textes vergleichen. Dadurch entsteht ein produktiver Lernprozess zwischen Mythos, Filmklischee und wissenschaftlicher Erkenntnis. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Texterschließung an, bei der Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte bearbeiten, etwa Verfolgung und Märtyrererinnerung, Begräbniskultur, christliche Symbole, Gleichheitsgedanke der frühen Gemeinden oder der Katakombenpakt. Besonders ergiebig ist die Symbolarbeit: Lernende können einzelne Zeichen deuten, mit biblischen Motiven verbinden und anschließend eigene Hoffnungszeichen gestalten. Der Text eignet sich außerdem für ein Gespräch über Tod, Trauer und Hoffnung, wobei sensibel auf persönliche Erfahrungen geachtet werden sollte. Im Sinne eines kompetenzorientierten Unterrichts können Lernende historische Informationen auswerten, religiöse Symbole interpretieren, kirchliche Entwicklungen kritisch beurteilen und Bezüge zur Gegenwart herstellen. Der Katakombenpakt eröffnet zudem eine sozialethische Perspektive: Lernende können diskutieren, was eine arme und dienende Kirche heute bedeuten könnte und welche Verantwortung religiöse Gemeinschaften gegenüber Benachteiligten, Migranten, Frauen und der Schöpfung tragen. So verbindet das Medium historische Bildung, Symbolverständnis, existenzielle Fragen und kirchliche Gegenwartskritik.

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